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Versorgung des zahnlosen Unterkiefers mit einer festsitzenden Brücke und 4 mm kurzen Implantaten im Molarenbereich – ein Fallbericht*

DOI: 10.53180/dzz.2022.0028

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Schlüsselwörter: festsitzende Brücke fortgeschrittener Knochenverlust kurze Implantate zahnloser Unterkiefer

Einleitung: Bei der Implantattherapie des zahnlosen Unterkiefers wird die Entscheidung über die Implantatposition häufig von der Notwendigkeit eines Knochenaufbaus im Molarenbereich bestimmt. Die Knochenaugmentation erfordert einen zusätzlichen chirurgischen Eingriff und ist daher mit höheren Risiken und Kosten verbunden. Darüber hinaus sind die Modalitäten einer prothetischen Behandlung – festsitzender oder herausnehmbarer Zahnersatz – von der Implantatposition abhängig. In der Regel wird die Entscheidung zugunsten niedrigerer Kosten, geringerer Risiken und höheren Patientenkomforts getroffen, was häufig zur Wahl interforaminaler Implantate und herausnehmbarer Deckprothesen führt. Extra kurze Implantate ermöglichen festsitzende implantatgetragene Brücken im zahnlosen Unterkiefer. Außerdem ist bei Patienten mit fortgeschrittenem Knochenabbau keine komplexe Vorbehandlung mit einem Knochenaufbau erforderlich.

Material und Methoden: In diesem Fallbericht wird das Behandlungsprotokoll für eine festsitzende implantatgetragene Brücke im zahnlosen Unterkiefer anhand eines Patientenfalls beschrieben. Die Implantattherapie wurde ohne vorherige Knochenaugmentation durchgeführt. Stattdessen wurden 4 mm kurze Implantate im Molarenbereich und 10 mm lange Implantate im Eckzahnbereich mit Durchmessern von 4,1 mm inseriert. Nach gedeckter Einheilung und Freilegung der Implantate in einem zweiten chirurgischen Eingriff wurden individualisierte Titanabutments eingebracht und eine festsitzende Brücke mit einem CAD/CAM-gefertigten Gerüst und einer keramischen Vollverblendung zementiert.

Ergebnisse: Das beschriebene Behandlungsprotokoll mit Insertion von extrakurzen Implantaten im Molarenbereich und regulär langen Implantaten im Eckzahnbereich und einer festsitzenden Brücke führte zu einer vollständigen Rehabilitation der Kaufunktion im zahnlosen Unterkiefer. Aus Patientensicht ist das Behandlungsergebnis vergleichbar mit den eigenen Zähnen und führt somit zu einer Verbesserung der Lebensqualität.

Schlussfolgerung: Die Möglichkeit ohne vorherige Knochenaugmentation Implantate zu inserieren ermöglicht eine unkompliziertere Behandlung und eine deutliche Verkürzung der Behandlungszeit. Darüber hinaus kann eine Mehrzahl an Patienten mit fortgeschrittenem Knochenverlust im Molarenbereich des Unterkiefers von der vorgestellten Therapie profitieren. Aus Patientensicht führt der festsitzende Charakter des Zahnersatzes zu einer deutlichen Verbesserung der Kaufunktion und wirkt sich somit positiv aus.

Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ZMK), Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Haus Ost 58, EG, Martinistr. 52, 20246 Hamburg: Dr. Christine Mirzakhanian, Joachim Esken, Dr. Magdalena Schlegel, Prof. Dr. Guido Heydecke

*Deutsche Fassung der englischen Erstveröffentlichung von Mirzakhanian C, Esken J, Schlegel M, Heydecke G: Treatment of the edentulous mandible with a fixed bridge supported by 4 mm short implants in the molar region – a case...


(Stand: 25.11.2022)

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