Gesellschaft

Hier finden Sie alle Hinweise zu den Fortbildungskursen, Mitteilungen der Gesellschaften, Diskussionen, Tagungskalender- und Berichte, thematisch und chronologisch sortiert.

Wissenschaftliche Mitteilungen (früher benannt als Stellungnahmen) sind Informationen der DGZMK, die dazu dienen sollen, diagnostische und therapeutische Entscheidungsprozesse in der täglichen Praxis auf ein wissenschaftliches Fundament zu stellen.

 

MITTEILUNGEN DER GESELLSCHAFT
Ausgabe: 05/2016 Markus Brakel - Das Interview führte - Ghazal Aarabi - mit Dr. - und Prof. Dr. - Udo Seedorf
Hamburg City Health Study – Hamburger Studie soll mehr Klarheit über Auswirkungen von oralen Erkrankungen auf den Gesamtorganismus schaffen

Ein ehrgeiziges Projekt startete Anfang des Jahres in Hamburg: Die Hamburg City Health Study (HCHS) ist die weltweit größte monozentrische Beobachtungsstudie, bei der in den kommenden sechs Jahren 45.000Hamburgerinnen und Hamburger eingehend medizinisch und zahnmedizinisch untersucht werden sollen. Im Fokus der epidemiologischen Studie stehen die häufigsten Volkserkrankungen, dabei wird es auch um die Wechselwirkungen von oralen Erkrankungen und solchen des Gesamtorganismus gehen. An der vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf initiierten Untersuchung (www.uke.de/hchs) nehmen rund 30 Institute und Kliniken teil. Dazu zählt auch die Klinik für zahnärztliche Prothetik des UKE unter Leitung von Prof. Dr. Guido Heydecke. Im folgenden Interview erläutern die an dem Projekt beteiligten Prof. Dr. Udo Seedorf und Dr. Ghazal Aarabi nähere Einzelheiten zu Ablauf und Zielen der Studie.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 05/2016 Markus Brakel - Düsseldorf
Zukunft der DGZMK stand im Mittelpunkt der Klausurtagung

Die künftige Positionierung der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) als wissenschaftliche Dachorganisation der Zahnmedizin stand im Mittelpunkt der diesjährigen Klausurtagung des Geschäftsführenden Vorstands in Hamburg. Dabei spielte das Selbstverständnis der DGZMK im Zusammenspiel mit ihren Fachgesellschaften eine wichtige Rolle. In diesem Zusammenhang wurde auch über die weitere Gestaltung der Patienteninformationen sowie der Patientenversionen von Leitlinien gesprochen. Auch zur zielführenden Zusammenarbeit mit Berufs- und Gesundheitspolitik wurde diskutiert.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 05/2016 Düsseldorf - Markus Brakel
Dieser „Studententag“ soll auch gestandene Zahnmediziner für einen Hilfseinsatz im Ausland begeistern

Perlen und Edelsteine lassen sich hier immer finden. Aber in diesem Jahr glänzt ein Programmpunkt im wieder breit gefächerten Angebot des Wissenschaftlichen Kongresses zum Deutschen Zahnärztetag (11./12. November im Congress Centrum Frankfurt a.M.) ganz besonders. Und auch wenn er unter dem Namen „Studententag“ (12.November, ab 10 Uhr, Raum Spektrum) firmiert, dürfen sich in diesem Jahr auch gestandene Zahnmediziner/innen angesprochen fühlen. Das gilt ebenso für Zahntechniker und Assistenzpersonal. Denn mit dem Programm der diesjährigen Veranstaltung, das unter „Famulatur und Auslandseinsatz – Herausforderungen, Möglichkeiten und Realität“ firmiert, bietet sich eine in der dentalen Welt wohl einmalige Möglichkeit, sich über Auslandseinsätze und zahnmedizinische Hilfsorganisationen umfassend zu informieren. Studierende erfahren hier, wie sie ihre Famulatur mit einem Sinn spendenden Auslandseinsatz verbinden können. Aber genauso dürfen sich auch junge Zahnärztinnen und Zahnärzte in der Orientierungsphase oder Senioren und Pensionäre, die sich noch nicht zum „alten Eisen“ zählen und gern mit jungen Kolleginnen und Kollegen zusammen arbeiten, angesprochen fühlen.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 05/2016 Düsseldorf - Markus Brakel
Positive Ergebnisse der Fünften Deutschen Mundgesundheits- studie belegen erfolgreiches Zusammen- spiel von Wissenschaft und Praxis

