Praxis

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BUCHBESPRECHUNG
Ausgabe: 04/2010 Jens C. Türp - Basel
Herzenssachen. So schön kann Medizin sein

Dass einiges faul ist im gegenwärtigen Gesundheitswesen in Deutschland, ist allgemein bekannt. Bernd Hontschik, ein in eigener Praxis tätiger, aber weit über die Frankfurter Stadtgrenzen hinaus bekannter Chirurg www.hontschik.de/chirurg, fasst in diesem Taschenband (laut)starke Argumente zusammen, die die Leserin und den Leser zur Wachsamkeit an vielen Fronten aufrufen – Wachsamkeit gegenüber gesundheitspolitischen Irrläufen, Wachsamkeit gegenüber irrigen Behauptungen („Lüge 1: Es gibt eine Kostenexplosion im Gesundheitswesen.“ „Lüge 2: Deutschland hat zu hohe Lohnnebenkosten.“ „Lüge 3: Die Überalterung unserer Gesellschaft macht das Gesundheitswesen zunehmend unbezahlbar.“), Wachsamkeit gegenüber operationswütigen Ärzten („In der Ärzteschaft wird bis zu 80 Prozent weniger operiert als in der Gesamtbevölkerung.“). Vor allem aber Wachsamkeit gegenüber der Pharmaindustrie. Etwa weil sie in hohem Ausmaß ärztliche Fortbildungen und Journale sponsert („Etwa 95 Prozent der medizinischen Fachzeitschriften sind von Pharmawerbung abhängig“). Oder weil sie engsten Kontakt mit medizinischen (Universitäts-)Experten pflegt und auf diese Weise Einfluss auf die Ergebnisse von Leitlinien nehmen kann: „Es lässt sich leicht berechnen, wie viele Millionen Menschen man zusätzlich zu Hochdruck-Kranken erklären kann, wenn man den systolischen Grenzwert nur um 5 oder gar um 10 mmHg absenkt“. Wen wundert’s, wenn Hontschik, der unermüdliche Warner gegen die zunehmende Tendenz, eine „Passung zwischen Medizin und Kommerz“ anzustreben, zu der Schlussfolgerung gelangt, dass „nicht wenige Professoren [...] eigentlich habilitierte Pharmavertreter“ seien?

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Ausgabe: 04/2010 Hannover - A. Demling
Selbstligierende Brackets. Konzepte und Behandlung

Die Wiederentdeckung der bereits in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelten „selbstligierenden“ Brackets hat in der Kieferorthopädie zu einem regelrechten Boom solcher Brackets mit integrierter Ligatur geführt. Nicht zuletzt durch die intensive Werbung der Industrie wurden verbesserte Behandlungsmöglichkeiten im Sinne einer Erweiterung der Non-Extraktionstherapie auch bei extremen Engständen, verkürzte Behandlungsdauern und Stuhlzeiten sowie effizientere Mechaniken durch reduzierte Friktion versprochen.

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Ausgabe: 10/2010 F.J. Kramer - Göttingen
ITI Treatment Guide, Band 3: Implantationen in Extraktionsalveolen

Mit dem Band 3 des ITI Treatment Guide stellen die Autoren S. Chen und D. Buser ein umfangreiches Werk zur Implantation in die Extraktionsalveole vor. Auf rund 200 Seiten berichten sie über die präoperative Diagnostik und die Behandlungsmöglichkeiten bei Implantationen in Extraktionsalveolen, die Vor- und Nachteile von verschiedenen Behandlungskonzepten und geben Empfehlungen zur Auswahl des Behandlungsansatzes. Eine Vielzahl von klinischen Einzelfallbeschreibungen mit unterschiedlichen Implantationsprotokollen schließt sich an, wobei die spezifischen Vor- und Nachteile der Sofortimplantation, der Frühimplantation und der Spätimplantation abwägend beleuchtet werden. Schließlich wird ausführlich auf die Gefahr von Komplikationen und das erfolgreiche Komplikationsmanagement eingegangen. Eine aktuelle Literaturübersicht beendet die Darstellungen. Die klare Gliederung des Inhaltes setzt sich auch in den einzelnen Kapiteln fort und zahlreiche Illustrationen präzisieren die inhaltlichen Aussagen sehr anschaulich. Insbesondere stellen die Autoren klare algorhythmische Empfehlungen zum jeweiligen Behandlungsablauf und Kriterien zur Entscheidungsfindung vor, so dass sich der implantologisch interessierte Leser sehr rasch in die Materie einfinden kann und die jeweiligen Behandlungskonzepte nachvollziehbar werden. Die reich illustrierten Falldarstellungen beschreiben das Management ausgewählter klinischer Problemfälle und weisen auf häufige Fallstricke hin, die oft in kleinen Details versteckt liegen. Insgesamt gelingt den Autoren somit eine gleichzeitige Präsentation als umfangreiches Nachschlagewerk, aber auch als Leitfaden für den praktischen Anwender bei konkreten klinischen Herausforderungen. Der Verkaufspreis des Buches für 86,00 € ist der hochwertigen Ausstattung durchaus angemessen und das Buch dem implantologisch interessierten Kollegen, der sich der Sofortimplantation zuwenden möchte, uneingeschränkt zu empfehlen.

