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Plastisch-ästhetische Korrektur der parodontal-restaurativen Schnittstelle

DOI: 10.53180/dzz.2022.0008

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Schlüsselwörter: Papillenregeneration Rot-Weiß-Ästhetik Verletzung des suprakrestalen Attachments gingivale Rezession koronaler Verschiebelappen parodontal-restaurative Schnittstelle

Einführung: Die Weiterentwicklung der zahnärztlichen Werkstoffe hat zu einer erheblichen Verbesserung des ästhetischen Outcomes bei prothetischen Rehabilitationen beigetragen. Ein symmetrischer und harmonischer Verlauf der marginalen Gingiva sowie eine gesunde parodontal-restaurative Schnittstelle spielen für ein ästhetisches Ergebnis aber eine ebenso wichtige Rolle. In dem vorliegenden Fallbericht soll die Bedeutung der parodontal-restaurativen Schnittstelle herausgearbeitet werden und ein Therapieregime zur Wiederherstellung einer ansprechenden Rot-Weiß-Ästhetik vorgestellt werden.

Behandlungsmethoden: Die Patientin zeigte einen Einbruch im girlandenförmigen Verlauf der marginalen Gingiva Regio 21 und eine Verletzung des suprakrestalen Attachments an den Zähnen 21 und 22. Dies führte zu einer entzündlichen Reaktion und zur Atrophie der Interdentalpapille zwischen den Zähnen 21 und 22. Bei der Patientin wurden die Kronen an den Zähnen 21 und 22 entfernt, am Zahn 21 wurde eine neue Präparationsgrenze auf Höhe der Nachbarzahnrestaurationen angelegt und Kronenprovisorien wurden temporär eingegliedert. Im Anschluss wurde ein koronaler Verschiebelappen am Zahn 21 durchgeführt und im Rahmen der Heilungsphase durch Umformung der Kronenprovisorien die initial atrophierte Papille regeneriert. Abschließend wurden neue verblendete Vollkeramikkronen an den Zähnen 11, 21 und 22 eingegliedert.

Ergebnisse: Das klinische Ergebnis 2 Jahre nach koronalem Verschiebelappen offenbarte eine ansprechende Rot-Weiß-Ästhetik mit gesunden parodontalen Verhältnissen. Auch 6,5 Jahre postoperativ zeigte das klinische Bild stabile Verhältnisse im Bereich der plastischen Deckung.

Schlussfolgerung: Vor der Zahnpräparation gilt die parodontale Sondierung zur Erhebung von Sondierungstiefen und Entzündungszeichen als etabliert. Die Beschaffenheit der Gingiva (Verlauf der marginalen Gingiva, Phänotyp, Breite der keratinisierten Gingiva etc.) bleibt häufig unberücksichtigt, stellt aber einen wichtigen Einflussfaktor für ein stabiles, entzündungsfreies und ästhetisches Ergebnis dar. Eine präprothetische mukogingivalchirurgische Korrektur ist zu bevorzugen. Mit dem gezeigten Therapieregime kann unter der Voraussetzung intakter interdentaler Knochenverhältnisse auch nach prothetischer Versorgung die parodontal-restaurative Schnittstelle korrigiert werden.

 

Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde, Medizinische Hochschule Hannover: Prof. Dr. Ingmar Staufenbiel

Zitierweise: Staufenbiel I: Plastisch-ästhetische Korrektur der parodontal-restaurativen Schnittstelle. Dtsch Zahnärztl Z 2022; 77: 88–95

Peer-reviewed article: eingereicht: 08.11.2021, revidierte Fassung akzeptiert: 14.12.2021

DOI.org/10.53180/dzz.2022.0008

Einleitung

Bei der Anfertigung von zahnärztlichen Restaurationen stand lange Zeit die funktionelle...


(Stand: 06.04.2022)

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Aktuelle Ausgabe 2/2022

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  • Plastisch-ästhetische Korrektur der parodontal-restaurativen Schnittstelle
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