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Entfernung von Kalziumhydroxid-Einlagen aus dem Wurzelkanalsystem mit verschiedenen Spüllösungen und -methoden*

DOI: 10.53180/dzz.2022.0025

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Schlüsselwörter: Instrumentenkonizität Kalziumhydroxid Wurzelkanalaufbereitung Wurzelkanalspülung passive Ultraschallspülung (PUI)

Einleitung: Ziel der Arbeit war der Vergleich verschiedener Methoden zur Entfernung von Kalziumhydroxid (Ca(OH)2) aus Wurzelkanälen.

Material und Methoden: 160 extrahierte menschliche Zähne wurden in 2 Gruppen aufgeteilt. In Gruppe 1 (n = 80) wurden alle Wurzelkanäle mit Handinstrumenten bis zur ISO-Größe 40 und in Gruppe 2 (n = 80) mit rotierenden Nickel-Titan-Feilen (Mtwo) bis zur Größe 04/40 aufbereitet. Nach Spülung wurden alle Wurzelkanäle mit Ca(OH)2 gefüllt und die Zugangskavität provisorisch verschlossen. Alle Zähne wurden für 7 Tage bei 37 °C und 100 % Luftfeuchtigkeit gelagert. Nach der Lagerung wurde bei der Hälfte der Proben beider Gruppen (n = 40) eine Wurzelkanalspülung ohne vorherige Instrumentierung durchgeführt. Bei der anderen Hälfte (n = 40) wurden die Wurzelkanäle mit einer Hedströmfeile ISO Größe 45 auf Arbeitslänge instrumentiert. Alle Proben wurden in Untergruppen (n = 10) aufgeteilt und mit 5 ml NaCl-Lösung 0,9 %, CHX 2 % bzw. NaOCl 2,5 % mit oder ohne Ultraschallaktivierung gespült. Mittels rasterelektronenmikroskopischer Auswertung wurde die Sauberkeit der Wurzelkanalwände auf einer Skala von 1 (kein Ca(OH)2 sichtbar) bis 5 (ausgeprägte Ca(OH)2-Schicht) bewertet. Die erhobenen Daten wurden mittels Kruskal-Wallis-Test statistisch ausgewertet (p < 0,05).

Ergebnisse: Durch Ultraschall aktiviertes NaOCl entfernte signifikant mehr Ca(OH)2 als alle anderen Lösungen oder Methoden (p < 0,05). Die Konizität der Instrumente (Handinstrumente 2 % oder NiTi-Feilen 4 %) sowie die Instrumentierung vor der Spülung hatten keinen signifikanten Einfluss (p > 0,05). Bei allen getesteten Spüllösungen war das Ergebnis innerhalb der jeweiligen Gruppe unabhängig von der Lage der untersuchten Stelle im Wurzelkanal (p > 0,05).

Schlussfolgerung: Nur die passive Ultraschallaktivierung war in der Lage, Ca(OH)2 ausreichend aus dem Wurzelkanal zu entfernen. Weder die Konizität der verwendeten Instrumente noch eine Instrumentierung vor der Spülung hatte einen signifikanten Einfluss auf die Entfernbarkeit von Ca(OH)2.

Poliklinik für Parodontologie und Zahnerhaltung, Westfälische Wilhelms-Universität, Waldeyerstr. 30, 48149 Münster, Deutschland: Dr. med. dent. Carolin Sabine Harms, Prof. Dr. med. dent. Till Dammaschke; Privatpraxis, Große Bäckerstr. 18, 21335 Lüneburg, Deutschland: Dr. med. dent. Vesna Husemann; Zentrale interdisziplinäre Ambulanz, Univeritätsklinikum Münster, Waldeyerstr. 30, 48149 Münster, Deutschland: Dr. med. dent. Edgar Schäfer

*Deutsche Version der englischen Erstveröffentlichung Harms...


(Stand: 11.10.2022)

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