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„Einmal um die ganze Welt …“. Unaufgeforderte Kongresseinladungen via E-Mail*

DOI: 10.3238/dzz.2020.0134-0139

“Once around the world …”. Unsolicited congress invitations via e-mail

*Deutsche Version der englischen Erstveröffentlichung Türp JC: “Once around the world …”. Unsolicited congress invitations via e-mail. Dtsch Zahnärztl Z Int 2020; 2: 56–61

Zitierweise: Türp JC: „Einmal um die ganze Welt …“. Unaufgeforderte Kongresseinladungen via E-Mail. Dtsch Zahnärztl Z 2020; 75: 134–139

DOI.org/10.3238/dzz.2020.0134–0139

Wissenschaftlich tätige Personen sind seit einigen Jahren Adressaten von E-Mails, in denen für die Teilnahme an zwei- oder drei-, bisweilen auch viertägigen Fachkonferenzen geworben wird. Nicht selten wird den Angeschriebenen angeboten, als Referent oder Vorsitzender aufzutreten. Die Fachliteratur zu diesem Thema ist überschaubar, da limitiert [1–10, 13, 17, 18, 20, 21, 23–26, 29–35]. Bei den meisten Publikationen handelt es sich um kurze Beiträge, wie Editorials oder Briefe an die Herausgeber. Es gibt sehr wenige datengestützte Analysen zu diesem Phänomen [6, 27]. In dem bislang einzigen Beitrag aus der Zahnmedizin beschreibt der britische Parodontologe Peter Heasman seine Erfahrungen mit den Veranstaltern solcher Zusammenkünfte [17].

Um sich aus zahnmedizinischer Sicht einen Überblick über das Ausmaß dieses Unwesens zu verschaffen, wurden die zwischen 1. und 31. Januar 2020 bei meiner Mailadresse <jens.tuerp@unibas.ch> eingegangene E-Post (einschließlich Spam-Ordner) gesammelt und ausgewertet.

Ergebnis

Im Berichtszeitraum wurden 38 Mails empfangen. Diese nahmen Bezug auf 32 Kongresse, die man besuchen bzw. bei denen man vortragen sollte. Bei den restlichen 6 Mails handelte es sich um Nachfragen („we have contacted you before [...]“).

Die 32 Veranstaltungen fanden bzw. finden in 23 touristisch attrak­tiven Städten in 16 asiatischen, europäischen und nordamerikanischen Ländern statt (Tab. 1).

Land

Zahl

Stadt

Japan

5

Osaka (4), Tokio

Italien

4

Rom (2), Mailand, Venedig

China

3

Dalian (2), Chengdu

Kanada

3

Vancouver (2), Toronto

Spanien

3

Barcelona (2), Valencia

Deutschland

2

Berlin

Portugal

2

Lissabon

USA

2

Dallas, Las Vegas

England

1

London

Frankreich

1

Paris

Griechenland

1

Thessaloniki

Malaysia

1

Kuala Lumpur

Polen

1

Krakau

Tschechische Republik

1

Prag

Singapur

1

Singapur

Thailand

1

Bangkok

Tabelle 1 Die 16 Veranstaltungsländer mit ihren Städten, gereiht nach der Zahl der Konferenzen

Drei von vier Eingängen waren fachfremd (Tab. 2), d. h. nur 8 Konferenzen bezogen sich auf die Zahnmedizin (Tab. 3). Jede dieser Veranstaltungen wird von einer anderen Firma organisiert.

