Praxis

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FALLBERICHT
Ausgabe: 07/2011 - K. Pirklbauer, G. Russmüller, E. Presterl, G. Lauer
Das Lemierre Syndrom – eine vergessene Krankheit?

Einleitung: Das Lemierre Syndrom ist eine seltene Infektionserkrankung mit hoher Morbidität und möglicher Letalität. Im überwiegenden Teil der Fälle ist die ursächliche Infektion im Kopf-Hals-Bereich beschrieben, daher sind vor allem Hals-Nasen-Ohrenärzte damit konfrontiert. Fälle, die durch odontogene Infektionen verursacht werden, sind dagegen selten.

Fallbeispiel: Dieser Fall einer fortgeleiteten odontogenenInfektion mit Warnsymptomen wie einseitiger Halsschwellung, Fieber und laborchemisch stark erhöhter Entzündungswerte musste auch an eine Jugularisvenenthrombose und damit an ein Lemierre Syndrom denken lassen. Weitere klinische Zeichen besonders Dyspnoe mit radiologischen Zeichen metastasierender Infektionen als Alarmsignal für septische Embolien erhärteten diese Differentialdiagnose des Lemierre Syndroms, auch wenn im Gegensatz zu unserem Fall nicht immer eine Thrombose der Vena jugularis nachgewiesen werden kann. Durch adäquate chirurgische Entlastung des infizierten Ge-webes unter hochdosierter antibiotischer Gabe bei gleichzeitiger intensivmedizinischer Therapie konnte auch dieser komplizierte Krankheitsverlauf weitgehend beherrscht werden. Allerdings können bei verschlepptem Verlauf durch späteDiagnosestellung die schwerwiegenden Folgen zu einemletalen Ausgang führen.

Schlussfolgerung: Odontogene Infektionen sind Krankheitsbilder, mit denen Zahnärzte aus der täglichen Praxis vertraut sind. Bei daraus resultierenden fortgeleiteten phlegmonösen Infektionen im Halsbereich, wie sie diese Kasuistik aufzeigt, muss auch ein Lemierre Syndrom in Betracht gezogen werden. Obwohl Zahnärzte dieses Krankheitsbild in ihrer beruflichen Laufbahn möglicherweise gar nicht sehen werden, unterstreicht dieser Fall allgemein die hohe Morbidität durch eine odontogene Infektion und die Notwendigkeit der rechtzeitigen Überweisung von Patienten mit entsprechender Symptomatik an ein spezialisiertes Schwerpunktkrankenhaus.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011, 66: 484–490)

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Ausgabe: 09/2011 A.K. Lührs
Diastemataschluss mittels direkter Technik im Frontzahnbereich

Einleitung: Diastemata im Frontzahnbereich besitzen eine unterschiedliche Genese und Häufigkeitsverteilung, wobei letztere von der Art der untersuchten Bevölkerungsgruppe abhängig ist.

Material und Methode: Wird die Entscheidung zugunsten einer Intervention getroffen, so existieren je nach Befund unterschiedliche Therapiemaßnahmen. Im Falle einer restaurativen Therapie unterscheiden sich die Behandlungsmaßnahmen hinsichtlich des Substanzverlustes.

Ergebnisse: Der vorgelegte Fallbericht beschreibt das minimalinvasive Vorgehen beim Diastemataschluss 12–22 mittels Kompositrestaurationen und zeigt das Behandlungsergebnis nach 3,5 Jahren intraoraler Verweildauer.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011, 66: 628–635)

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Ausgabe: 02/2011 S. Cepa - J. Bernhart
EMF-Doppelkronen – eine kostengünstige Behandlungsalternative zur prothetischen Versorgung teilbezahnter Patienten

Einführung: Zur prothetischen Versorgung von teilbezahnten Patienten stehen verschiedene herausnehmbare Versorgungsmöglichkeiten zur Auswahl. Doppelkronenprothesen bieten hinsichtlich Tragekomfort und Erweiterbarkeit anderen prothetischen Versorgungen gegenüber viele Vorteile. Die Kosten für eine derartige Versorgung sind im Vergleich zu anderen Versorgungsarten z.B. Modellgussprothesen auf Grund des hohen zahntechnischen Aufwandes und des verwendeten Edelmetallanteils allerdings hoch. Durch die Verwendung von edelmetallfreien Legierungen kann bei der Herstellung eine Kostenreduktion erzielt werden.

