Praxis

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EBM-SPLITTER
Ausgabe: 01/2018 Harriet Sommer - Gerta Rücker - Gerd Antes - Valérie Labonté - Dr. Gerta Rücker, Prof. Dr. Gerd Antes, Dipl.-Biol. Valérie Labonté
Netzwerkmetaanalysen als Instrument für Evidenzsynthese und Therapiebewertung

Aus einer Fülle von Therapiemöglichkeiten die beste zu wählen ist für alle Entscheidungsträger im Gesundheitswesen schwierig: Ärzte und andere Gesundheitsberufe, Entwickler von medizinischen Leitlinien oder Vertreter der gemeinsamen Selbstverwaltung. Vergleiche zwischen 2Therapieoptionen findet man üblicherweise in randomisierten kontrollierten Studien (RCTs). Liegen mehrere RCTs zu einem Vergleich zweier Wirkstoffe vor, können sich einzelne Ergebnisse sogar widersprechen. Die Frage, auf welche Studie man sich verlassen soll, ist unter diesen Umständen kaum gewissenhaft zu beantworten.

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FALLBERICHT
Ausgabe: 01/2018 Christina Eumann - Thomas Hoffmann - Katrin Lorenz
Generalisierte Gingivawucherung und chronische Parodontitis: ein Fallbericht

Einführung: Als Gingivawucherung wird die fibröse Vergrößerung des Zahnfleisches in lokalisierter oder generalisierter Form bezeichnet. Histologisch liegt eine Zunahme der Fibroblastenzahl mit gesteigerter Kollagensynthese vor. Die Ursache können Entzündungen, systemische Erkrankungen und Zustände sowie Neoplasien sein. Auch Medikamente können als Modifikatoren wirken. Zu den entsprechenden Medikamentengruppen zählen Phenytoinpräparate, CiclosporinA sowie die Kalziumkanalblocker Nifedipin und Amlodipin. In seltenen Fällen treten Gingivawucherungen idiopathisch auf. In diesem Fallbericht wird die konservative Therapie einer durch Amlodipin modifizierten Gingivawucherung bei Vorliegen einer generalisierten chronischen Parodontitis und eines oralen Lichen ruber planus beschrieben.

Behandlungsmethoden: Die 53-jährige Patientin wurde vom Hauszahnarzt mit der Bitte um Diagnostik und Therapie der vorliegenden Gingivawucherung überwiesen. Anamnese und Befunde: generalisierte Gingivawucherungen mit weißlichen, nicht abwischbaren Zeichnungen bestehend seit einem Jahr, Medikation mit Amlodipin 10mg/Tag aufgrund arterieller Hypertonie seit 1,5Jahren, Sondierungstiefen 4–7mm, röntgenologisch knöcherner Attachmentverlust, Plaqueindex PCR 72% [23], Blutungsindex GBI 75% [2]. Unterstützung der häuslichen Mundhygiene mit Chlorhexidingel 1%. Diagnosen: Medikamentös modifizierte Gingivawucherungen, generalisierte leichte, lokalisiert schwere chronische Parodontitis, oraler Lichen ruber planus. Therapie: Umstellung der kardialen Medikation durch den Hausarzt, professionelle Zahnreinigungen in kurzen Intervallen, Mundhygieneinstruktionen und Mundhygienetraining, Kontrolle der Gingivawucherungen 6Wochen nach Substitution des Amlodipins, Absetzen des Chlorhexidingels, Probeexzision der Schleimhautveränderungen und Full-mouth-Debridement. Unterstützende Parodontitistherapie.

Ergebnisse: Nach erfolgter Substitution des Amlodipins und antiinfektiöser Therapie konnte eine vollständige Remission der Gingivawucherungen erreicht werden. Die weißlichen Gingivaveränderungen wurden histopathologisch als oraler retikulärer Lichen ruber planus identifiziert.

