Praxis

Hier finden Sie alle Beiträge der Bereiche Buchbesprechungen, Produkte und Zeitschriftenreferate in  chronologischer Sortierung. Alternativ können Sie die Beiträge auch nach dem Titel sortieren.


 

JAHRGANG: 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009
SORTIEREN NACH: DATUM | TITEL

PRAXISLETTER
Ausgabe: 03/2009 A. Podbielski - Rostock
Antibiotische Prophylaxe bei Patienten mit Gelenkprothesen?

Im vergangenen 2007 wurde ein Statement der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie-, Herz- und Kreislaufforschung (siehe DGZMK-Leitlinie 2007) zum Endokarditisrisiko nach zahnärztlichen Eingriffen veröffentlicht, in dem Indikationen für eine Antibiotikaprophylaxe, z. B. nach Herzklappenersatz, evidenzbasiert definiert wurden. Die Frage nach möglichen Infektionen anderer Endoprothesen, z. B. Gelenkprothesen, stellt ein ähnlich gelagertes Problem dar, jedoch existiert bisher kein einheitliches Statement. Demnächst wird ein interessanter deutscher Diskussionsbeitrag publiziert, der in Zusammenarbeit mit Orthopäden und Mikrobiologen erarbeitet wurde. Hier werden Überlegungen internationaler orthopädischer und unfallchirurgischer Fachgesellschaften zur Prophylaxe von Protheseninfektionen betrachtet, die im Folgenden kurz vorgestellt werden sollen.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 03/2009 Regensburg - R. Bürgers
Tinnitus

Welche Aufgaben hat der Zahnarzt bei der Behandlung von Patienten mit Tinnitus?

» kompletten Artikel lesen

ZEITSCHRIFTENREFERAT
Ausgabe: 12/2009 H. Tschernitschek - Hannover
Über eine neue Applikationsform für Antimykotika bei der lokalen Behandlung einer protheseninduzierten oralen Candida-Mykose

Bei einer oralen Candida-Infektion von Prothesenträgern befinden sich die Keime nicht nur auf dem Gewebe der Mundschleimhaut, sondern immer auch auf und in dem Prothesenkunststoff. Dadurch kann es bei einer inkonsequenten Behandlung immer wieder zu Reinfektionen kommen. Dies wird als ein potentieller Grund für die hohe Rezidivquote angesehen.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 11/2009 H. Tschernitschek - Hannover
Über Zusammenhänge zwischen der Anamnese von Wurzelkanalbehandlungen und koronaren Herzerkrankungen in der „Artheriosklerose – Risiko – Studie“

Viele Studien belegen inzwischen Zusammenhänge zwischen Parodontalerkrankungen und koronaren Herzerkrankungen. Potentielle Auswirkungen endodontischer Erkrankungen und Behandlungen auf Herz-Kreislaufprobleme fanden bisher dagegen kaum wissenschaftliche Beachtung, obwohl hier ähnliche Pathomechanismen greifen könnten. So sind auch an endodontischen Problemen gram-negative, anaerobe Keime beteiligt. Es kommt auch hier zu Zytokinausschüttungen und es wurden auch im Umfeld von endodontischen Behandlungen systemisch erhöhte Level von Entzündungsmediatoren nachgewiesen.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 10/2009 H. Tschernitschek - Hannover
Genetische Varianten verbunden mit Rothaarigkeit, Angst vor Zahnschmerzen sowie Angst vor und Vermeidung von zahnärztlicher Betreuung

Naturrotes Haar wird durch Varianten des hochgradig polymorphen Melanocortin-1-Rezeptors (= MC1R) verursacht. MC1R ist Bestandteil des Melanocortin-Systems und kann nicht nur die Haut- und Haarfarbe beeinflussen. Er wirkt sich auch auf die Schmerzrezeption, das Angstverhalten und die analgetische Wirksamkeit von Opioiden aus. Bei Menschen mit MC1R sind oft Anästhesien in ihrer Wirksamkeit reduziert, wobei der genaue Wirkmechanismus dieses Phänomens noch unbekannt ist. Die Autoren dieser Studien vermuteten, dass die mit der partiellen Unwirksamkeit von Lokalanästhetika verbundenen, negativen Erlebnisse bei Zahnbehandlungen zu erhöhter Zahnarztangst führen könnten. Sie überprüften deshalb die Hypothese, dass das Vorhandensein von naturrotem Haar und/oder der genetischen Variante MC1R Aussagen über vorangegangene negative Erfahrungen mit Zahnbehandlungen und daraus folgenden Zahnarztängsten und Vermeidungsverhalten erlauben.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 10/2009 Basel - J. C. Türp
Kaum Zitierfähiges zum Thema Myoarthropathien des Kausystems

Beiträge aus der Zahnmedizin in internationalen medizinischen Spitzenzeitschriften sind höchst seltene Ereignisse. Aber – sie kommen vor. Spontan erinnern wir uns an Mauno Könönens Aufsehen erregenden Zweiseiter über das Kiefergelenkknacken, der 1996 in The Lancet (347, 1080–1081) erschienen war: knapp, inhaltsstark, folgenreich – er verhalf dem Autor zu einem außergewöhnlichen Karrieresprung und bewahrte viele Patienten vor unnötigen Behandlungen.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 09/2009 Basel - J. C. Türp
Empfehlungen zur Therapie von Kiefermuskelschmerzen

