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Mikrozugfestigkeit von Befestigungszementen zu einem 3D-druckbaren Komposit – eine In-vitro-Studie*

DOI: 10.3238/dzz.2020.5624

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Schlüsselwörter: 3D-Druck CAD/CAM Haftverbund Komposit Mikrozugversuch Sandstrahlen

 

Einführung: Ziel dieser In-vitro-Studie war die Untersuchung des Haftverbunds von 3 verschiedenen Zementklassen (kunststoffmodifizierter Glasionomerzement, selbstadhäsiver Zement und Kompositzement) zu einem 3D-druckbaren Material mittels Mikrozugversuch (μTBS).

Material und Methode: Für die Untersuchung wurden 72 quadratische Blöcke (16 x 16 x 4 mm) aus Komposit (K&B-EXP, BEGO Bremer Goldschlägerei Wilh. Herbst GmbH & Co. KG, Bremen, Deutschland) gedruckt und auf 18 Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe entspricht einem Befestigungszement, einer Vorbehandlungs- und einer Alterungsart. Dabei wurden je 2 Blöcke mit dem jeweiligen Zement zu sog. „Sandwich“-Blöcken zusammengeklebt. Neben der Art des Zementes unterschieden sich die Blöcke in der Art der Vorbehandlung, sie erfolgte entweder allein durch Glanzstrahlen mit Natronglas (50 µm) oder zusätzlich mit Aluminiumoxid (50 µm). Aus den Sandwich-Blöcken wurden 48 Stäbchen pro Gruppe für den Mikrozugversuch gewonnen. Die Stäbchen wurden initial (24 h Wasserlagerung) oder nach Alterungsvorgängen (10.000 Zyklen Thermocycling (5/55 °C) vs. 6-monatige Langzeitwasserlagerung) getestet. Alle Stäbchen wurden hinsichtlich ihres Frakturmusters lichtmikroskopisch untersucht. Die statistische Auswertung der Daten erfolgte mittels ANOVA, Tukey-HSD-Test und Chi-Quadrat-Test.

Ergebnisse: Die einfaktorielle Varianzanalyse zeigte signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen (p ≤ 0,05). Die höchste Verbundkraft wurde für den Kompositzement in Verbindung mit Aluminiumoxid-Vorbehandlung gemessen. Die signifikant niedrigsten Verbundwerte unabhängig von der Vorbehandlung wies der kunststoffmodifizierte Glasionomerzement auf. Ohne zusätzliches Sandstrahlen mit Aluminiumoxid waren die Verbundwerte vom selbstadhäsiven Zement und vom Kompositzement vergleichbar.

Schlussfolgerung: Die höchsten Verbundwerte werden vom selbstadhäsiven Zement und vom Kompositzement erreicht. Sandstrahlen mit Aluminiumoxid führt für den Kompositzement zu einer signifikanten Erhöhung der Verbundwerte.

 

Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde, Medizinische Hochschule Hannover: Stephanie Pfeffer, Dr. Silke Jacker-Guhr, Prof. Dr. Werner Geurtsen, Tobias Alexeander Pfeffer, PD Dr. Anne-Katrin Lührs

*Deutsche Version der englischen Erstveröffentlichung von Pfeffer S, Jacker-Guhr S, Geurtsen W, Pfeffer TA, Lührs AK: Microtensile bond strength of luting cements to a 3D printable composite – an in vitro study. Dtsch Zahnärztl Z Int 2020; 2: 229–239

Zitierweise: Pfeffer...


(Stand: 15.12.2020)

Aktuelle Ausgabe 3/2021

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