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16.01.2018 Constanze Olms - Lisa Charlott Behrendt - Rainer Haak
Vergleich zur Verbundfestigkeit von Resin-Nano-Keramikkronen auf einteiligen ZrO2- und Ti-Implantaten – eine Pilotstudie

Einführung: Resin-Nano-Keramiken haben eine duale Netzwerkstruktur und vereinen potenziell die Vorteile von Keramiken und Kompositen. Sie können nur adhäsiv befestigt werden. Es gibt in der Literatur bislang keine Studien, die sich mit dem Verbund von Komposit-Matrix-Keramiken auf einteiligen Implantaten befassen. Ziel dieser Studie war es, die Wirksamkeit der Vorbehandlung von Implantatoberflächen bezüglich des adhäsiven Verbundes mit einer Resin-Nano-Keramik zu untersuchen.

Material und Methode: 20 einteilige Versuchsimplantate (VI) (ZrO2 n=10/Ti n=10) wurden randomisiert in 4Gruppen aufgeteilt. Je 5VI beider Materialgruppen wurden sandgestrahlt (sb) (?30?m, 1Bar) und alle mit einer Krone aus Lava Ultimate (LU, 3M Espe) versorgt. Alle Kronen (Zahn 14) wurden mittels CAD/CAM-Verfahren identisch hergestellt und adhäsiv mit RelyX Ultimate (3M Espe) befestigt. Nach den Abzugsversuchen (Z010, Zwick GmbH Co.KG) wurden bei 0,65-facher Vergrößerung lichtmikroskopische Abbildungen zur Verteilung des adhäsiven Befestigungsmaterials auf den Kroneninnenflächen und der Implantatoberflächen angefertigt. Die statistische Auswertung erfolgte deskriptiv.

Ergebnisse: Die Haftfestigkeit an sb-Implantatoberflächen war höher als an nsb. Bei Ti (sb) lag der Mittelwert bei M= 589,51±87,8N. Bei ZrO2 (sb) war M=731,41±93,7N. Die nsb-Implantatoberflächen zeigten für Ti M=157,55 ±36,4N und für ZrO2 M=44,69±13,51N. Das Befestigungsmaterial befand sich nach dem Abziehen fast ausschließlich in den Kroneninnenflächen.

Schlussfolgerung: Sandgestrahltes Zirkoniumdioxid zeigt einen festeren Verbund zur Resin-Nano-Keramik. Somit führt die Vorbehandlung der Implantatoberflächen von einteiligen Implantaten insgesamt zu einer höheren Haftkraft der Restaurationen und sollte im klinischen Einsatz berücksichtigt werden.

(Dtsch Zahnärztl Z 2018; 73: ?-?)

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