Konferenztitel

11th Neurotalk’s Brain Health Conference

International Conference on Neurology & Neuro Disorders

International Conference on Alzheimer’s Disease & Dementia

3rd International Conference on Addiction Therapy and Clinical Reports

International Conference on Emergency and Critical Care Medicine

World Congress on Geriatrics and Palliative Care

Orthopedics and Rheumatology World Forum 

World Conference on Osteoarthritis and its Complications

World Congress on Pain Research & Management

39th Annual The European Society of Regional Anaesthesia & Pain Therapy (ESRA) Congress

World Congress on ENT

Global Congress on Nephrology & Urology

Preventive Medicine and Healthcare Congress

13th Annual World Cancer Congress

3rd Edition of Nursing & Healthcare

Nursing, Practice and Care

International Conference on Cell Science & Tissue Science

Association for Molecular Pathology (AMP) Europe 2020 Congress

11th Annual World DNA and Genome Day-2020

4th International Conference on Biological Information and Biomedical Engineering

8th Annual Conference of AnalytiX-2020

4th Global Summit on Nanotechnology

Nano Science and Technology-2020

Global Conference on Plastic Aesthetic and Reconstructive Surgery

Tabelle 2 Die Titel der 24 fachfremden Konferenzen

Die Teilnahmegebühren sind hoch, wie in Tabelle 3 am Beispiel des Haltens eines Vortrags („[academic] speaker registration“) dokumentiert.

Konferenztitel

Stadt

Veranstalter

Datum

Teilnahmegebühr für Referat

6th Global Summit and Expo on Dental and Oral Health

Krakau

Scientific Federation,

Indien

23.–24.03.2020

$699 – $799 – $899

(early bird, standard, on spot registration)

3rd International Conference on Dentistry, Implantology and Oral Health 

Berlin

Cientific Group,

Singapur

18.–19.03.2020

$ 699

International Conference on Dentistry and Integrated Medicine

Osaka

Ology Mavens,

Kanada / Indien

29.–30.04.2020

$699 – $799 – $899

(early bird, standard, on spot registration)

IDF-2020: Transforming the Face of Dentistry

Lissabon

Innovinc Intcon Pvt Ltd,

Indien

15.–17.06.2020

$699 – $799 – $899

(early bird, mid-on, final registration)

Global Conference on Clinical Dentistry and Oral Health

Dallas

Moraft Corporation,

USA

11.–12.06.2020

$599 – $699 – $799

(early bird, standard, event day)

International Congress on Clinical Dentistry and Practice

Vancouver

Peers Alley Media,

Kanada

20.–21.07.2020

$599 – $699 – $799

(early bird, standard, event day)

Annual Congress on Oral Care & Dentistry

Tokio

Conference Series LLC LTD

(OMICS Publishing Group)

Indien

16.–17.09.2020

$650 – $740 – $830

(early bird, standard, final call)

World Congress on Dentistry and Oral Health

Singapur

Axiomatic Conferences,

England

25.–26.03.2021

$799 – $899 – $999

(early bird, standard, on spot)

Tabelle 3 Die 8 zahnmedizinischen Konferenzen, mit Titel, Ort, Organisator, Datum und Kosten der Veranstaltung

Wertung

Auffällig ist, dass sich die meisten E-Mails auf Konferenzen beziehen, die mit Zahnmedizin nichts zu tun haben. Andere Autoren berichteten Vergleichbares [6, 27]. Mit Recht fragen daher die Dermatologen Jakhar und Kaur: „Welchen Nutzen soll ein Dermatologe aus einer petrochemischen Konferenz ziehen?”1[18].

Das Anbieten von Tagungen in beliebten Städten scheint für die Veranstalter trotz der von ihnen verlangten hohen Gebühren ein einträg­liches Geschäftsmodell zu sein. Die Webseite des nach eigenen Angaben größten diesbezüglichen Organisators, Conference Series LLC Ltd2 – einer Tochtergesellschaft der OMICS Publishing Group3 – listet eine beeindruckende Zahl von in Europa, Asien und Nord- und Südamerika abgehaltenen Veranstaltungen auf. Die Titel der dargebotenen Kongresse beinhalten auffallend häufig Adjektive wie „International“, „World“ und „Global“.

