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Beeinflusst die Double-Layer-Technik die µTBS von Universaladhäsiven nach hämostatischer Kontamination?

DOI: 10.53180/dzz.2022.0011

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Schlüsselwörter: Dentin Double-Layer-Applikation Hämostatikum Kontamination Mikrozugversuch Universaladhäsive

Ziel der Untersuchung: Mit dieser In-vitro-Studie sollten die Auswirkung einer hämostatischen Kontamination sowie der Einfluss der Double-Layer-Technik auf die Dentinhaftung von zwei Universaladhäsiven sowohl isoliert als auch in Kombination beurteilt werden. Weiterhin sollte der Einfluss einer künstlichen Alterung durch Thermowechselbelastung (TC) untersucht werden.

Material und Methode: Der Haftverbund eines gefüllten (SBU) und eines ungefüllten Universaladhäsivs (PBA) zu unbehandeltem (Kontrolle) und mit durch Hämostatika kontaminiertem Dentin (Aluminiumchlorid (VC) vs. Eisensulfat (VS)) wurde mittels des Mikrozugversuchs (µTBS) bestimmt. Dabei erfolgte die Applikation des Adhäsivsystems im Single-Layer- bzw. Double-Layer-Modus. Die Verbundwerte zum Dentin (n = 45 Mikrosticks/Gruppe) wurden nach 24 Stunden und nach TC (15.000 Zyklen, 5/55 °C) gemessen. Die statistische Auswertung erfolgte mittels Welch-ANOVA und des Games-Howell-Tests (p < 0,05).

Ergebnisse: Die Welch-ANOVA zeigte signifikante Unterschiede zwischen den Versuchsgruppen (p < 0,001). Die Verbundwerte der SBU-Kontrollgruppen waren in Single- und Double-Layer nicht signifikant unterschiedlich. Für PBA zeigte sich eine signifikante Erhöhung der Haftwerte durch die Double-Layer- gegenüber der Single-Layer-Technik. Es bestand kein alterungsbedingter Einfluss auf die Verbundwerte. VC verringerte die Haftwerte beider Universal­adhäsive nach TC im Single-Layer-Modus signifikant. Die Double-Layer-Technik konnte die Haftwerte von SBU nach VC-Kontamination im Gegensatz zu äquivalenten PBA-Gruppen nicht steigern. VS beeinflusste die Haftwerte von SBU-Single-Layer weder vor noch nach TC. Bei Anwendung der Double-Layer-Technik verringerten sich die Haftwerte nach TC signifikant. Die Haftwerte von PBA nahmen durch VS vor und nach Alterung signifikant zu. Dieser Effekt blieb durch die Double-Layer-Technik unbeeinflusst.

Schlussfolgerungen: Die Double-Layer-Technik erhöht die Haftwerte des ungefüllten Universaladhäsivs PBA an der unbehandelten Dentinoberfläche signifikant, während sie die Haftwerte des gefüllten Universaladhäsivs SBU nicht beeinflusst. Der Einfluss der Hämostatika ist stark von der jeweiligen Materialkombination abhängig. VC kann die Haftwerte von Universaladhäsiven beeinträchtigen, durch die Double-Layer-Technik kann die Haftung eines ungefüllten Universaladhäsivs signifikant gesteigert werden. Eine Veränderung der Verbundkraft durch VS konnte für SBU nicht festgestellt werden, für PBA kam es sogar zu einer signifikanten Steigerung der Haftwerte.

 

Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde, Medizinische Hochschule Hannover: Fabienne Sophie Stutzbach*, Prof. Dr. Anne-Katrin Lührs*, Dr. Silke Jacker-Guhr

* gleichberechtigte Erstautorinnen

Zitierweise: Stutzbach FS, Lührs A-K, Jacker-Guhr S: Beeinflusst die Double-Layer-Technik die µTBS von Universaladhäsiven nach hämostatischer Kontamination? Dtsch Zahnärztl Z 2022; 77: 114–124

Peer-reviewed article: eingereicht: 15.11.2021, revidierte Fassung akzeptiert:...


(Stand: 06.04.2022)

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