Methode: Der vorliegende Fallbericht präsentiert die Versorgung zweier Patienten mit Doppelkronenprothesen. Beim ersten Fallbeispiel wird eine konventionelle Doppelkronenversorgung aus hochgoldhaltigen Legierungen, beim zweiten aus edelmetallfreien Legierungen vorgestellt.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Durch die Verwendung von edelmetallfreien Legierungen kann eine Kostenreduzierung bei Doppelkronenprothesen erzielt werden. Somit kann auch finanziell eingeschränkten Patienten diese Art der Versorgung angeboten werden. Diese Methode sollte auf Grund der noch fehlenden Langzeitdaten nicht als Standard angewendet werden.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011, 66: 85–93)

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Ausgabe: 12/2011 M. Heiland - W. Eichhorn - M. Eichhorn - M. Siedler - W. Schäfer
Implantatinsertion unter fortgesetzter oraler Antikoagulantientherapie

Einführung: Das Management von Patienten, die orale Antikoagulantien einnehmen und einen oralchirurgischen Eingriff benötigen, ist kontrovers. Die Möglichkeit einer schweren postoperativen Blutung ist ein wesentlicher Aspekt bei allen Patienten, die Antikoagulantien zur Verhinderung einer Thrombose oder Thrombo-Embolie einnehmen. Das Unterbrechen der Phenprocoumon-Einnahme für eine kurze Periode vor dem geplanten Eingriff exponiert den Patienten möglicherweise dem größeren Risiko einer lebensbedrohlichen Thrombo-Embolie. Für die Gesundheit des Patienten erscheint es daher vorteilhaft, wenn der oralchirurgische Eingriff ohne Veränderung der Antikoagulation vorgenommen werden kann. Die vorliegenden Fallberichte einer Insertion von 4 interforaminären Implantaten in Kombination mit einer offenen Vestibulumplastik verdeutlichen das mögliche Ausmaß intraoraler Wundflächen, das mit der demonstrierten Operationstechnik ohne Veränderung der Antikoagulation erreichbar ist.

Material und Methode: Bei drei Patienten im Alter von 71 bis 91 Jahren wurden bei einer International Normalized Ratio (INR) zwischen 2–4 jeweils 4 interforaminäre Implantate in Kombination mit einer offenen Vestibulumplastik in Lokalanästhesie inseriert. Postoperativ wurde bei diesen Patienten eine Verbandsplatte für 14 Tage fest auf dem Kieferkammfixiert.

Ergebnisse: Bei keinem der drei Patienten trat eine behandlungsbedürftige Nachblutung auf. Es imponierten Hämatombildungen unterschiedlichen Ausmaßes intra- und extraoral, die sich ohne Intervention zurückbildeten. Es kam klinisch und röntgenologisch zu einer vollständigen Osseointegration der inserierten Implantate.

Schlussfolgerung: Bei zahnärztlich-chirurgischen Eingriffen unter fortgesetzter oraler Antikoagulantientherapie besteht ein erhöhtes Risiko der Blutung und Nachblutung. Dieses Risiko ist durch lokale Maßnahmen gut beherrschbar, so dass das Risiko einer möglichen Schädigung des Patienten durch eine Modifizierung der oralen Antikoagulation mit konsekutiver Thrombo-Embolie als höher einzustufen ist. Auch die Insertion interforaminärer Implantate mit offener Vestibulumplastik ist unter fortgesetzter Antikoagulantientherapie möglich.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011, 66: 872–877)

