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18.09.2017 Anne Susan Lauenstein - Gehane El Chafei - Katharina Nagel
Ästhetische Rehabilitation mit Zirkonoxidkronen für das Milchgebiss

Einführung: Stahlkronen gelten in der Kinderzahnheilkunde seit jeher als Mittel der Wahl zur Versorgung mittel bis stark zerstörter Milchzähne. Aktuell wird vermehrt der erfolgreiche Einsatz im Sinne der simplen Hall-Technik basierend auf randomisierten Studien diskutiert.

Material und Methode: Es werden retrospektiv erlangte, nicht personenbezogene Daten im Sinne einer Karteikartenstudie über inserierte Vollzirkonoxidkronen im Vergleich zu Stahlkronen über einen Zeitraum von 20Monaten aus einer deutschen Kinderzahnarztpraxis vorgestellt.

Ergebnisse: Von 171 inserierten Stahlkronen wurden 6Kronen rezementiert (3,5%). Von 34eingegliederten Vollzirkonoxidkronen wurden 9 rezementiert (26,5%). Die Vollzirkonoxidkronen zeigen eine signifikant höhere Misserfolgsrate als die Stahlkronen (p-Wert: 0,002).

Diskussion: Die Vollzirkonoxidkrone für das Milchgebiss überzeugt aufgrund der hervorragenden Ästhetik. Sie erfordert allerdings eine weitaus invasivere Präparation, Werte zu Erfolgsraten sind aktuell noch nicht verfügbar und die Materialkosten sind weitaus höher. Darüber hinaus löst sie scheinbar mehr gingivale Probleme aus. In unserer Praxis zeigten Sie eine Misserfolgsrate hinsichtlich der Haltbarkeit auf dem Zahnstumpf von 26,5%.

Fazit: Es gilt zu überlegen, ob auf die Anwendung im Milch-seitenzahnbereich aufgrund einer „Übertherapie“ verzichtet werden und ihr Einsatz lediglich für den Milchfrontzahnbereich empfohlen werden soll.

(Dtsch Zahnärztl Z 2017: 72: ?-?)

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