Dessen ungeachtet scheinen bezüglich der Veranstalter Zweifel angebracht. So sind alle 8 Organisatoren der zahnmedizinischen Konferenzen auf der „Questionable Confer­ences”-Liste der Bibliothek des renommierten California Institute of Technology (Caltech Library) aufgeführt4. Darunter befindet sich eine indische Verlagsgruppe, die im April 2019 von dem Bezirksgericht in Nevada zu einer Geldstrafe von über 50 Millionen US-Dollar verurteilt wurde, weil sie „gegenüber Akademikern und Forschern irreführende Behauptungen über die Art ihrer Konferenzen und Publikationen machte und hohe Veröffentlichungsgebühren verheimlichte“5[14].

Die folgenden Tipps geben in Summe einen Hinweis darauf, ob eine Konferenz eine Predatory Conference ist. Jeder einzelne Punkt an sich ist jedoch nicht als Ausschlusskriterium zu verstehen; entscheidend ist der Gesamteindruck.

1. Sie haben vorher noch nie von der Konferenz gehört.

2. Sie werden per E-Mail zur Konferenz eingeladen, eventuell sogar als Keynote-Speaker.

3. Sie, beziehungsweise niemand aus Ihrem Umfeld hat die Konferenz jemals besucht.

4. Eine Online-Suche nach „predatory conference <Konferenzname>“ oder „predatory conference <Veranstalter>“ ergibt Treffer und Erfahrungsberichte.

5. Die Konferenzseite im Internet ist unprofessionell, es fehlen wichtige Angaben.

6. Erhobene Gebühren weichen sehr stark vom Durchschnitt ab, oft sind sie nur versteckt zu finden.

7. Der Titel der Konferenz ist extrem weit gefasst.

8. Die Programmdetails der Konferenz sind unstrukturiert dargestellt, unter Umständen sogar lückenhaft.

9. Es wird prominent mit einer schönen Konferenzumgebung geworben (bis hin zu Urlaubsorten oder Tagungen auf Kreuzfahrtschiffen).

10. Es wird mit prominenten Personen wie Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträgern geworben.

11. Die Konferenz wird von einer Vielzahl an überdurchschnittlich namhaften Sponsoren unterstützt, oft ohne Bezug zum Konferenzthema.

12. Es wird mit einem sehr schnellen Annahmeverfahren der Konferenzbeiträge oder Abstracts geworben.

13. Es gibt keine klaren Aussagen zum Peer-Review-Verfahren oder zur Veröffentlichung der Konferenzbeiträge.

14. Veröffentlichungen aus vorangegangenen Jahrgängen der Konferenz sind in keiner gängigen wissenschaftlichen Quelle zu finden.

Tabelle 4 Checkliste „Predatory Conferences“ des Forschungszentrums Jülich [15]

(Mit freundlicher Genehmigung des Forschungszentrums Jülich)

Der investigative Journalist (und Medizinlaie) Peter Onneken hat filmisch dokumentiert, wie solche Konferenzen ablaufen [28]. Er gab sich als Forschungsleiter eines (nicht existierenden) Kölner „Instituts für Diät und Gesundheit aus“. Mit einer für diesen Zweck geänderten Biographie und einem holprigen, augenscheinlich nicht begutachteten Kongressabstract (“The impact of Salvia hispanica L. enhanced nutrition on breast cancer prevention”6) schaffte er es problemlos, im Mai 2018 in Frankfurt am Main auf dem „7th World Congress on Breast Cancer“ einen „wissenschaftlichen“ Vortrag zu halten. In dem Film sieht man, wie Onneken am Abend vor seinem Vortrag sein Referat vorbereitet:

„Ich bin so etwas wie der Headliner für Tag zwei. Ich halte den Eröffnungsvortrag. Ich spreche zur Rolle von Salvia hispanica in der Brustkrebsprävention. Jetzt kopiere ich erstmal Wikipedia.“

Kurz vor seinem Referat gibt er zu Protokoll:

„Und jetzt muss ich mal gucken, wie weit ich mit meinem Copy-Paste-Vortrag, den ich gestern Abend erstellt habe, komme.“

Und weiter:

„Jetzt gilt’s Nerven behalten. Und dann lese ich einfach so aus Wikipedia vor. Wort für Wort. Mehr schlecht als recht. Keiner sagt irgendwas. Und auch der Rest meines Vortrags sind Allgemeinplätze. Oder zusammenkopierte Artikel. Für die Kongressbesucher scheinbar ganz normal. Geschafft. Und die Professorin hat sogar ein Lob für mich.“

Für seine Recherche erhielt Onneken 2019 den Journalistenpreis „Evidenzbasierte Medizin in den Medien“ des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin (DNEbM).

Im Internet finden sich vergleichbare Berichte von Teilnehmern solcher Konferenzen [12, 16, 22]. Allerdings bedeutet dies nicht, dass die auf diesen Veranstaltungen gehaltenen Referate ausnahmslos von schlechter Qualität sind, auch wenn Eduardo Franco (McGill University, Montreal) notierte [16]: „Einige unserer Junior-Professoren und angesehenen Senior-Professoren nahmen an diesen Konferenzen teil, weil sie in gutem Glauben waren, aber als sie dort ankamen, stellten sie fest, wie klein und lächerlich diese Konferenzen waren.“7

Liste Englischer Begriffe

Bogus conference

Dubious conference

Fake conference

Flaky conference

Fraudulent conference

Hijacked conference

Predatory conference

Sham conference

Sketchy conference

Questionable conference

Vanity conference

Tabelle 5 Englische Begriffe für fragwürdige Konferenzen („Scheinkonferenzen”)

(Tab. 1–3 und Tab. 5: Türp)

Schlussfolgerungen

Die vorliegenden Hinweise deuten darauf hin, dass es den Veranstaltern solcher „Kongresse“ nicht um wissenschaftlich akzeptable Inhalte bzw. um wissenschaftlichen Austausch geht, sondern um Gewinnmaximierung: „Bei Raubkonferenzen wird in erster Linie nach Gewinn gestrebt, und zwar in einem Pay-to-Play-Modell, bei dem Forscher Geld geben, um auf der Veranstaltung sprechen zu dürfen. Infolgedessen haben räube­rische Konferenzorganisatoren wohl wenig Bedenken hinsichtlich der Qualität oder Genauigkeit der von ihnen akzeptierten Abstracts oder der von ihnen eingeladenen Redner“8 [6].

„Like predatory journals, predatory conferences may undermine our science and clinical practice through the dissemination of questionable information or presentation to an inappropriate audience.“

Annette M. Bourgault, Herausgeberin der Zeitschrift „CriticalCareNurse“ [4]

Typische wiederkehrende Auffälligkeiten in Zusammenhang mit solchen Veranstaltungen sind (neben den in Tabelle 4 genannten Merkmalen) u.a. (vgl. [3, 6, 8, 24, 29]:

  • Einladung zu einer fachfremden Konferenz;
  • ausgesprochen höfliche, schmeichelnde Anschreiben („a celebrated leader in the field“);
  • Angebot, als Referent, Hauptredner („keynote speaker“) und/oder Mitglied des Organisationskomitees aufzutreten (ohne den bei seriösen Kongressen üblichen Erlass der Teilnahmegebühren);
  • auffallende Ähnlichkeit der Konferenztitel mit denjenigen wissenschaftlich integrer Konferenzen;
  • Kongressorganisation durch Firmen ohne Bezug zu oder Beteiligung von Fachgesellschaften oder Universitäten;
  • auf der die Konferenz bewerbenden Webseite Verwendung von Namen und Fotos von Wissenschaftlern ohne deren Erlaubnis bzw. Kenntnis;
  • kaum Informationen über Mitglieder des Kongresskomitees;
  • keine direkten Ansprechpartner auf der Webseite;
  • sprachlich fehlerhafte Texte in E-Mails und/oder auf der Web­seite;
  • wenige bzw. ungenaue Angaben über das Kongressprogramm;
  • keine Angaben über den genauen Veranstaltungsort in der betreffenden Stadt (in der Regel ein Hotel);
  • hohe Teilnahmegebühren (die zum Teil erst nach der Zusage der Teilnahme in vollem Umfang genannt werden);
  • ungewöhnlich rasche Annahme von Konferenzabstracts, unabhängig von ihrer Qualität;
  • offensichtliche fehlende qualita­tive Begutachtung der eingereichten Texte;
  • mangelhafte Vor-Ort-Organisation;
  • angekündigte, aber nicht erscheinende Referenten;
  • geringe Teilnehmerzahl;
  • nur kurzzeitig auftauchende und relativ rasch verschwindende Teilnehmer;
  • weitestgehend unbekannte Referenten;
  • ungewöhnlich große, bisweilen multidisziplinäre Variationsbreite von Vortragsthemen;
  • Parallelkongresse verschiedenen Themen in derselben Lokalität;9
  • Zusammenlegung von in derselben Lokalität parallel stattfindenden Konferenzen verschiedener Diszi­plinen zu einer einzigen Veranstaltung;
  • inflationäre Vergabe von Auszeichnungen („awards“);
  • keine Rückerstattung der Kongressgebühren bei Stornierung der Teilnahme oder bei Ausfall der Veranstaltung;
  • Publikation des Konferenzbeitrags ohne Erlaubnis und Wissen des Referenten.

„I strongly recommend that all researchers and clinicians from all countries avoid these meetings.”

Peter A. Heasman, emeritierter Professor der Parodontologie, School of Dental Sciences, Newcastle upon Tyne, England [17]

Die im Englischen üblichen Begriffe zur Charakterisierung solcher Veranstaltungen sind in Tabelle 5 zusammengefasst. Im Deutschen spricht man von „Scheinkonferenzen“ oder „Raubkonferenzen“.

Empfehlung

Eine Teilnahme an diesen Konferenzen – genauer: an diesen kommerziell ausgerichteten Konferenz-Imitaten mit Seminarcharakter – kann die wissenschaftliche Karriere negativ beeinflussen [4]. Aufklärung tut daher Not [19], zumal das Internet nichts vergisst [11]. Die vom Forschungszentrum Jülich veröffentlichte „Checkliste Predatory Conferences“ [15] kann neben den unter „Schlussfolgerungen“ gegebenen Hinweisen als Hilfe dienen, um dubiose, profitgesteuerte Veranstaltungen im Voraus zu erkennen (Tab. 4) und damit Geld- und Zeitverschwendung sowie Reputa­tionsverlust zu verhindern.