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Ausgabe: 10/2011 D. Edinger
Langzeitergebnis einer vertikalen Distraktionsosteogenese im Unterkiefer beidseits

Einführung: Zur vertikalen Restauration eines atrophierten Alveolarfortsatzes stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Neben der Auflagerung oder Interposition autogener oder alloplastischer Materialien existiert die vertikale Distraktionsosteogenese. Dieses Verfahren ermöglicht die Knochenregeneration ohne Knochenentnahme und ohne Verwendung von Fremdmaterialien. Als ein möglicher Nachteil wird dem Verfahren jedoch nachgesagt, dass der regenerierte Knochen langfristig zu deutlicher Atrophie neigt.

Material und Methode: Bei einem Patienten mit massiver Atrophie des Alveolarfortsatzes im Unterkiefer-Seitenzahnbereich beidseits wurde eine vertikale Distraktionsosteogenese durchgeführt. Es werden die Ergebnisse der klinischen Nachuntersuchung sowie der digitalen Volumentomographie sechs Jahre postoperativ dargestellt.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Bei der Untersuchung sechs Jahre postoperativ zeigte sich keinerlei Atrophie im Bereich des neugebildeten Callus. Die Implantate waren voll osseointegriert und die Restaurationen in einwandfreiem Zustand.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011, 66: 726–732)

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Ausgabe: 03/2011 C. Schach - J.K. Krieger - D. Wolff
Präventive und konservierend-restaurative Behandlung ei nes Patienten mit kombiniert erosiv-abrasiv geschädigtem Gebiss

Einführung: Nicht-kariesbedingte Zahnhartsubstanzläsionen gewinnen in der Zahnarztpraxis zunehmend an Bedeutung.

Material und Methode: Anhand einer Falldokumentation wird beschrieben, welche diagnostischen, präventiven und therapeutischen Maßnahmen aus Sicht der Zahnerhaltungskunde bei multiplen erosiven und abrasiven Defekten angezeigt sind.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Es werden die Behandlungsergebnisse vorwiegend konservierender Interventionen nach einer Beobachtungsdauer von drei Jahren vorgestellt. Dabei wird herausgearbeitet, dass eine gute Patienten-Compliance in allen Phasen der Behandlung einschließlich der Nachsorge von besonderer Relevanz ist.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011, 66: 166–172)

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Ausgabe: 01/2011 A.K. Lührs
Veneerversorgung nach Frontzahntrauma und Kompositrestaurationen
im Seitenzahnbereich – 5-Jahresergebnis

Einleitung: Häufige traumatische Verletzungen im Frontzahnbereich sind Frakturen der koronalen Zahnhartsubstanz, die zumeist die oberen Inzisivi betreffen.

Material und Methode: Je nach Ausmaß des Substanzverlustes bieten sich unterschiedliche Therapiemöglichkeiten wie Kompositrestaurationen, Veneerversorgungen oder Kronenversorgungen an. Der dargestellte Patientenfall beschreibt die Versorgung der beiden oberen mittleren Inzisivi mit Keramikveneers nach Frontzahntrauma durch einen Sturz.

Ergebnisse: Neben der Darstellung des Behandlungsablaufes (Veneers und Kompositrestaurationen im Seitenzahnbereich) wird auch die klinische Situation 5 Jahre nach Therapieende dargestellt.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011, 66: 15–23)

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Ausgabe: 08/2011 H.C. Lauer - G. Bornemann - A.R. Ketabi
Versorgung eines Patienten mit individuellen Abutments – Fallbericht

Einleitung: Der Einsatz osseointegrierter, dentaler Implantate als Ergänzung und Erweiterung des konventionellen, zahnärztlichen Therapiespektrums gewinnt immer mehr an Bedeutung. Neben der rein funktionellen Seite der Implantatversorgungen sind ästhetische Aspekte für die Patienten sehr entscheidend. Die Gestaltung des Emergenzprofils spielt dabei eine wichtige Rolle. Konfektionierte Abutments haben eine rotationssymmetrische Grundform und entsprechen im Durchtrittsbereich nicht der Form der natürlichen Zähne.

