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Zahn(hartsubstanz)erhaltung 2.0 – Adhäsive Lösungen für nicht ganz alltägliche Fälle

DOI: 10.53180/dzz.2022.0007

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Schlüsselwörter: Adhäsivtechnik Frontzahntrauma Grenzindikationen Lückenschluss Reparatur Verschalungstechnik

Einführung: Die Etablierung adhäsiver Verfahren bietet eine Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten, deren Fokus in der Minimalinvasivität liegt. Mussten nach einem Frontzahntrauma früher großflächige direkte oder indirekte Restaurationen angefertigt werden, so ist es heutzutage möglich, vorhandene Zahnfragmente adhäsiv wiederzubefestigen. Auch Reparaturen vorhandener Restaurationen sind dank der Adhäsivtechnik zum festen Bestandteil zahn­erhaltender Maßnahmen geworden.

Methode: Die präsentierten Falldarstellungen demonstrieren die unterschiedlichen Einsatzbereiche der Adhäsivtechnik in sog. „Grenzindikationen“. Neben dem adhäsiven Reinserieren eines Zahnfragments nach unkomplizierter Kronen-Wurzel-Fraktur wird demonstriert, wie Restlücken im Seitenzahnbereich mithilfe der „Verschalungstechnik“ mittels Kompositadditionen geschlossen werden können. Der dritte Fall zeigt das Restaurieren einer deutlich subgingivalen Läsion mit modifizierter Matrizentechnik. Im letzten dargestellten Fall wird die intraorale Reparatur von vollkeramischen Veneers demonstriert.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Die präsentierten Fälle zeigen, welche Versorgungsmöglichkeiten adhäsive Verfahren auch für Grenzindikationen bieten. Dabei sollte der Fokus auf dem Erreichen einer adäquaten Trockenlegung als Grundvoraussetzung für die Adhäsivtechnik liegen. In den dargestellten Fällen kann dieses in tief subgingivalen Läsionen nur durch eine modifizierte Matrizentechnik erreicht werden. Intraorale Reparaturen sind ein probates Mittel, den Langzeiterfolg vorhandener indirekter Restaurationen zu erhöhen. Werden Adstringenzien zur Blutstillung eingesetzt, so empfiehlt sich bei Kontakt dieser Materialien zur Zahnhartsubstanz der Einsatz eines Etch-&-­Rinse-Adhäsivsystems.

 

Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde, Medizinische Hochschule Hannover: Prof. Dr. Anne-Katrin Lührs

Zitierweise: Lührs AK: Zahn(hartsubstanz)erhaltung 2.0 – Adhäsive Lösungen für nicht ganz alltägliche Fälle. Dtsch Zahnärztl Z 2022; 77: 78–87

Peer-reviewed article: eingereicht: 22.10.2021, revidierte Fassung akzeptiert: 07.12.2021

DOI.org/10.53180/dzz.2022.0007

Einleitung

Seit der Entdeckung der Schmelzkonditionierung, publiziert in der wohl am häufigsten...


(Stand: 06.04.2022)

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Aktuelle Ausgabe 2/2022

Im Fokus

  • Zahn(hartsubstanz)erhaltung 2.0 – Adhäsive Lösungen für nicht ganz alltägliche Fälle
  • Plastisch-ästhetische Korrektur der parodontal-restaurativen Schnittstelle
  • Karieserfahrung bei Kindern mit Marfan-Syndrom

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