Literatur

  1. Asadi A, Rahbar N, Rezvani MJ, Asadi F: Fake/bogus conferences: Their features and some subtle ways to differentiate them from real ones. Sci Eng Ethics 2018; 24: 779–784
  2. Asadi A: Invitation to speak at a conference: The tempting technique adopt­ed by predatory conferences‘ organizers. Sci Eng Ethics 2019; 25: 975–979
  3. Beshyah SA: Fake academia and bogus conferences are on the rise in the Middle East: Time to act. Ibnosina J Med Biomed Sci 2017; 9: 147–149
  4. Bourgault AM: Predatory confer­ences: not the meeting you expected. Crit Care Nurse 2019; 39: 10–12
  5. Bowman JD: Predatory publishing, questionable peer review, and fraudulent conferences. Am J Pharm Educ 2014; 78: 176
  6. Cobey KD, de Costa e Silva M, Mazzarello S et al.: Is this conference for real? Navigating presumedpredatory confer­ence invitations. J Oncol Pract 2017; 13: 410–413
  7. Cortegiani A, Manca A, Giarratano A: Predatory journals and conferences: why fake counts. Curr Opin Anaesthesiol 2019; 33: 192–197
  8. Cress PE: Are predatory conferences the dark side of the Open Access movement? Aesthet Surg J 2017; 37: 734–738
  9. Dadkhah M, Jazi MD, Pacukaj S: Fake conferences for earning real money. Mediterr J Soc Sci 2015; 6: 11–12
  10. Darbyshire P: Fake news. Fake jour­nals. Fake conferences. What we can do. J Clin Nurs 2018; 27: 1727–1729
  11. Diesterhöft M: Das Recht auf medialen Neubeginn. Die „Unfähigkeit des Internets zu vergessen“ als Herausforderung für das allgemeine Persönlichkeitsrecht. Beiträge zum Informationsrecht. Band 33. Duncker & Humblot, Berlin 2014
  12. Edwards R: OMICS Group conferences – sham or scam? (Either way, don‘t go to one!) (2013) www.cabbagesofdoom.blogspot.com/2013/07/omics-group-conferences-sham-or-scam.html (letzter Zugriff am 20.05.2020)
  13. Erdağ TK: Be aware of predatory/fake conferences! Turk Arch Otorhinolaryngol 2019; 57: 111–112
  14. Federal Trade Commission: Court rules in FTC’s favor against predatory academic publisher OMICS group; imposes $50.1 Million judgment against defendants that made false claims and hid pub­lishing fees. 3. April 2019. www.ftc.gov/news-events/press-releases/2019/04/court-rules-ftcs-favor-against-predatory-academic-publisher-omics (letzter Zugriff am 20.05.2020)
  15. Forschungszentrum Jülich: Predatory Conferences. Schwarze Schafe unter wissenschaftlichen Konferenzen. (2018). www.fz-juelich.de/zb/DE/Leistungen/Open_Access/predatory_publishers/ predatory_conferences/predatory_confer ences_node.html (letzter Zugriff am 20.05.2020)
  16. Gillis A: Poor-quality, predatory conferences prey on academics (2018). www.universityaffairs.ca/news/news- article/poor-quality-predatory-confer ences-prey-academics/ (letzter Zugriff am 20.05.2020)
  17. Heasman PA: Unravelling the mysteries of predatory conferences. Br Dent J 2019; doi: 10.1038/sj.bdj.2019.101
  18. Jakhar D, Kaur I: Predatory confer­ences: a flimflam academic deception. Clin Exp Dermatol 2019; 44: 948–949
  19. Kant I: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? Berlin Monatsschr 1784; 481–494
  20. Kovach CR: Buyer Beware: avoiding the minefield of predatory conferences. Res Gerontol Nurs 2018; 11: 279–280
  21. Laskowski-Jones L: Don‘t fall for predatory conferences either. Nursing 2017; 47: 6
  22. Mackenzie RJ: Inside a “fake” conference: A journey into predatory science. (2019). www.technologynetworks.com/tn/articles/inside-a-fake-conference-a-journey-into-predatory-science-321619 (letzter Zugriff am 20.05.2020)
  23. Manohar PR: Predatory conferences in the field of ayurveda and alternative medicine: Need for quality checks. Anc Sci Life 2017; 36: 115–116
  24. McCrostie J: Predatory conferences: A case of academic cannibalism. In High Educ 2018; 93: 6–8
  25. Memon AR, Azim ME: Predatory conferences: Addressing researchers from developing countries. J Pak Med Assoc 2018; 68: 1691–1695
  26. Mercier E, Tardif PA, Emond M, Le Sage N: Predatory publishers and fraudulent conferences: Perspectives and implications for novice researchers. Perspect Med Educ 2017; 6: 433–434
  27. Mercier E, Tardif PA, Moore L, Le Sage N, Cameron PA: Invitations received from potential predatory publishers and fraudulent conferences: a 12-month early-career researcher experience. Postgrad Med J 2018; 94: 104–108
  28. Onneken P: Betrug statt Spitzenforschung – Wenn Wissenschaftler schummeln. 24. Juli 2018. Verfügbar bis 24. Juli 2023 in der Mediathek des Westdeutschen Rundfunks. www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/ video-betrug-statt-spitzenforschung---wenn-wissenschaftler-schummeln-100.html (letzter Zugriff am 20.05.2020)
  29. Pawar M: Predatory conferences: Caveat emptor! J Eur Acad Dermatol Venereol 2018; 32: e308–e309
  30. Rice Simpson K: Predatory confer­ences. MCN Am J Matern Child Nurs 2019; 44: 185
  31. Rossiter RC, Stone TE: „Buyer Be­ware!“ predatory conferences: avoiding an expensive mistake. Nurs Health Sci 2016; 18: 414–415
  32. Sonne C, Ok YS, Lam SS, Rinklebe J, Alstrup AKO, Kim KH: First predatory journals, now conferences: the need to establish lists of fake conferences. Sci Total Environ 2020; 715: 136990
  33. Sorooshian S: Conference wolves in sheep‘s clothing. Sci Eng Ethics 2017; 23: 1805–1806
  34. Uschakow M: Predatory Science und Fake Conferences in der Kommunikationswissenschaft. Eine Befragung österreichischer KommunikationswissenschaftlerInnen über Einladungen zu Fake Conferences in den vergangenen fünf Jahren. Bakkalaureusarbeit. Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Universität Wien, 2019
  35. Yoder-Wise PS: Predatory publication: The conference version. J Contin Educ Nurs 2017; 48: 3

