Praxis

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FALLBERICHT
Ausgabe: 06/2012 - C.-P. Ernst
Einfache Reparatur
von Goldrestaurationen

Einführung: Singuläre Defekte an existierenden Goldrestaurationen werden häufig als Indikation für eine Neuanfertigung der Gesamtrestauration gesehen. In Anbetracht einer Schonung der Zahnhartsubstanz und einer Minimierung der Restaurationskosten wird häufig über eine Reparatur nachgedacht. Ein übliches Vorgehen ist das Abstrahlen der Metalloberfläche in Kombination mit der Verwendung eines Metall-Primers.

Methode: Die vorgestellten Fälle beschreiben ein vereinfachtes Vorgehen teils mit, teils ohne separate Aluminiumoxid-Vorbehandlung der Metallfläche nach einfachem Anrauen mit Hilfe eines Diamantschleifkörpers sowie der Verwendung eines im Adhäsiv integrierten Metall-Primers.

Schlussfolgerung: Mit der vorgestellten Versorgungsform konnte eine Substanz- sowie Kosten-schonende Reparatur einer ansonsten intakten Goldrestauration erzielt werden.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 352–358)

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Ausgabe: 02/2012 - I. Staufenbiel
Manifestation von Leukämie in der Mundhöhle – Fallbericht

Einleitung: Viele systemische Erkrankungen führen in ihrem Verlauf zu Veränderungen der Haut und Schleimhäute. Manifestationen in der perioralen Region oder der Mundhöhle entstehen oft bevor sich Symptome an anderen Körperregionen manifestieren. Insbesondere der Zahnarzt, der seine Patienten häufiger zu Routinekontrollen sieht als Ärzte anderer Fachdisziplinen, spielt bei der Früherkennung von systemischen Erkrankungen eine besondere Rolle. Bei malignen Grunderkrankungen wie der Leukämie, bei der das Zeitfenster zwischen Erkrankung und Therapie eine der größten prognostischen Variablen darstellt, ist die Früherkennung von oralen Manifestationen durch den Zahnarzt daher besonders wichtig.

Material und Methode: In diesem Fallbericht soll das charakteristische klinische Erscheinungsbild von oralen Manifestationen der Leukämie dargestellt werden. Darüber hinaus soll gezeigt werden, wie durch systematische antiinfektiöse Therapie und engmaschige Kontrollsitzungen Patienten mit Leukämie in enger Kooperation mit den hämatologischen Onkologen symptomfrei durch die Chemotherapie begleitet werden können.

Ergebnis: Die hämatologische Untersuchung führte zur Diagnose akute, myeloische Leukämie. Es wurde umgehend eine Chemotherapie eingeleitet. Durch konsequente zahnärztliche Begleitung konnten mukositische Veränderungen durch die Chemotherapie vermieden werden.

Schlussfolgerung: Die Fallpräsentation soll das klinische Bild von oraler Manifestation der Leukämie demonstrieren und dazu beitragen, dass durch gewissenhafte Inspektion der Mundhöhle die Leukämie frühestmöglich erkannt und hämato-onkologisch therapiert werden kann.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 84–89)

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Ausgabe: 11/2012 - A.W. Benecke, A.T. Assaf, M. Alai-Omid, J. Semmusch, M. Heiland, G. Heydecke
Prothetische Rehabilitation eines Tumorpatienten bei schwierigen sagittalen und transversalen Verhältnissen mittels individuellem CAD/CAM-gefertigten Steg –
ein Fallbericht

Einführung: Die prothetische Rehabilitation von Patienten mit Tumoren im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich stellt stets eine Herausforderung dar. Die Rehabilitation dieser Patienten gelingt nur durch eine enge Kooperation von Chirurg, Zahnarzt und Zahntechniker. Aufgrund der starken morphologischen Veränderungen durch resektive und rekonstruktive Operationen ist eine konventionelle zahnärztliche Versorgung oft nicht möglich. Eine Befestigung von Zahnersatz mittels dentaler Implantate ist oftmals die einzige Möglichkeit, einen Patienten erfolgreich umfassend zu rehabilitieren.