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Ausgabe: 10/2010 Zürich - A. Mehl
Internationales Wörterbuch der Metrologie (Vocabulaire international de métrologie)

Die Intention dieses Wörterbuches ist, eine eindeutige Fachsprache auf dem Gebiet der Metrologie (Wissenschaft vom Messen und ihre Anwendung) zu definieren, die international in der wissenschaftlichen Literatur verwendet wird. Dazu haben Vertreter von acht internationalen Organisationen, die auf diesem Gebiet tätig sind, die grundlegenden Begriffe in englischer und französischer Sprache zusammengefasst. Die vorliegende deutsch-englische Fassung dieser dritten Ausgabe wurde von dem Gemeinschaftsausschuss „Messtechnik“ von DIN, VDI/VDE, DKE und weiteren deutschen, österreichischen und schweizerischen Verbänden erarbeitet.

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Ausgabe: 10/2010 Achim Meurer - Mudersbach
Ratgeber für Ärzte – Recht in der Praxis

Ziel dieses kleinen Büchleins – oder Neudeutsch Booklets – ist es, vor allem dem jungen Kollegen Richtlinien an die Hand zu geben, wie er mit rechtlichen Problemen in seiner Praxis umgehen sollte.

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Ausgabe: 10/2010 Regensburg - G. Schmalz
MEMORIX Zahnmedizin

Die ganze Zahnheilkunde auf ca. 600 Seiten: ist das überhaupt möglich? Machen sich doch an anderer Stelle hochrangige Autoren-Teams die nicht immer einfache Mühe, nur Teilbereiche der Zahnheilkunde in vergleichbarem Umfang darzustellen. Um es vorwegzunehmen: es ist möglich und es ist sogar sehr gut möglich, wenn man das vorliegende Buch als das sieht, was es nach dem Vorwort des Autors sein soll: ein Kitteltaschenkompendium.

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Ausgabe: 02/2010 Jens C. Türp - Basel
Gebitsslijtage. Een praktische handreiking voor preventie, diagnostiek en behandeling.

Einer der vielen Bereiche, in denen die niederländische Zahnmedizin international hohes Ansehen genießt, ist die Bruxismusforschung. Jeder, der sich mit dem Phänomen des Zähneknirschens und Kieferpressens beschäftigt hat, kennt – zumindest aus der Fachliteratur – die beiden wohl profiliertesten Forscher auf diesem Gebiet: Gilles Lavigne von der Universität von Montreal und Frank Lobbezoo vom Akademischen Zentrum für Zahnmedizin in Amsterdam (ACTA) – einer Einrichtung übrigens, zu der es im deutschsprachigen Raum bedauerlicherweise kein Pendant gibt. Gemeinsam mit seinen Mitherausgebern Cees de Baat von der Universität Nimwegen (zugleich Chefredakteur der Niederländischen Zeitschrift für Zahnheilkunde) und Arie von Nieuw Amerongen, Emeritus für Orale Biochemie an der ACTA und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft „Pathophysiologie oraler Gewebe“ der Niederländischen Organisation für wissenschaftliche Forschung (Nederlandse Organisatie voor Wetenschappelijk Onderzoek, NWO), bringt Frank Lobbezoo, unterstützt von neun Mitstreitern, in elf Kapiteln und zehn Kasuistiken den Leser auf den neuesten Stand über die Ursachen, Prävention, Diagnostik und Therapie des nichtkariösen Zahnhartsubstanzverlustes. Deutlich unterscheiden sie zwischen Attrition und Abrasion – zwei Begriffe, die im klinischen Sprachgebrauch leider nicht immer klar getrennt werden (man denke nur an den eingebürgerten Ausdruck „Abrasionsgebiss“, wenn eigentlich ein „Attritionsgebiss“ gemeint ist) –, grenzen davon die Demastikation ab, widmen sich der Abfraktion (also den keilförmigen Defekten, die häufig immer noch als Zahnputzdefekte fehlinterpretiert werden) und, angesichts der zunehmenden Bedeutung des Themas vollkommen gerechtfertigt, gleich in zwei Kapiteln der Erosion.