Schlussfolgerung: Die Therapie der medikamentös modifizierten Gingivawucherungen sollte nach Möglichkeit in einer Substitution des Medikaments und flankierender antiinfektiöser bzw. parodontaler Therapie bestehen. Positive Therapieergebnisse sind ohne chirurgische Intervention möglich und durch eine unterstützende Parodontitistherapie langfristig zu sichern.

(Dtsch Zahnärztl Z 2018; 73: 15–21)

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PRAXISLETTER
Ausgabe: 02/2018 Richard Behnke - Hermann Lang - Rostock
Smarte Füllungsmaterialien

Ursächlich für die Unterschiede in der weltweiten Mundgesundheit sind viele Faktoren. Zu den wichtigsten zählen: Zugang zu und regelmäßige Nutzung von Fluoriden (Zahnpasta, fluoridiertes Speisesalz, Grundwasser), Zugang zu zahnärztlicher Betreuung, Einkommen, Erziehung (Mundgesundheit und Karies- prävention) und unterschiedliche Lebensgewohnheiten [14].

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ZEITSCHRIFTENREFERAT
Ausgabe: 02/2018 Prof. Dr. - Harald Tschernitschek - Hannover
Der rachitische Zahn: Der Einsatz von Röntgenbildern zum Screening

Es ist lange bekannt, dass Erkrankungen wie beispielsweise Rachitis, die den Kalzium- und/oder VitaminD-Stoffwechsel beeinflussen, verschiedene Mineralisationsstörungen verursachen können. Bei Zähnen führen solche metabolischen Störungen, insbesondere in der Zahnbildungsphase, zu Veränderungen der Mikrostruktur des Dentins, wie beispielsweise der Bildung von „Interglobulardentin“ (= „interglobular dentin“) [vgl. 1]. In Fallbeschreibungen war früher schon vereinzelt über die Diagnostik von Vitamin D-Mangel verursachten Dentin- und Pulpenveränderungen durch die Befundung von Panoramaschichtaufnahmen berichtet worden [vgl. 2].

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BUCHBESPRECHUNG
Ausgabe: 01/2018 Lutz Laurisch - Korschenbroich
Prophylaxefibel

Als Fibel bezeichnet man historisch ein Erstlesebuch (für den Schulunterricht), oder auch ein allgemein bebildertes Handbuch oder Nachschlagewerk zu einem bestimmten Thema (Wikipedia).

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Ausgabe: 01/2018 Prof. Dr. - Jörg Lisson - Homburg
Kieferorthopädische Retention

Sobald ein Patient denkt, dass seine kieferorthopädische Therapie abgeschlossen ist, fängt ein zumeist unterschätzter neuer Behandlungszeitraum an: die Retentionsphase. Viele Patienten erwarten nach der aktiven Therapie, besonders mit festsitzenden Apparaturen, dass alles Handeln des Kieferorthopäden von ewiger Stabilität begleitet sein möge. Die Haut darf altern, das Alignment keinesfalls. So sind Kieferorthopäden unter vergleichsweise hohe Erwartungshaltung gestellt und müssen sich rechtzeitig mit dem langfristigen Erhalt ihrer Behandlungsergebnisse auseinandersetzen.

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Ausgabe: 01/2018 Prof. Dr. - Michael Behr - Regensburg
RBFDPs – Resin-Bonded Fixed Dental Prostheses