Material und Methode: Dieser Fallbericht stellt die prothetische Rehabilitation eines Tumorpatienten mit schwierigen sagittalen und transversalen Verhältnissen dar. Es wurde eine Deckprothese auf 5 Implantaten hergestellt, die mittels eines CAD/CAM-gefertigten individuellen Steges verankert wurde.

Ergebnis: Es lässt sich darstellen, dass individuelle steggetragene Deckprothesen bei schwierigen sagittalen und transversalen Verhältnissen eine sehr gute prothetische Rehabilitation ermöglichen, um den Patienten funktionell, phonetisch und ästhetisch mehr Lebensqualität zukommen zu lassen.

Schlussfolgerung: Die Versorgung mit einer kombinierten implantat- und individuell steggetragenen Rekonstruktion stellt eine vielversprechende Möglichkeit der Behandlung von Tumorpatienten dar. Jedoch kann aufgrund fehlender Langzeitdaten bezüglich der Belastungsverhältnisse von individuellen Stegen, der hohen Belastungsverhältnisse am Implantat-Steg-Interface, sowie der konstruktionsbedingten, eingeschränkten Hygienefähigkeit des Steges, hinsichtlich der Haltbarkeit des Zahnersatzes nur eingeschränkt eine Aussage getroffen werden. Deshalb kann diese Versorgungsart noch nicht als Standard empfohlen werden.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 687–694)

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Ausgabe: 09/2012 J. Behring
Die Verlängerung der klinischen Zahnkrone. Teil 1: Hintergründe und Grundlagen

Einleitung: Dies ist der erste Teil einer zweiteiligen Übersichtsarbeit zum Thema der Verlängerung der klinischen Zahnkrone. Es wird beschrieben, welche biologischen und statischen Faktoren bei der Behandlungsplanung zu beachten sind, um einen tief zerstörten Zahn langfristig zu erhalten und erfolgreich versorgen zu können. Besonders die Einhaltung der biologischen Breite und die Möglichkeit einer Ferrule-Präparation sind hervorgehoben zu betrachten.

Material und Methode: In der weiteren Folge beschreibt dieser erste Teil die verschiedenen Techniken und Limitationen der Kronenverlängerung, von der Gingivektomie über die klassischen chirurgischen Techniken bis hin zur kieferorthopädischen Forced Eruption Technique. Es werden ferner die Grundlagen für eine erfolgreiche Gesamtbehandlung einschließlich endodontischer und restaurativer Fragen diskutiert.

Schlussfolgerung: Schlussfolgernd kann festgestellt werden, dass die Verlängerung der klinischen Zahnkrone bei korrekter Planung einen sicheren und gut vorhersagbaren Weg zum Erhalt tief zerstörter Zähne darstellt und somit in der Entscheidungsfindung über einen Erhalt eines tief zerstörten Zahnes eine zentrale Rolle spielen sollte. Eine chirurgische Kronenverlängerung kann darüber hinaus eine gute Behandlungsoption für die Therapie eines sogenannten Gummy-Smile darstellen.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 549–558)

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Ausgabe: 10/2012 J. Behring
Die Verlängerung der klinischen Zahnkrone. Teil 2: Praktisches Vorgehen

Einleitung: Der zweite Teil dieser Arbeit zum Thema der Verlängerung der klinischen Zahnkrone beschreibt das praktische Vorgehen der klassischen chirurgischen Kronenverlängerung im Seitenzahnbereich und der Ästhetikzone.

Material und Methode: Eine erfolgreiche chirurgische Kronenverlängerung ist abhängig von der Auswahl der richtigen Inzisionstechnik, der korrekten Ausdehnung einer möglichen Knochenresektion und der Festlegung einer idealen Präparationsform für die weitere Zahnversorgung. Neben dem chirurgischen Vorgehen werden deshalb auch die begleitenden Maßnahmen wie chirurgische Planung, die Stumpfpräparation und das Legen der Aufbaufüllung beschrieben.