1. „What will a dermatologist gain out of a petrochemical conference?”

2. www.conferenceseries.com (letzter Zugriff am 20.05.2020)

3. www.omicsgroup.org (letzter Zugriff am 20.05.2020)

4. Caltech: Open Access / Predatory Publishers / Questionable Conferences: Home. Last Updated: Apr 3, 2020. libguides.caltech.edu/c.php (letzter Zugriff am 20.05.2020)

5. “A federal judge has ordered journal publisher and conference organizer […] and his companies to pay more than $50.1 million to resolve Federal Trade Commission charges that they made deceptive claims to academics and researchers about the nature of their conferences and publications, and hid steep publication fees.” [14]

6. Abstract unter www.omicsonline.org/proceedings/the-impact-of-salvia-hispanica-l-enhanced-nutrition-on-breast-cancer-prevention-85333.html (letzter Zugriff am 20.05.2020)

7. “Some of our junior faculty and respected senior professors attended these conferences because they thought they were bona fide, but once they got there, they realized how small and Mickey Mouse they were.” [16]

8. “Predatory conferences are thought to primarily seek profits, in a pay-to-play model where researchers give money to speak at the event. Consequently, predatory con­ference organizers may have little concern for the quality or rigor of the abstracts they accept or the speakers they invite.“ [6]

9. Zum Beispiel waren für den 23./24.03.2020 in Madrid folgende sechs Kongresse desselben Veranstalters angekündigt <www.conferenceseries.com/spain-meetings>: Digital Marketing, Healthcare, And Technology Summit; International Conference On Pathology (Oral & Maxillofacial); 5th International Conference On Prosthodontics & Orthodontics; 18th International Conference On Breast Pathology And Cancer Diagnosis; International Conference On Pathology And Pathological Disorders; 33rd International Conference On Dental Science & Adavanced Dentistry. [Hinweis: Die Orthografie wurde vom Original übernommen.]

Prof. Dr. Jens c. Türp

UZB-Universitätszahnkliniken

Klinik für Oral Health & Medicine

Abteilung Myoarthropathien/ Orofazialer Schmerz

Mattenstrasse 40

CH-4058 Basel, Schweiz

jens.tuerp@unibas.ch

(Foto: J. C. Türp)


(Stand: 03.08.2020)

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