Wer zum Thema Klebebrücken aus keramischen Werkstoffen ein aktuelles klinisches Nachschlagewerk in den letzten Jahren suchte, fand dazu nur wenig brauchbare Literatur. Diese Lücke schließt das vorliegende Buch, welches nun auch in englischer Sprache vorliegt. In 15 Kapiteln (auf 250 Seiten) lässt der Autor den Leser an seinen langjährigen klinischen Erfahrungen bei der Planung und Durchführung minimalinvasiver Brücken aus keramischen Werkstoffen teilhaben. Den Kapiteln sind zumeist Fragen aus dem klinischen Alltag vorangestellt, welche dann Schritt für Schritt dem Leser beantwortet werden. Die Konzeption des Buches erlaubt einzelne Kapitel auch isoliert für sich alleine zu lesen, um sich beispielsweise noch einmal kurz vor der geplanten Präparation, die Grundlagen der Präparationstechnik von keramischen Klebebrücken ins Gedächtnis zu rufen. Auf der anderen Seite führt das Buch den Leser systematisch in die Indikation, Philosophie sowie die klinische und technische Umsetzung von keramischen Klebebrücken ein. Im vorliegenden Buch legt der Autor seine, durchaus persönliche Sichtweise, der Indikation und Ausführung von Klebebrücken dar. Er stützt seine Auffassung durch eine Übersicht über die Literatur zahlreicher klinischer Studien zu Klebebrücken, welche in den letzten Jahrzehnten publiziert wurden. Der noch in der Adhäsivtechnik unerfahrene Behandler erhält eine gründliche Einweisung in die Adhäsivprothetik. Hier ist besonders das umfangreiche und didaktisch gut ausgewählte Bildmaterial hervorzuheben. Der bereits in der Adhäsivprothetik Erfahrene erhält zahlreiche Denkanstöße für seine weitere Arbeit. Wertvoll sind auch die Kapitel, welche sich mit Fragen des Risikomanagements bei kieferorthopädisch vorbehandelten Patienten und mit Fragen der Problemlösung bei Misserfolgen auseinandersetzen. Besonders gefallen dürfte den Lesern ein Kapitel, in welchem die zehn häufigsten Fehler bei der Planung und Durchführung übersichtlich zusammengefasst wurden; und sehr hilfreich ist auch eine ausführliche Materialliste, in welcher der Autor klar Stellung dazu nimmt, mit welchen Materialien er seine klinischen Fälle umgesetzt hat. Zusammenfassend kann das Buch nur empfohlen werden. Angesichts der guten, didaktisch geschickt gewählten Bilder und der insgesamt tadellosen Konzeption ist der Preis gerechtfertigt.

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Ausgabe: 01/2018 Prof. Dr. - Jörg A. Lisson - Homburg
Stability, Retention and Relapse in Orthodontics

Zum Thema Retention nach kieferorthopädischer Therapie existieren vergleichsweise wenige Buchbeiträge oder gar Bücher. Da ist es bemerkenswert, dass innerhalb des Jahres 2017 gleich 2Lehrbücher zum Thema erschienen sind, die auch mit vergleichbarer Zielsetzung publiziert wurden. Das hier besprochene Buch ist das zweite und liegt derzeit nur in einer englischen Sprachfassung vor.

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Ausgabe: 01/2018 PD Dr. - Thomas Wolf - Bern
Restoring with Flowables

Das vorliegende Werk beschreibt detailliert und in einzelnen Handlungsschritten die Verwendung und Handhabung des fließfähigen Komposites und seinen einfachen aber wirkungsvollen Einsatz in der täglichen Arbeit der Zahnerhaltung. Es werden wissenschaftliche Grundlagen und die Entwicklung des fließfähigen Kunststoffs erklärt und Falldarstellungen mit zahlreichen Behandlungsoptionen erläutert. Diese bieten in umfassend aufbereitetem protokolliertem Vorgehen dem Behandler eine optimale Lerngrundlage.

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Ausgabe: 02/2018 Prof. Dr. - - Greifswald
Child Taming: How to Manage Children in Dental Practice

Diese Neuauflage von „Der Widerspenstigen Zähmung“ handelt von dem zentralen Problem der Kinderzahnheilkunde, dem Umgang mit ängstlichen oder behandlungsunwilligen Kindern und Jugendlichen. Barbara Chadwick und Marie Thérèse Hosey sind als Professorinnen für Kinderzahnheilkunde ausgewiesene Expertinnen für dieses Thema und sie beleuchten es nicht nur mit profunder Sachkenntnis, sondern auch mit viel Witz und ausgesprochen unterhaltsamen Zeichnungen über den Alltag mit Kindern beim Zahnarzt.

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