Schlussfolgerung: Abschließend wird auf die Besonderheiten der Kronenverlängerung in der Ästhetikzone eingegangen, und es werden die wichtigsten Faktoren für ein Gelingen dieser schwierigen Behandlung einschließlich der prothetischen Versorgung beschrieben.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012; 67: 618–627)

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Ausgabe: 01/2012 E. Wirsching
Komposite im Frontzahnbereich für Formkorrekturen – eine dauerhafte Therapieform?

Einführung: Die verbesserten Materialeigenschaften der modernen Komposite führen zu deren stetig steigendem Einsatz für ästhetische Formkorrekturen im Frontzahnbereich.

Material und Methode: Der vorliegende Artikel soll eine Übersicht über den aktuellen Stand der Literatur geben und anhand klinischer Fallbeispiele mögliche Indikationsbereiche aufzeigen.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Für den Langzeiterfolg dieser Restaurationen sehen alle Publikationen eine korrekte Einhaltung und Überprüfung aller Arbeitsschritte sowie die Kenntnis über mögliche Grenzen der Indikation als unerlässlich.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 11–16)

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Ausgabe: 05/2012 W. Walther - M. Korsch - A. Bräuning
Mesh-Augmentation bei ausgeprägter lateraler und vertikaler Atrophie

Einführung: Durch die Entwicklung neuer Materialien und Techniken im augmentativen Bereich wurde die dentale Implantologie revolutioniert. Implantologische Behandlungen sind heute in einer Vielzahl der Fälle Routineeingriffe. Fehlender Knochen kann in den meisten Fällen augmentiert werden, so dass ein implantatgetragener Zahnersatz möglich ist. Für die Rekonstruktion vertikal atrophierter Kiefer stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Neben der Augmentation mit Titan-Mesh existieren die Distraktionsosteogenese sowie die Auflagerung und Interposition von autologem Knochen oder alloplastischem Material.

Material und Methode: Der vorliegende Fall zeigt die Rekonstruktion einer ausgeprägten Atrophie im Frontzahnbereich. Mehrjährige Zahnlosigkeit Regio 12 und 13 mit Ersatz der Zähne durch eine Modellgussprothese führte zu einer massiven horizontalen und vertikalen Atrophie. Das unzureichende Knochenlager wurde mit einem Titan-Mesh, autologem Knochen und Knochenersatzmaterial augmentiert. Nach 4 Monaten wurden 2 Astra Osseo Speed Implantate Regio 12 und 13 inseriert. 5 Monate nach Implantation erfolgte die provisorische und 11 Monate nach Implantatinsertion die definitive Versorgung mit 2 verblockten Kronen.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Durch die Augmentation mit einem Titan-Mesh konnte das vertikale Knochendefizit Regio 12/13 bis auf das Knochenniveau der Nachbarzähne 11 und 14 rekonstruiert werden. Ebenfalls wurde eine ausreichende Kieferkammbreite zur Aufnahme von 2 Implantaten erreicht. Funktionell und ästhetisch konnte die Situation im Oberkiefer im Vergleich zur Ausgangsversorgung mit einer Modellgussprothese deutlich verbessert werden. Eine Röntgenkontrolle 2 ½ Jahre nach Implantation zeigt stabile periimplantäre Verhältnisse.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 288–296)

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Ausgabe: 03/2012 M. Müller - S. Trützschler
Optische Abformung im Rahmen von Kronenversorgungen im Seitenzahngebiet – Erfahrungsbericht

Einleitung: Die Verarbeitung von Zirkondioxid-Keramiken bedingt eine computergestützte Arbeitskette. Dabei kann der digitale Prozess mit der optischen intraoralen Datenerfassung starten.

Material und Methode: Zusätzlich zur konventionellen Abformung wurde mit Hilfe eines intraoralen Scanners (iTero, Aligntech, San Jose, USA) ein optischer Abdruck genommen. Auf Grundlage der digitalen Daten wurden keramische Gerüste digital konstruiert, gefertigt und nach Anprobe verblendet.

