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Kenntnisstand von Frauen mit Migrationshintergrund über zahnärztliche Frühprävention

DOI: 10.3238/dzz.2017.4992

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Schlüsselwörter: Informationsstand Migrationshintergrund russisch türkisch zahnärztliche Gesundheitsfrühförderung

Einleitung: Menschen mit Migrationshintergrund scheinen eine schlechtere Mundgesundheit als Menschen ohne Migrationshintergrund zu haben. Vor allem bei Kindern mit Migrationshintergrund ist eine höhere Kariesprävalenz zu beobachten. Das Gesundheitswesen steht somit vor der Aufgabe, Personen mit Migrationshintergrund effektiver in die zahnärztliche Versorgung einzubinden. Diese Studie sollte den aktuellen Kenntnisstand von Müttern 3- bis 4-jähriger Kinder mit russischem und türkischem Migrationshintergrund über die Zahn- und Mundgesundheit und Möglichkeiten der zahnärztlichen Gesundheitsfrühförderung evaluieren und diesen mit einer 10 Jahre zurückliegenden Befragung vergleichen. Es sollte evaluiert werden, ob in dieser Bevölkerungsgruppe innerhalb von 10 Jahren ein Informationszuwachs stattgefunden hat.

Methode: Mithilfe eines selbstkonzipierten Multiple-Choice-Fragebogens erfolgte in Form eines Face-to-Face-Interviews 2007 und 2016 eine Befragung von Müttern 3– bis 4-jähriger Kinder in Kindergärten, Kinderarztpraxen und sozialen Einrichtungen.

Ergebnisse: 2007 wurden insgesamt 300 (150 mit russischem und 150 mit türkischem Migrationshintergrund) und 2016 insgesamt 153 Frauen (59 mit russischem und 94 mit türkischem Migrationshintergrund) befragt. 2007 zeigten sich bei beiden Gruppen ein unzureichendes Präventionsverhalten, sowie ein unzureichender Kenntnisstand über die Zahn- und Mundgesundheit ihrer Kinder und über die Möglichkeiten zahnärztlicher Frühpräventionsprogramme. Sowohl das Präventionsverhalten als auch der Kenntnisstand waren 2016 zwar höher, stellten sich allerdings noch immer als gering dar.

Schlussfolgerung: Um den Kenntnisstand bei Frauen mit Migrationshintergrund über die Zahn- und Mundgesundheit zu erhöhen, sollten spezielle zielgruppenorientierte Strategien entwickelt werden.

Schlüsselwörter: Migrationshintergrund; russisch; türkisch; zahnärztliche Gesundheitsfrühförderung; Informationsstand

Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde, Hannover: Dr. Karen Meyer-Wübbold, PD Dr. Alexander Rahman, Anastasia Stepura-Breunig, Ayse Alagöz, Prof. Dr. Werner Geurtsen, Prof. Dr. Hüsamettin Günay

Zitierweise: Meyer-Wübbold K, Rahman A, Stepura-Breunig A, Alagöz A, Geurtsen W, Günay H: Kenntnisstand von Frauen mit Migrationshintergrund über zahnärztliche Frühprävention. Dtsch Zahnärzt Z 2019; 74: 244–255

Peer-reviewed article:...


(Stand: 15.08.2019)

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Aktuelle Ausgabe 4/2019

Im Fokus

  • Minimalinvasive Therapie einer spät diagnostizierten Dentinogenesis imperfecta
  • Kenntnisstand von Frauen mit Migrationshintergrund über zahnärztliche Frühprävention
  • Validierung eines Fragebogens zur Erkennung von Zahnbehandlungsangst bei Jugendlichen

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