Praxis

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FALLBERICHT
Ausgabe: 10/2012 J. Behring
Die Verlängerung der klinischen Zahnkrone. Teil 2: Praktisches Vorgehen

Einleitung: Der zweite Teil dieser Arbeit zum Thema der Verlängerung der klinischen Zahnkrone beschreibt das praktische Vorgehen der klassischen chirurgischen Kronenverlängerung im Seitenzahnbereich und der Ästhetikzone.

Material und Methode: Eine erfolgreiche chirurgische Kronenverlängerung ist abhängig von der Auswahl der richtigen Inzisionstechnik, der korrekten Ausdehnung einer möglichen Knochenresektion und der Festlegung einer idealen Präparationsform für die weitere Zahnversorgung. Neben dem chirurgischen Vorgehen werden deshalb auch die begleitenden Maßnahmen wie chirurgische Planung, die Stumpfpräparation und das Legen der Aufbaufüllung beschrieben.

Schlussfolgerung: Abschließend wird auf die Besonderheiten der Kronenverlängerung in der Ästhetikzone eingegangen, und es werden die wichtigsten Faktoren für ein Gelingen dieser schwierigen Behandlung einschließlich der prothetischen Versorgung beschrieben.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012; 67: 618–627)

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Ausgabe: 12/2012 J.-H. Lee - H.-C. Lauer - C. Landes - B. Glasl - B. Zahn - T. Zahn
Prothetische Rehabilitation eines Patienten mit Maxillaaplasie, Mikrostomie und Inkongruenz der Kieferbasen

Einführung: Die prothetische Versorgung von Patienten mit angeborenen schweren Fehlbildungen des Kiefer-Gesichtsbereichs stellt eine der größten Herausforderungen zahnärztlicher Therapien dar. Bedingt durch die geringe Häufigkeit solcher Fehlbildungen und die zum Teil drastisch veränderte Anatomie der Patienten müssen viele routinemäßig durchgeführte Behandlungsabläufe und -vorgehensweisen an die jeweilige Situation angepasst und ggf. modifiziert werden. Weiterhin erfordert die Komplexität solcher Behandlungssituationen meist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Behandlern verschiedener zahnärztlicher Fachgebiete, um die fehlbildungsbedingten Besonderheiten und Veränderungen zu beherrschen.

Material und Methode: Der vorliegende Fallbericht stellt die umfangreiche kieferorthopädische, chirurgische sowie prothetische Versorgung eines zu Behandlungsbeginn 37-jährigen Patienten mit Maxillaaplasie, Mikrostomie und Inkongruenz der Kieferbasen infolge eines angeborenen Kiefer-Gesichtsdefekts dar. Um die Wünsche des Patienten nach Verbesserung der Kaufunktion, der Phonetik sowie der Ästhetik zu realisieren, erfolgte zunächst eine kieferorthopädische Vorbehandlung zur Ausformung des Unterkiefer-Zahnbogens. Die ausgeprägte Laterognathie, der tiefe Biss sowie die fortgeschrittene Alveolarfortsatzatrophie erforderten anschließend ein umfangreiches chirurgisches Vorgehen. In mehreren Operationen erfolgten eine subalveoläre Osteotomie im Unterkiefer, die Augmentation mit autologem Knochen aus dem Becken sowie die Insertion von 2 Zygoma-Implantaten im Oberkiefer und 3 weiteren Implantaten im Unterkiefer. Nach Abheilung schloss sich die prothetische Versorgung des Oberkiefers durch eine doppelkronengestützte Galvanoprothese mit keramischen Primärkronen sowie die Versorgung der Implantate des Unterkiefers mit Vollkeramikkronen an.

Ergebnis und Schlussfolgerung: Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass bezogen auf den vorliegenden Fallbericht eine hohe Patientenzufriedenheit und eine Verbesserung der Lebensqualität durch umfangreiche und aufwendige Maßnahmen erzielt werden konnten. Eine Rehabilitation des Patienten im Sinne einer Erleichterung der sozialen Integration wurde ermöglicht. Die enge Kooperation unterschiedlicher Fachdisziplinen stellt eine wesentliche Voraussetzung zur zufriedenstellenden Lösung des vorliegenden komplexen Falles dar.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67, 746–752)

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PRAXISLETTER
Ausgabe: 01/2012 Rostock - H. Lang - D. Welly
Feilensysteme in der Endodontie: Bewährtes in neuer Form und neue Entwicklungen

Das Ziel jeder endodontischen Behandlung ist die Reinigung und Desinfektion der Wurzelkanäle. Die Aufbereitung des Wurzelkanals ist einer der wichtigsten Schritte im Rahmen der endodontischen Therapie. Die „klassische“ Aufbereitung eines Wurzelkanals erfolgt nach der Trepanation des zu behandelnden Zahnes und der Darstellung des Kanaleinganges mit Stahlfeilen. In der vergangenen Dekade hatte sich die rotierende Aufbereitung mit Instrumenten aus Nickel-Titan (NiTi) etabliert und kürzlich wurden weitere Aufbereitungssysteme vorgestellt.

