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Selbstkontrolle durch einen digitalen Abakus zur Verbesserung der häuslichen Mundhygiene

DOI: 10.53180/dzz.2022.0012

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Schlüsselwörter: KIAZZPlus Mundhygiene Selbstkontrolle eAbakus

Einführung: Um ein optimales Ergebnis bei der eigenverantwortlichen häus­lichen Mundhygiene zu erzielen, sollte ein Patient die Möglichkeit haben, sowohl den Putzvorgang als auch das Putzergebnis eigenständig zu kontrollieren. Die Fortführung einer Pilotstudie im Cross-over-Design sollte zeigen, ob eine Kombination aus App und Abakus („eAbakus“) junge Senioren (65- bis 74-Jährige) bei der Eigenverantwortung und Umsetzung der Zahnputzsystematik und -technik „KIAZZPlus“ während der häuslichen Mundhygiene unterstützen kann.

Methode: Bei dem vorliegenden Studienabschnitt handelt es sich um die Fortführung einer Pilotstudie (Phase 4) im Cross-over-Design, deren Teilergebnisse (Phase 1–3) bereits publiziert wurden. Es wurden dieselben 16 Teilnehmer (8 weiblich, 8 männlich; durchschnittliches Alter: 72,06 ± 4,34 Jahre) einbezogen. In diesem Abschnitt sollten die Teilnehmer für 3 Wochen täglich die Durchführung ihrer häuslichen Mundhygiene (Registrierung der gereinigten Zahnflächen/Bereiche) mittels einer an die Bedürfnisse von Senioren angepassten App (eAbakus) dokumentieren. Zu Beginn (Phase t4a) und zum Ende (Phase t4b) wurden der Quigley-Hein-Index (QHI) und der modifizierte Approximalraum-Plaque-Index (mAPI) erhoben. Zusätzlich wurden die Teilnehmer zum Ende der Phase gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. Die Ergebnisse des vorliegenden Abschnitts wurden mit den vorherigen Phasen verglichen.

Ergebnisse: Zu Beginn des vorliegenden Studienabschnitts (t4a) zeigten die Probanden einen durchschnittlichen QHIt4a von 1,9 ± 0,5 und einen durchschnittlichen mAPIt4a von 2,9 ± 0,5. Zum Ende (t4b) zeigten die Probanden im Vergleich zu t4a im Mittel signifikant geringere Werte im Plaqueindex (PI) im Bereich der Glatt- (QHIt4b 0,8 ± 0,5; p=0,007) und Approximalflächen (mAPIt4b 1,4 ± 0,6; p = 0,005). Im Vergleich zu den vorherigen Abschnitten zeigten sich zu Beginn der Phasen im Bereich der Glattflächen keine signifikanten Unterschiede. Die PI im Bereich der Approximalflächen waren zu Beginn der Phasen 3 und 4 (t3a und t4a) signifikant geringer verglichen mit Beginn der Phase 1 (t0) (mAPIt0-mAPIt3a; p = 0,036; mAPIt0-mAPIt4a; p = 0,003).

Nach jeder Phase (t1, t2, t3b, t4b) wurden die PI im Bereich der Glatt- und Approximalflächen erneut ermittelt: Im Bereich der Glattflächen war der PI zum Zeitpunkt t1 signifikant höher als zum Zeitpunkt t4b (QHIt1-QHIt4b; p< 0,001); im Bereich der Approximalflächen war der PI zu den Zeitpunkten t1 und t2 signifikant höher als zum Zeitpunkt t4b (mAPIt1-mAPIt4b; p < 0,001; mAPIt2-mAPIt4b; p = 0,044).

Schlussfolgerung: Es konnte gezeigt werden, dass eine an die Bedürfnisse von Senioren angepasste App ein geeignetes Mittel ist, ältere Patienten bei der Selbstkontrolle der häuslichen Mundhygiene zu unterstützen und die Mundhygiene signifikant zu verbessern.

 

Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde, Hannover: Prof. Dr. Hüsamettin Günay, Nikita Diedrich, Dr. Karen Meyer-Wübbold

Zitierweise: Günay H, Diedrich N, Meyer-Wübbold K: Selbstkontrolle durch einen digitalen Abakus zur Verbesserung der häuslichen Mundhygiene.

Dtsch Zahnärztl Z 2022; 77: 125–136

Peer-reviewed article: eingereicht: 15.11.2021, revidierte Fassung akzeptiert: 01.02.2022

DOI.org/10.53180/dzz.2022.0012

Einleitung

Der Begriff „Gesundheitskompetenz“...


(Stand: 06.04.2022)

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