Praxis

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ZEITSCHRIFTENREFERAT
Ausgabe: 03/2012 H. Tschernitschek - Hannover
Zum Paradox der schmerzenden Pulpa: Gibt es niedrigschwellige „Algoneuronen“?

Die Autoren des Übersichtsartikels beschäftigen sich mit der Schmerz-entstehung in der Zahnpulpa. Dabei stellen sie zunächst fest, dass relativ schwache Reize, wie z.B. Luftstöße oder Wasserspray, durch Aktivierung der niedrigschwelligen Mechanorezeptoren („low-threshold mechanorezeptors“ = LTMs) taktile Empfindungen auf der Haut oder Schleimhaut auslösen können. Da diese schwachen Reize aber keine Nozizeptoren aktivieren können, erzeugen sie normalerweise keine Schmerzen. Per Definitionem haben Nozizeptoren nämlich eine hohe Aktivierungsschwelle und reagieren nur auf Stimuli, die für das jeweilige Gewebe gefährlich werden können, wie z.B. Verletzungen, Hitze oder schädigende chemische Substanzen.

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Ausgabe: 04/2012 H. Tschernitschek - Hannover
Eine kritische Stellungnahme zu dem Beitrag von Dr. Charles S. Green mit dem Titel „Managing the care of patients with temporomandibular disorders. A new guideline for care“ erschienen im Journal of the American Dental Association im September 2010

H. Clifton Simmons III nimmt in seinem Artikel im Journal of Craniomandibular Practice auf 16 Seiten unter Verwendung von 118 Literaturzitaten Stellung zu dem oben genannten, zweiseitigen Statement, das Charles S. Green im Namen der American Association for Dental Research (= AADR) publiziert hat.

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Ausgabe: 06/2012 Hannover - R. Schilke, I. Staufenbiel
Zahnärztliches Röntgen und das Risiko der Meningeombildung

Im Hinblick auf deterministische Strahlenschäden gelten zahnmedizinische Röntgenbilder wegen ihrer geringen Strahlendosen als unproblematisch. Für stochastische Strahlenschäden dagegen gibt es nach heutigem Wissensstand keine Schwellendosis. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines stochastischen Schadens wächst statistisch proportional zur Dosis. Charakteristisch für solche stochastischen Strahlenschäden ist auch, dass sie in der Regel erst Jahre oder Jahrzehnte nach der Exposition auftreten und der kausale Zusammenhang zwischen einer bestimmten Strahlenexposition und der Schädigung nicht beweisbar ist.

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Ausgabe: 07/2012 H. Tschernitschek - Hannover
Myofaszialer Schmerz der Kaumuskulatur: Vergleichende Untersuchung zum Kurzzeiteffekt von Botulinumtoxin-Injektionen und der „Faszialen Manipulationstechnik“

In einer kontrollierten klinischen Studie verglichen die Autoren des Artikels bei Patienten mit kraniomandibulären Dysfunktionen (= CMD) den Kurzzeiteffekt von Botulinumtoxin-Injektionen mit einer bestimmten Form der physikalischen Therapie, der „Faszialen Manipulationstechnik“ nach Luigi Stecco. Dazu teilten sie 30 Patienten (22 Frauen, 8 Männer), die seit mindestens 6 Monaten unter typischen muskulären CMD-Symptomen litten, randomisiert auf 2 Gruppen auf:

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Ausgabe: 09/2012 H. Tschernitschek - Hannover
Radiologische Untersuchung der maxillofacialen Region bei onkologischen Patienten, die mit Bisphosphonaten behandelt wurden

Osteoporose zählt zu den häufigsten Erkrankungen in den westlichen Industrieländern und Bisphosphonate zur Osteoporosetherapie oder zur Tumorbehandlung zu den am häufigsten eingesetzten Medikamenten. Bisphosphonatwirkungen können viele Jahre über den eigentlichen Therapiezeitraum hinaus anhalten. Deshalb sind auch Patienten, die schon seit langer Zeit keine Bisphosphonate mehr bekommen haben, potentiell gefährdet, eine bisphosphonat-assoziierte Osteonekrose der Kieferknochen zu entwickeln. Um diese Hochrisikogruppe frühzeitig erkennen zu können, überprüften die Autoren in einer vergleichenden Untersuchung die bisphosphonatassoziierten Veränderungen auf Panoramaschichtaufnahmen. An der prospektiven Studie nahmen 60 Patienten, 18 Frauen und 12 Männer, teil. Diese wurden entsprechend der festgelegten Einschluss-, Ausschlusskriterien ausgewählt und in zwei Gruppen aufgeteilt. 30 Patienten, die im Rahmen einer Tumortherapie mit 4mg Zoledronat (Novartis, Schweiz) intravenös einmal pro Monat behandelt wurden, bildeten Gruppe 1. Die anderen 30 Patienten, die nie Bisphosphonate erhalten hatten, wurden der Gruppe 2 zugeteilt. Bei allen 60 Studienteilnehmern wurden digitale Panoramaschichtaufnahmen angefertigt, die von zwei Radiologen unabhängig voneinander befundet wurden.