Myogener Schmerz in der Kiefermuskulatur ist die häufigste persistierende, nicht-odontogene Schmerzform im stomatognathen System. Daher überrascht die relativ geringe Zahl der vorhandenen klinisch orientierten und zugleich qualitativ hochstehenden Fachbeiträge zu diesem Thema. Der Artikel aus dem renommierten Amsterdamer Akademischen Zentrum für Zahnheilkunde (ACTA) geht der klinisch und juristisch relevanten Frage nach, wann man von einer Lege-Artis-Behandlung von Patienten mit Kiefermuskelschmerzen sprechen kann.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 09/2009 H. Tschernitschek - Hannover
In-vitro-Untersuchungen zum Effekt von drei Prothesenreinigungsmethoden auf Biofilmbeschichtungen von Acrylaten

Adäquate Prothesenhygiene dient nicht nur der Prophylaxe von Stomatitiden, sondern ist auch ein wesentlicher Faktor zur Vermeidung disseminierter Infektionen, insbesondere bei älteren Prothesenträgern. Die Wirksamkeit der verschiedenen Möglichkeiten der Prothesenreinigung wird in der Fachliteratur kontrovers diskutiert. Ziel dieser Studie war es, den Effekt von drei verbreiteten Reinigungsmethoden (mechanisch, chemisch und beides kombiniert) auf unterschiedliche Mikroorganismen zu untersuchen. Dazu wurden 220 identische zylindrische Probekörper (Durchmesser 15 mm, Dicke 4 mm) aus Prothesenbasiskunststoff hergestellt und in einer genormten Vorgehensweise ausgearbeitet und poliert. Die Probekörper wurden nach Sterilisation einseitig jeweils mit einem der folgenden Mikroorganismenstämme beschichtet:

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 08/2009 H. Tschernitschek, - Hannover
Nachweis von Zytotoxin-Genotypen von Helicobacter pylori in Magen, Speichel und dentaler Plaque

Der gastrische Helicobacter pylori wurde als ein Hauptverursacher der chronischen Gastritis Typ B identifiziert, die zu Magen- und Duodenalulzera und letztlich auch zu Magenkarzinomen führen kann. H. pylori zeichnet sich durch eine hohe Mutationsrate und eine große genetische Diversität aus. Die hohe Prävalenz von H. pylori im Speichel von betroffenen Patienten legt nahe, dass die Mundhöhle ein Reservoir für H. pylori darstellen könnte. Nach Zustimmung der zuständigen Ethik-Kommission untersuchten die Autoren Proben von 62 Patienten (Durchschnittsalter 42 Jahre) aus dem Hospital Universitário Pedro Ernesto in Rio de Janeiro. 32 Probanden hatten keine Beschwerden und dienten als Kontrollgruppe. Die anderen 30 Patienten litten unter gastritischen Beschwerden (11 mit Gastritis, 19 mit Magenulcus). Bei allen Studienteilnehmern wurden Speichel- und Plaqueproben entnommen, bevor gastroskopisch eine Biopsie durchgeführt wurde. Neben einer histologischen Untersuchung der Biopsieproben benutzten die Autoren zur Identifikation von H. pylori molekularbiologische Nachweismethoden. Mit Hilfe einer PCR und anschließender DNA-Sequenzierung wurden eine für H. pylori spezifische 16S ribosomale Gensequenz und eine für einen virulenten Stamm von H. pylori spezifische cagA-DNA nachgewiesen. Das bakterielle cagA-Protein ist ein Oberflächenantigen, dem eine wesentliche Bedeutung für die Interaktionen von H. pylori mit den befallenen Schleimhäuten zukommt und das deshalb in hohem Maße mit der klinischen Krankheitsausprägung verbunden ist. CagA ist bei 60 % – 80 % der H. pylori-Stämme vorhanden.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 07/2009 H. Tschernitschek, - Hannover
Untersuchungen zur Pluripotenz humaner Pulpazellen

Postnatale Stammzellen wurden bisher aus einer Reihe unterschiedlichster Gewebe vom Knochenmark bis hin zu Nervengewebe isoliert. In Abhängigkeit von ihrer Herkunft gilt das Differenzierungspotential der Zellen als eingeschränkt. Die Autoren untersuchten in dieser Studie, ob postnatale Stammzellen, die aus der menschlichen Pulpa gewonnen werden, das Potential zur Differenzierung in Zellen anderer Gewebearten haben. Dafür benutzten die Autoren mit Genehmigung der zuständigen Ethikkommission Pulpazellen aus verlagerten Weisheitszähnen von Jugendlichen und Erwachsenen im Alter von 14 bis 35 Jahren. Außerdem wurden Pulpazellen von exfoliierten Milchzähnen von 7- bis 10-jährigen Kindern verwendet. Als Kontrollgruppe dienten mesenchymale Stammzellen aus dem Knochenmark. Die Zellen wurden isoliert, kultiviert und mit entsprechenden Medien zur Differenzierung angeregt. Sowohl durch morphologische Charakterisierung (z. B. Alzianblau-Färbung) als auch durch spezifische Marker (RT-PCR) wurden die Differenzierungen nachgewiesen. Außerdem wurde die osteo-, chondro- und adipogenetische Aktivität der Zellen dokumentiert. Die Ergebnisse zeigten, dass die pulpalen Stammzellen das Potential zur Differenzierung in Osteoblasten, Chondrozyten und Adipozyten besaßen. Die alkalische Phosphatase-Aktivität sowie die Osteokalzin-Produktion und damit das osteogenetische Potential waren bei den aus Milchzahnzellen differenzierten Osteoblasten höher, als bei denen aus Weisheitszahnzellen. Die Autoren beobachteten außerdem, dass die pulpalen Stammzellen bei ihren Proliferationsraten und in der akalischen Phosphatase-Aktivität den Knochenmarkzellen unter ähnlichen Konditionen vergleichbar waren.

» kompletten Artikel lesen