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Bildung und Nachweis von Titanpartikeln während der Implantatinsertion*

DOI: 10.3238/dzz.2021.0024

Eine Ex-vivo-Studie in menschlichem Spenderknochen

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Schlüsselwörter: Bio-Tribokorrosion Partikel Titan Verschleiß menschlicher Spenderknochen

Berichtigung
In der gedruckten Ausgabe 6/2021 der DZZ ist uns ein Fehler unterlaufen: In der Arbeit von Friedrich Müller, Janine Müller, Maximilian Schmidt-Breitung, Marcus Horn, Philipp Merkt, Viktor Foltin: „Bildung und Nachweis von Titanpartikeln während der Implantatinsertion“, haben die ersten beiden Einträge im Literaturverzeichnis aufgrund eines technischen Fehlers beide die Ordinalzahl „1.“ erhalten. In der Folge wurde alle weiteren Literaturangaben durchgängig und fälschlicherweise jeweils eine um 1 niedrigere Ordinalzahl zugeordnet, sodass sie nicht mehr mit den Quellenangaben im Fließtext korrespondieren. 
In der Fassung des Beitrags, die Sie hier online lesen und als PDF-Datei herunterladen können, wurde der Fehler korrigiert!
Wir bitten die Autorinnen und Autoren sowie unsere Leserinnen und Leser um Entschuldigung!

Einleitung: In der Orthopädie ist der Verschleiß von Titankomponenten an Endoprothesen ein zunehmendes Problem, insbesondere bei Hüftprothesen. Entzündungen und Gewebedegenerationen machen chirurgische Revisionen daher riskant und ungünstig. Da allein in Deutschland jährlich ca. eine Million Zahnimplantate inseriert werden, treten Nebenwirkungen wie die multiätiologische Periimplantitis immer häufiger auf. Diese Studie ist durch die Notwendigkeit motiviert, eine Störung der osseointegrativen Heilung von Titan­implantaten nach Insertion durch Phagozytose von Nanopartikeln besser zu verstehen. Phagozytose von Nanopartikeln kann zur Aktivierung einer anhaltenden Gewebeentzündung führen, mit einem daraus resultierenden höheren Risiko eines Implantatverlustes oder der Aktivierung der multiätiologischen Periimplantitis.

Methode: Menschlicher Spenderknochen der Qualität D1 (Os femoris) wurde in geeigneter Größe geschnitten und 6 Conelog-Implantate (Camlog) mit einem Durchmesser von 3,8 mm (3 Implantate mit mikrorauer Oberfläche und 3 mit maschinierter Oberfläche) sowie 6 Thommen-Implantate mit einem Durchmesser von 4 mm (3 Implantate mit mikrorauer Oberfläche und 3 mit maschinierter Oberfläche) mit einem maximalen Drehmoment von 20 Ncm inseriert. Anschließend wurde die Knochenkavität geöffnet und auf Titanabrieb untersucht. Für den Nachweis von Nanopartikeln wurden Rasterelektronenmikroskopie (REM) und energiedispersive Röntgenspektroskopie (EDX) eingesetzt. Die statistische Analyse wurde mittels ANOVA durchgeführt.

Ergebnisse: Das Vorkommen von Titan war sehr begrenzt. Daher konnte die Größe der Partikel nicht gemessen werden. Insgesamt wurden 150 Stellen an 12 Implantaten analysiert (durchschnittlich 12,5 Stellen pro Implantat). Insgesamt ergaben die Messungen an 37 Stellen einen positiven Nachweis von geringen Spuren von Titan (0,016–0,364 Gew.-%). Es wurden keine Unterschiede in Bezug auf die Oberflächenmorphologie oder den Herstellertyp gefunden. Bemerkenswerterweise gibt es Unterschiede in den Untergruppen. Es gibt einen statistisch signifikanten Unterschied zwischen maschinierten und mikrorauen Oberflächen bei Canelog-Implantaten (p = 0,0161). Bei Thommen-Implantaten wurde kein Unterschied zwischen maschinell bearbeiteten und mikrorauen Oberflächen gefunden (p = 0,696).

Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Diese Untersuchung hat zeigt, dass Abrieb von Titan in menschlichem Knochen allein durch die Implantat­insertion auftreten kann. Allerdings ist der Abrieb im humanen Spenderknochen extrem begrenzt und von geringer klinischer Relevanz. Weitere Langzeituntersuchungen zu Aspekten der Bio-Tribokorrosion bei Zahnimplantaten sind erforderlich. Das Risiko einer anhaltenden Entzündung während der Osseointegration wird als äußerst gering eingeschätzt, weshalb Titanimplan­tate eine sichere und vorhersagbare Therapieoption darstellen.

 

Zahnarztpraxis Dres. Müller , Tannenring 76, 65207 Wiesbaden: Dr. Friedrich Müller M.Sc. M.Sc., Dr. Janine Müller, Dr. Maximilian Schmidt-Breitung MBA, Marcus Horn, Dr. Philipp Merkt M.Sc., Doc. Viktor Foltin PhD

St. Elisabeth Universität Bratislava, Slowakei; Johannes Gutenberg-Universität Mainz: Dr. Friedrich Müller M.Sc. M.Sc., Dr. Maximilian Schmidt-Breitung MBA, Marcus Horn, Dr. Philipp Merkt M.Sc., Doc. Viktor Foltin PhD

*Deutsche Version der englischen Erstveröffentlichung Müller F,...


(Stand: 01.12.2021)

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Aktuelle Ausgabe 6/2021

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