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Ausgabe: 10/2012 H. Tschernitschek - Hannover
Schwimmende Bakterien infiltrieren und „erobern“ die Biofilm-Matrix

Bakterien können in flüssigen Umgebungen auf unterschiedliche Weise leben: entweder sie planktonieren in der Flüssigkeit oder sie sind in dreidimensionale Biofilme eingebunden. Die Biofilme werden durch extrazelluläre polymere Substanzen, die die Mikrooganismen selbst produzieren, zusammengehalten und haften in der Regel auf inerten oder lebenden Oberflächen. Interaktionen zwischen den beiden bakteriellen Lebensweisen wurden bisher kaum untersucht. Die Autoren dieses Beitrags studierten die Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen planktonierenden und biofilmbildenden Mikroorganismen. Dabei entdeckten sie, dass sich bestimmte Subpopulationen der planktonierenden Bakterien von Flagellen angetrieben, tief in die elastische Biofilmstruktur bohren können. Die temporären Tunnel und Poren, die dabei entstehen, können vielfältige Veränderungen im Biofilm bewirken:

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Ausgabe: 11/2012 H. Tschernitschek - Hannover
Die Leitlinien der International Association of Dental Traumatology zur Behandlung von ZahntraumataInternational Association of Dental Traumatology guidelines for the management
of traumatic dental injuries

Kinder und junge Erwachsene werden zunehmend von traumatischen Zahnbeschädigungen betroffen. Um die Versorgung dieser Patienten zu verbessern, hat die International Association of Dental Traumatology (=IADT) aktuelle Stellungnahmen zur Behandlung von Zahntraumata publiziert. Diese sehr übersichtlich und plakativ gestalteten Stellungnahmen wurden von einer Gruppe erfahrener Wissenschaftler und Kliniker unterschiedlicher Fachbereiche auf der Grundlage der wissenschaftlichen Fachliteratur erarbeitet. In den Fällen, in denen die Datenlage widersprüchlich und die Evidenz gering war oder Unklarheiten bestanden, wurden die Empfehlungen der IADT auf Mehrheitsentscheidungen der Arbeitsgruppe gestützt. Die Guidelines wurden in folgenden drei Abschnitten publiziert:

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Ausgabe: 12/2012 H. Tschernitschek - Hannover
Inzidenz der infektiösen Endokarditis verursacht von Viridans-Streptokokken vor und nach der Publikation der überarbeiteten Endokarditis-Prophylaxe-Richtlinien der American Heart Association im Jahr 2007

Seit 1955 gibt die American Heart Association (=AHA) Empfehlungen zur Verbeugung infektiöser Endokarditiden heraus. Diese Guidelines werden regelmäßig unter Berücksichtigung der jeweils aktuellsten Datenlage überarbeitet. Auch die 9. Richtlinie, die 1997 publiziert worden war, wurde 2007 beispielsweise wegen gehäuften Berichten über Nebenwirkungen der Antibiotika revidiert. Dabei ging die AHA davon aus, das das Risiko einer Bakteriämie-verursachten Endokarditis ausgelöst durch tägliche Aktivitäten der Patienten größer ist, als das Risiko einer durch eine zahnärztliche Behandlung verursachten. Dementsprechend schränkte die AHA die Empfehlung zur Antibiotikaprophylaxe auf relativ wenige zahnärztliche Behandlungsmaßnahmen und folgende 4 besonders prädisponierte Risikogruppen ein:

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BUCHBESPRECHUNG
Ausgabe: 01/2012 H. Tschernitschek - Hannover
Sofortversorgung mit reduzierter Implantatzahl

In seinem Vorwort zu dem Buch „Sofortversorgung mit reduzierter Implantatzahl“ betont Wilfried Wagner die vielen Innovationen, die die Weiterentwicklung der Implantatversorgung in den letzten 60 Jahren prägten. Auch die Autoren dieses Buches wollen neue Wege in der Implantologie aufzeigen. Dabei konzentrieren sie sich auf eine besondere klinische Herausforderung: die Sofortversorgung zahnloser Patienten mit festsitzendem Zahnersatz, unter Vermeidung zusätzlicher chirurgischer Eingriffe wie z.B. Augmentationen. Eine Möglichkeit zur Erreichung dieser Ziele sehen sie in der Verwendung anguliert gesetzter Implantate im Seitenzahnbereich. Diese sollen eine stabile Abstützung des Zahnersatzes bei reduzierter Implantatzahl – auch im atrophierten Kiefer – sicherstellen.

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Ausgabe: 01/2012 Düsseldorf - S. Adyani-Fard
Der perfekte Schliff – Schleifen und Schärfen von Parodontalinstrumenten

Das Buch richtet sich an parodontologisch tätige Zahnärzte, zahnmedizinisches Assistenzpersonal (ZMP, ZMF, DH) und Zahnmedizinstudenten. Dieser Personenkreis weiß aus erster Hand, welche Nachteile die Anwendung stumpfer Instrumente beim supra- und subgingivalen Debridement mit sich bringt. In diesem Buch werden dem Leser auf 136 Seiten die Methodik und Technik des Schärfens von Parodontalinstrumenten erläutert und anhand einer Vielzahl an farbigen Illustrationen veranschaulicht.

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