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Ausgabe: 02/2010 R.J. Radlanski - Berlin
Comparative Dental Morphology

Der vorliegende Band 13 ist in der Reihe Frontiers of Oral Biology (Editor: P. Sharpe) als Kongressbericht zum 14th International Symposium On Dental Morphology, das im August 2008 in Greifswald stattfand, erschienen. Er enthält ausgewählte Beiträge von Autoren oder Autorengruppen, die auch Redner auf dem Kongress waren. So sind hier 36 Artikel zu jeweils etwa sechs Druckseiten zusammengefasst. Dem Charakter der Reihe entsprechend sind dies Beiträge, die auch einen Überblick über das Fachgebiet erlauben. Vorangestellt ist jeweils ein einführender Artikel zum Themengebiet.

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Ausgabe: 02/2010 A. Hansen - Bonn
Allgemeinmedizin für Zahnärzte – Leitorientiertes Praxiswissen

In Zeiten einer zunehmend gesteigerten Lebensalterserwartung der Menschen gehören das adäquate Wissen um und das richtige Einschätzen von internistisch vorerkrankten und medikamentös eingestellten Patienten zur alltäglichen Praxis eines jeden Zahnarztes. Nicht nur bei zahnärztlich-chirurgischen Eingriffen, auch bei Standardbehandlungen in Lokalanästhesie bedingen häufig allgemeinmedizinische Vorerkrankungen limitierende Faktoren. Der Praxisleitfaden ,,Allgemeinmedizin für Zahnärzte“, herausgegeben von Prof. Dr. med. A. Machraoui, Flensburg, ist ein 274 Seiten umfassendes Übersichtswerk der Inneren Medizin unter Einbeziehung der aktuellen Nomenklatur, Diagnostikverfahren und Medikationen im Taschenbuchformat. Hier findet man für die tägliche Praxis ein nützliches und aufgrund seiner Kompaktheit übersichtliches Nachschlagewerk. Schnell zur Hand hebt es insbesondere für den Zahnarzt relevante Fakten hervor: Zu welchen Interaktionen führt unsere Lokalanästhesie mit der eingenommenen Medikation des Patienten? Wie weit schränkt die Grunderkrankung des Patienten die (kardiale) Belastbarkeit und so vielleicht die ambulante Therapie ein? Ist eine Prämedikation sinnvoll/zwingend erforderlich und eventuell ein anästhesistisches „Stand-by“ nötig? Gerade bei der Vielzahl von Abkürzungen, Diagnosen und Medikationen in manchen Arztbriefen lässt sich dieses Taschenbuch gut nutzen, sich schnell eine Übersicht über die allgemeine Verfassung des Patienten zu machen. Medikations- und DosierungsempfehIungen hinsichtlich der Behandlung von dentogenen Prozessen und relevante Wechselwirkungen werden ebenso wie internistische Kofaktoren oraler Manifestationen stichwortartig aufgeführt. Die tabellarische Gliederung nach internistischen Fachbereichen und die Darstellung der jeweiligen Erkrankung von der Ätiologie, dem klinischen Bild bis hin zur Relevanz für die zahnärztliche Behandlung legt nahe, dass dieses Buch auch für Studenten in Vorbereitung auf das Staatsexamen in vielen Prüfungsfächern ein schnelles und preisgünstiges Repetitorium darstellen kann.

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