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Ausgabe: 02/2012 Regensburg - M. Behr - P. Proff,
Infektiöse Endokarditis

Ausgangspunkt einer Endokarditis sind Schäden des Endokards [5]. Es besteht aus Endothel, welches einer bindegewebigen Basis aufliegt. Darin sind elastische und kollagene Fasern scherenartig angeordnet, wodurch sie wechselnde Volumina des Blutstroms ausgleichen können. Das Endokard überzieht nicht nur Gefäße, sondern auch Herzklappen und die Chordae tendineae [1].

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Ausgabe: 03/2012 Regensburg - P. Proff - J. Fanghänel,
Multiple Sklerose (Enzephalomyelitis disseminata)

Bei markhaltigen Nervenfasern liegt um das Axon herum die Myelinscheide, auch Markscheide genannt [6, 12]. Im peripheren Nervensystem geht die Markscheide aus den Zellmembranen der Schwannzelle hervor. Während der Entwicklung legt sich das Axon in eine längsverlaufende Rinne der Schwannzelle, und wird später von ihr ganz umschlossen. Die lamellenartige Zellmembran der Schwannzelle vervielfältigt sich. Es bilden sich mehrere (bis zu hundert) Umwicklungen des Axons. Axondurchmesser und Myelinscheidendicke korrelieren mit der Leitungsgeschwindigkeit des Nerven [6, 12].

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Ausgabe: 10/2012
Chronisch rekurrierende multifokale Osteomyelitis (CRMO) des Kieferknochens im Rahmen des übergeord- neten SAPHO-Syndroms

Unter SAPHO-Syndrom versteht man einen übergeordneten Symptomenkomplex dermatologischer, arthrogener und skelettaler Veränderungen unbekannter Ätiologie, die sich auch im Kieferknochen manifestieren können [1, 3, 6, 9], (Abb. 1–3). Die Beteiligung des Kieferknochens tritt in ca. 10–25% aller an SAPHO Erkrankten, meist in Form einer chronisch rekurrierenden multifokalen Osteomyelitis (CRMO) der Mandibula, auf [1, 5]. Das Akronym SAPHO steht für Synovitis, Akne, Pustulosis, Hyperostosis und Osteitis (sterile Osteomyelitis) (Tab. 1). Der Begriff wurde erst im Jahre 1987 von Chamot vorgeschlagen [1]. Es existieren daher in der Literatur synonyme Bezeichnungen, die die skelettalen Veränderungen betonen und die dermatologischen Veränderungen nicht berücksichtigen. Solche Synonyme lauten z.B.: Arthroosteitis hyperostotica, sterno-klavikuläre Hyperostose, erworbenes Hyperostosis-Syndrom oder CRMO [5, 6, 9].

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ZEITSCHRIFTENREFERAT
Ausgabe: 01/2012 H. Tschernitschek - Hannover
Einsatz der Traditionellen Chinesischen Medizin bei der Behandlung oraler Krankheiten: Gegenwart und Zukunft

Einerseits ist die Traditionelle Chinesische Medizin (= TCM) ein boomender Markt. So schätzte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für TCM, dass der Gesamtumsatz für alle Produkte und Dienstleistungen der TCM allein in Deutschland im Jahr 2005 über 3,2 Milliarden Euro betrug.

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Ausgabe: 01/2012 H. Tschernitschek - Hannover
Pragmatisch angelegte klinische Studien – sind sie der Weg zu einer besseren Patientenversorgung?

Der Biostatistiker James Ware und die der Schriftleitung des New England Journal of Medicine angehörende Internistin Mary Beth Hamel beschäftigen sich in ihrem Artikel mit der Übertragbarkeit von Studienergebnissen auf die tägliche medizinische Praxis. Dabei unterscheiden sie kontrollierte klinische Wirksamkeitsstudien (im Englischen: „efficacy trials“) von so genannten pragmatisch angelegten Studien (im Englischen „pragmatic“ oder „practical trials“). Kontrollierte klinische Wirksamkeitsstudien (= verblindet, randomisiert usw.) zeichnen sich nach Ware und Hamel beispielsweise durch gezielte Patientenauswahl, strenge Standardisierung der erfassten Therapien und Kalibrierung der beteiligten Ärzte aus. Dadurch wird der Therapieablauf in einer quasi „künstlich“ geschaffenen Umgebung so rigide strukturiert, dass die Ergebnisse der Untersuchungen nur bedingt auf die Diversizität und Komplexität der täglichen Praxis übertragbar sind. Pragmatisch angelegte Studien haben das Ziel klinisch relevante Fragestellungen abzuklären, wie z.B. welche von zwei oder mehr Alternativtherapien besser wirkt. Sie finden in der Regel im täglichen Klinikalltag statt. Deshalb findet man hier einen typischen Patientenmix und alle potentiellen Störeinflüsse, die man in der realen Patientenversorgung auch hat. Damit besteht bei den Ergebnissen solcher Studien immer das Risiko eines Bias unbekannter Größe. Die Autoren geben ausführliche Hinweise, was bei pragmatisch angelegten Untersuchungen zu berücksichtigen ist, um zu verwendbaren Ergebnissen zu kommen. So benötigen diese Untersuchungen beispielsweise meist große Patientengruppen, um eine seriöse Statistik zu ermöglichen. Trotz aller Unzulänglichkeiten der pragmatisch angelegten Studien, die jeder wissenschaftlich kritisieren wird, können die Studienergebnisse für den Kliniker eine wichtige Entscheidungshilfe darstellen.

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