„Die insgesamt positiven Ergebnisse der Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V), die eine allgemeine Verbesserung der Mundgesundheit hierzulande ausweisen, geben der Wissenschaftlichen Zahnmedizin in Deutschland Auftrieb und Bestätigung“, zeigt sich die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), Prof. Dr. Bärbel Kahl-Nieke, stolz und erfreut. „Die Rückgänge vor allem bei den parodontalen und kariösen Erkrankungen sind eine Bestätigung für gute wissenschaftliche Arbeit in den einzelnen Fachbereichen und tragen mit ihrer Umsetzung durch die Praxen ihren Teil zu den auch international bemerkenswerten Ergebnissen bei.“ Ausdrücklich dankt die DGZMK-Präsidentin den Autoren aus den beteiligten Fachgesellschaften der wissenschaftlichen zahnmedizinischen Dachorganisation, die im Zusammenspiel mit dem Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ, Köln), an der Durchführung und Auswertung der DMS V beteiligt waren. Deutschlandweit wurden mehr als 4600 Menschen an 90Standorten für diese Studie zahnmedizinisch untersucht und sozialwissenschaftlich befragt. Dabei werteten die Wissenschaftler neben klinischen Daten umfangreiche soziodemografische und verhaltensbezogene Einflüsse aus.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 06/2016 Berlin - Prof. Dr. - München - M. Ehrenfeld - Andrea Maria Schmidt-Westhausen
Kommentar zur DMS V aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft für Kieferchirurgie (AgKi) und des Arbeitskreises für Oralpathologie und Oralmedizin (AKOPOM)

Es ist erfreulich, dass in der DMSV das Thema Mundschleimhauterkrankungen wieder mitaufgenommen wurde. Die letzten Untersuchungen hierzu stammen aus der DMS III im Jahre 1997.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 06/2016
Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V): Weniger Parodontitis durch mehr und bessere Behandlung!?

Die Ergebnisse der 5.Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMSV) wurden gerade veröffentlicht. Was hat sich an der parodontalen Gesundheit der Deutschen in 10Jahren verändert? Bei den jungen Erwachsenen 35–44Jahre ist der Anteil von CPI-Code 3 (Taschentiefen von mindestens 4mm) von 52,7% in der DMSIV von 2005 auf 48,3% in 2015 zurückgegangen. Deutlicher ist der Rückgang bei den schweren Parodontalerkrankungen (CPI 4: Taschentiefen ?6mm) von 20,5% auf 10,4% in 2015. Nach Korrektur für die Unterschätzung der Erhebung an nur einem Teil der Zähne sind es dann allerdings doch wieder 14,5% [2]! Bei den Senioren (65–74Jahre) ist das Bild nicht ganz so eindeutig. Hier nehmen die moderaten Parodontalerkrankungen (CPI3) von 48% (DMSIV) auf 50,8% etwas zu. Die schweren Parodontalerkrankungen der über 65-Jährigen sind aber ebenfalls rückläufig von 39,8% (DMSIV) auf 24,6% [5]. Das ist insgesamt eine großartige Entwicklung.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 06/2016 Prof. Dr. Dr. - Gießen - Norbert Krämer
Kommentar der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde DGKiZ zur Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V)

Die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie weist eine Fortsetzung des starken Kariesrückgangs bei 12-jährigen Kindern nach. Die Kariesprävalenz ist auf 18,7% der Kinder zurückgegangen, und die mittlere Karieserfahrung macht gemäß DMFT-Index nur noch 0,5Zähne aus. Der Kariesrückgang ist hoch erfreulich und das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen aller in der Kariesprävention engagierter Personen und Institutionen.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 06/2016 Helmut Stark - Vizepräsident für den DGPro-Vorstand
Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V): Geringerer Zahnverlust und hoher Zahnersatzbedarf aufgrund der demografischen Entwicklung

