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Implantatprothetische Rehabilitation bei durch Periimplantitis entstandenen Knochendefekten mittels allogenen individualisierten Knochenblocktransplantaten*

DOI: 10.3238/dzz.2020.0012-0018

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Schlüsselwörter: Parodontitis Periimplantitis allogene Transplantate implantatprothetische Rehabilitation

Einführung: Implantatprothetische Rehabilitationen nach vorausgegangenem Implantatverlust aufgrund einer Periimplantitis und Parodontitis gelten als anspruchsvoll und risikobehaftet, da die verbleibenden Defekte am Alveolarfortsatz oft weit ausgedehnt sind und auch die Nachbarregionen betreffen können. Eine 68-jährige Patientin stellte sich mit ausgeprägter Periimplantitis in regio 44 und stark atrophiertem Kieferkamm in regio 32–41 mit dem Wunsch nach einer neuen implantatfixierten prothetischen Versorgung des Unterkiefers vor. Bei unauffälliger Allgemeinanamnese und bereits durchgeführten Parodontitistherapien zeigten sich nach Explantation 44 in regio 44 bis 46 ein ausgeprägter horizontaler und vertikaler sowie in regio 32 bis 41 ein horizontaler Alveolarfortsatzdefekt klinisch und in der dreidimensionalen Bildgebung (Digitale Volumentomographie, DVT). Vor erneuter Implantat­planung erfolgte eine Reevaluation des Status der Periimplantitis und Parodontitis. Es bestand der Verdacht auf eine Zementrest-assoziierte Periimplan­titis, welche zum Implantatverlust geführt haben könnte.

Material und Methode: Zwei mittels CAD-CAM Verfahren hergestellte patientenindividuelle allogene Knochentransplantate (Maxgraft bone builder®, Botiss, Zossen, Germany) wurden stabil zur Defektrekonstruktion eingebracht. Trotz Dehiszenz in Regio 31 zeigten sich beide Knochenblöcke nach 6 Monaten revaskularisiert und integriert. Es erfolgte die Implantation in regio 31, 41, 44 und 46. Eine festsitzende implantatprothetische Versorgung konnte 3 Monate später erfolgreich eingegliedert werden.

Ergebnisse: Die Kasuistik zeigt, dass eine funktionell und ästhetisch zufriedenstellende Defektrekonstruktion auch nach Periimplantitis, Explantation und bei konsequent vorbehandelter chronischer Parodontitis marginalis durch ein zweizeitiges operatives Vorgehen möglich ist. Eine kleinere lokale Dehiszenz über dem allogenen Transplantat schränkte das Gesamtergebnis der Augmentation nicht ein. Inwiefern das Augmentationsergebnis stabil bleibt, werden Langzeituntersuchungen zeigen müssen.

Alice Josephine Müller, Simon Peroz, Frank Peter Strietzel

Charité – Universitätsmedizin Berlin, Charité Centrum 3 für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Bereich Oralmedizin, zahnärztliche Röntgenologie und Chirurgie (Leitung: Univ. -Prof. Dr. Andrea-Maria Schmidt-Westhausen); Dr. Alice Josephine Müller, PD Dr. Frank-Peter Strietzel

Charité – Universitätsmedizin Berlin, Charité Centrum 3 für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Abteilung für Prothetik, Alterszahnmedizin und Funktionslehre (Leitung:...


(Stand: 11.02.2020)

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Aktuelle Ausgabe 1/2020

Im Fokus

  • Änderung der Bisslage bei einem Patienten mit Zahnhartsubstanzverlust
  • Implantatprothetische Rehabilitation bei durch Periimplantitis entstandenen Knochendefekten
  • Effektivität einer elektrischen „Waschzahnbürste“ auf die orale Plaquekontrolle

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