Material und Methode: In diesem Fallbericht wird die Versorgung eines Patienten mit individuellen Abutments durch zwei verschiedene Methoden (CAD-/CAM-Verfahren und Verkleben einer individuell gefrästen Zirkoniumoxidkappe mit einem konfektionierten Titanbasis) und unter Berücksichtigung funktioneller, ästhetischer und hygienischer Aspekte dargestellt.

Ergebnis: Mit beiden Methoden können optimale Behandlungsergebnisse erzielt werden. Mit dem CAD-/CAM-Verfahren (z. B. Atlantis VAD/Virtual Abutment Design- Software) können Abutments ausgehend von der idealen Formgebung der Krone individuell entworfen werden. Dies erspart Zeit und somit auch Kosten.

Schlussfolgerung: Durch die Fallpräsentation wird gezeigt, dass mit Hilfe CAD/CAM gefertigten Abutments die prothetischen Arbeitsabläufe ohne Einbußen bei der Ästhetik und Funktion vereinfacht und beschleunigt werden können. Damit kann ein natürlich-ästhetisches Ergebnis erzielt werden.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011, 66: 545–551)

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Ausgabe: 04/2011 N. Passia - B.S. Kröplin
Zahnimplantatgetragene Oberkieferhybridprothese unter Einsatz verschiedener Halteelemente – ein Fallbericht

Einleitung: In der Literatur wird bei teilbezahnten Patienten die Pfeilervermehrung durch Implantate an strategisch günstiger Position beschrieben, allerdings ist der hiermit verbundene finanzielle Aufwand nicht unerheblich. Um die Kosten zu reduzieren, können spezielle Halteelemente verwendet werden.

Material und Methode: In diesem Fallbericht wird die Versorgung eines teilbezahnten Oberkiefers mit einer Hybridprothese unter Verwendung von zahngetragenen Teleskopkronen und konfektionierten, implantatgetragenen Halteelementen (Locator) exemplarisch dargestellt.

Ergebnis: Durch den Einsatz konfektionierter Halteelemente können die Gesamtkosten für den Patienten reduziert werden. Die entstehenden Kosten im Rahmen der Nachsorge müssen jedoch berücksichtigt werden.

Schlussfolgerung: Auf Grund fehlender Langzeitdaten zur Kombination unterschiedlicher Halteelemente sollte diese Versorgungsart noch nicht als Standard angewendet werden.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011; 66: 254–262)

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Ausgabe: 05/2011 H.J. Staehle
„Caninisierung“ von Prämolaren

Einführung: Bei Höckerfrakturen im Seitenzahnbereich stehen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung.

Material und Methode: Es erfolgte anhand einer konkreten Fallbeschreibung (palatinale Höckerfraktur eines Prämolaren mit tief subgingivalem Frakturverlauf) im Jahr 2010 eine Expertenbefragung über verschiedene Behandlungsoptionen, die auf einem Symposium mit rund 100 Zahnärzten unter Berücksichtigung des tatsächlich eingeschlagenen Behandlungswegs erörtert wurden.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Das Spektrum der Behandlungsvorschläge war heterogen und variierte im Hinblick auf die Invasivität der Vorgehensweise teilweise erheblich. Die Vorschläge reichten von einer Odontoplastik im Sinne einer „Caninisierung“ des Prämolaren bis hin zu einer vollständigen restaurativen Zahnrekonstruktion nach chirurgischer Kronenverlängerung. Die Ergebnisse machen eine gewisse Polarisierung in der zahnärztlichen Entscheidungsfindung (defensiv versus offensiv) deutlich, die mit fachbezogenen Argumenten allein nicht hinreichend begründbar erscheint.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011, 66: 341–346)

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