Ergebnisse: Der vorgelegte Fallbericht beschreibt das Vorgehen bei der intraoralen digitalen Datengewinnung und Verarbeitung und zeigt das Behandlungsergebnis. Die Vor- und Nachteile dieser Arbeitsweise werden herausgearbeitet. Es konnten zuverlässig passgenaue Keramikkronen hergestellt werden.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 163–168)

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Ausgabe: 12/2012 J.-H. Lee - H.-C. Lauer - C. Landes - B. Glasl - B. Zahn - T. Zahn
Prothetische Rehabilitation eines Patienten mit Maxillaaplasie, Mikrostomie und Inkongruenz der Kieferbasen

Einführung: Die prothetische Versorgung von Patienten mit angeborenen schweren Fehlbildungen des Kiefer-Gesichtsbereichs stellt eine der größten Herausforderungen zahnärztlicher Therapien dar. Bedingt durch die geringe Häufigkeit solcher Fehlbildungen und die zum Teil drastisch veränderte Anatomie der Patienten müssen viele routinemäßig durchgeführte Behandlungsabläufe und -vorgehensweisen an die jeweilige Situation angepasst und ggf. modifiziert werden. Weiterhin erfordert die Komplexität solcher Behandlungssituationen meist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Behandlern verschiedener zahnärztlicher Fachgebiete, um die fehlbildungsbedingten Besonderheiten und Veränderungen zu beherrschen.

Material und Methode: Der vorliegende Fallbericht stellt die umfangreiche kieferorthopädische, chirurgische sowie prothetische Versorgung eines zu Behandlungsbeginn 37-jährigen Patienten mit Maxillaaplasie, Mikrostomie und Inkongruenz der Kieferbasen infolge eines angeborenen Kiefer-Gesichtsdefekts dar. Um die Wünsche des Patienten nach Verbesserung der Kaufunktion, der Phonetik sowie der Ästhetik zu realisieren, erfolgte zunächst eine kieferorthopädische Vorbehandlung zur Ausformung des Unterkiefer-Zahnbogens. Die ausgeprägte Laterognathie, der tiefe Biss sowie die fortgeschrittene Alveolarfortsatzatrophie erforderten anschließend ein umfangreiches chirurgisches Vorgehen. In mehreren Operationen erfolgten eine subalveoläre Osteotomie im Unterkiefer, die Augmentation mit autologem Knochen aus dem Becken sowie die Insertion von 2 Zygoma-Implantaten im Oberkiefer und 3 weiteren Implantaten im Unterkiefer. Nach Abheilung schloss sich die prothetische Versorgung des Oberkiefers durch eine doppelkronengestützte Galvanoprothese mit keramischen Primärkronen sowie die Versorgung der Implantate des Unterkiefers mit Vollkeramikkronen an.

Ergebnis und Schlussfolgerung: Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass bezogen auf den vorliegenden Fallbericht eine hohe Patientenzufriedenheit und eine Verbesserung der Lebensqualität durch umfangreiche und aufwendige Maßnahmen erzielt werden konnten. Eine Rehabilitation des Patienten im Sinne einer Erleichterung der sozialen Integration wurde ermöglicht. Die enge Kooperation unterschiedlicher Fachdisziplinen stellt eine wesentliche Voraussetzung zur zufriedenstellenden Lösung des vorliegenden komplexen Falles dar.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67, 746–752)

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Ausgabe: 08/2012 B. Wöstmann - P. Rehmann - S. Schierz
Teleskopverankerte Obturatorversorgung von Patienten mit Maxillateilresektion und Restbezahnung*

Einleitung: Die notwendige Radikalität der Resektionen bei Tumorpatienten kann dazu führen, dass die chirurgische Schließung der Defekte nicht in jedem Fall mehr möglich ist. Im Bereich des Oberkiefers hat dann der künstliche Ausgleich von Defekten das Ziel, Mund- und Nasenhöhle hermetisch voneinander zu trennen.

Methode: Ist nach einer Maxillateilresektion im verbliebenen Kieferanteil noch eine Restbezahnung vorhanden, kann diese dann zur Verankerung einer Resektionsprothese herangezogen werden.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Die Konzepte zur prothetischen Rehabilitation basieren dabei auf Techniken und Methoden, die der herkömmlichen Prothetik entliehen sind. Der vorgelegte Fallbericht beschreibt die Vorgehensweise bei der Herstellung einer teleskopverankerten Oberkiefer-Obturatorprothese.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 477–482)

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