Die präventionsorientierte Zahnmedizin ist heute ein integraler Bestandteil der Zahnärztlichen Prothetik und zeigt dort erhebliche Wirkung. Das zeigt sich insbesondere daran, dass bei Erwachsenen im mittleren Lebensalter aktuell der Bedarf an festsitzenden Rekonstruktionen gestiegen ist. Der herausnehmbare Zahnersatzbedarf ist dagegen aufgrund der demografischen Entwicklung in das höhere Lebensalter verschoben, dort aber stabil und hoch relevant. In der Altersgruppe der 35– bis 44-Jährigen scheinen die zahnärztlichen Prophylaxemaßnahmen Erfolge zu zeigen. Sichtbar wird dies am deutlichen Rückgang der fehlenden Zähne von 4,2 (DMSIII) auf 2,1 (DMS V) und der signifikanten Zunahme des Anteils vollbezahnter jüngerer Erwachsener innerhalb der vergangenen fast 2Jahrzehnte, der sich von 9,7% (DMS III) auf 27,6% (DMSV) fast verdreifacht hat. Vollständige Zahnlosigkeit spielt in dieser Altersgruppe fast keine Rolle mehr. Lediglich 2,7% dieser Gruppe waren noch mit abnehmbarem Zahnersatz versorgt. Unter Betrachtung der Invasivität prothetischer Versorgungen hat sich der Anteil der mit Brücken versorgten 35– bis 44-Jährigen zwischen 1997 (38,1%) und 2014 (17,5%) mehr als halbiert. Die Zahnkronenversorgungen dagegen haben in den letzten 17Jahren von 21,2% auf 31,5% deutlich zugenommen. Eine Angleichung zwischen den neuen und alten Bundesländern konnte bezüglich des festsitzenden Zahnersatzes beobachtet werden. Implantatversorgungen spielen in dieser Altersgruppe eine geringere Rolle, da im Durchschnitt nur 0,06Zähne durch ein Implantat ersetzt wurden. Von den Erkenntnissen oraler Prophylaxemaßnahmen, die heute für unsere Kinder und die jüngeren Erwachsenen selbstverständlich sind, konnten die Geburtsjahrgänge 1940 bis 1949, die heute 65 bis 74Jahre alt sind, nicht profitieren. Noch weniger Möglichkeiten zum Erhalt ihrer Mundgesundheit hatten die heute 75– bis 100-Jährigen, die kurz nach dem ersten und vor dem zweiten Weltkrieg geboren wurden. Vor diesen Hintergründen ist es verständlich, dass sowohl in der jüngeren als auch der älteren Seniorengruppe viele Zähne aufgrund ausgeprägter Zahnhartsubstanzdefekte überkront werden mussten und auch viele Zähne über die Jahre hinweg verloren gegangen sind. Beachtenswert und erfreulich ist es jedoch besonders, dass die Anzahl der fehlenden Zähne bei den 65– bis 74-Jährigen über die beiden letzten Jahrzehnte von 17,6 (DMS III) über 14,2 (DMS IV) auf 11,1Zähne (DMS V) abgenommen hat. Die Anzahl der fehlenden Zähne aus der DMS III Studie des Jahres 1997 ist heute bei den älteren Senioren (75– bis 100-Jährige) angekommen, da in dieser Altersgruppe heute im Durchschnitt 17,6Zähne fehlen. Ältere Senioren haben somit heute einen Mundgesundheitszustand wie vor 20Jahren die jüngeren Senioren, ein Phänomen, das als „Morbiditätskompression“ bezeichnet wird. Besonders erwähnenswert ist die Entwicklung der kompletten Zahnlosigkeit bei den Senioren, die sich in der Gruppe der 65– bis 74-Jährigen in den letzten 17Jahren von 24,8% auf 12,4% halbiert hat. Die Zahnlosigkeit ist sowohl bei den jüngeren als auch bei den älteren Senioren im Oberkiefer deutlich häufiger als im Unterkiefer. Zwischen den alten und neuen Bundesländern existiert hinsichtlich der Zahnlosigkeit nur ein geringes Gefälle. Aus epidemiologischer Sicht fällt bei beiden Seniorengruppen ein erheblicher Sozialgradient auf, da Studienteilnehmer mit einem niedrigen Sozialstatus bis zu viermal häufiger zahnlos waren im Vergleich zu Studienteilnehmern mit hohem Sozialstatus. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass nur knapp 40% der 75– bis 100-Jährigen regelmäßig zur zahnärztlichen Nachsorge gehen und diese zu über 50% zahnlos sind. Bezüglich der anteilsmäßigen Versorgung mit festsitzendem und abnehmbarem Zahnersatz fällt auf, dass die älteren Senioren überwiegend Prothesen tragen während die jüngeren Senioren mit festsitzendem und abnehmbarem Zahnersatz in einer ähnlichen Größenordnung versorgt sind. In der jüngeren Seniorengruppe fällt zudem auf, dass sich über die letzten 17Jahre der Anteil der partiellen Prothesen als invasivste Versorgungsform von 30,3% (DMS III) über 28,1% (DMS IV) auf 28% kaum verändert hat. Das heißt, dass etwa 2,4Millionen Bundesbürger in dieser Altersgruppe reduziert teilbezahnt sind und eine abnehmbare Teilprothese tragen. Bei den 75– bis 100-Jährigen sind knapp 2Millionen mindestens mit einer partiellen Prothese versorgt. Beide Seniorengruppen nutzten seltener die Möglichkeit eines implantatgetragenen Zahnersatzes, wenn auch bei den 65– bis 74-Jährigen eine deutliche Zunahme von 0,7% (DMS III) über 2,6% (DMS IV) auf 8,1v% zu beobachten war. Insgesamt scheinen die präventiven Bemühungen und die kurativen Ansätze innerhalb des zahnmedizinischen Versorgungssystems auch für die Senioren Früchte zu tragen. Inwieweit diese positiven Effekte zahnärztlicher Prophylaxemaßnahmen sich auf den dauerhaften Erhalt von mehr natürlichen Zähnen auch bei den 75– bis 100-Jährigen in Zukunft auswirken, muss grundsätzlich in gesundheitspolitische Überlegungen eingebunden werden. Im Hinblick auf die demografische Entwicklung ist absehbar ein verstärkter zahnmedizinischer Einsatz notwendig, um für die älteren Menschen die Kaufunktion ein Leben lang aufrecht zu erhalten und damit einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt ihrer Lebensqualität zu leisten.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 06/2016
Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V): Zahnärztliche Prävention auf Erfolgskurs – neue Zukunftskonzepte gefragt

Mit Spannung wurde die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) erwartet und sie zeigt beeindruckend: Die präventionsorientierte Zahnmedizin ist mit ihrem Konzept auf Erfolgskurs.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 06/2016 Düsseldorf - Markus Brakel
Aufbau und Ziele der multizentrischen Querschnittsstudie „Mundgesundheit, resultierende Versorgungsbedarfe und deren Kosten bei Flüchtlingen in Deutschland 2016“

Die multizentrische Studie „Mundgesundheit, resultierende Versorgungsbedarfe und deren Kosten bei Flüchtlingen in Deutschland 2016“ unter Federführung der Universitätsmedizin Greifswald soll eine wissenschaftliche zahnmedizinische Bestandsaufnahme zum Thema liefern. Das Projekt war unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) und mit Beteiligung der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) ausgeschrieben und von einer unabhängigen Jury vergeben worden. Neben den drei Spitzenorganisationen der deutschen Zahnmedizin konnte die Wrigley Company Foundation zur Unterstützung dieser Studie zur Mundgesundheit von Flüchtlingen gewonnen werden. Die Höhe der Förderung des Forschungsvorhabens beträgt 70.000 Euro.

» kompletten Artikel lesen