Praxis

Hier finden Sie alle Beiträge der Bereiche Buchbesprechungen, Produkte und Zeitschriftenreferate in  chronologischer Sortierung. Alternativ können Sie die Beiträge auch nach dem Titel sortieren.


 

ZEITSCHRIFTENREFERAT
Ausgabe: 09/2014
Strafgefangene als Studienpatienten: aktuelle Praxis und Sichtweise im Vereinigten Königreich

Die Autoren des Beitrags weisen darauf hin, dass in der Vergangenheit Gefangene immer wieder als Probanden für medizinische Experimente benutzt wurden. Sie führen dafür beispielhaft das Vorgehen in den deutschen Konzentrationslagern während des Nationalsozialismus an, betonen aber auch, dass beispielsweise in den USA noch in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts nahezu 85% der Probanden aller Phase-1 Studien Strafgefangene waren. Es wurden deshalb in vielen Ländern große Anstrengungen unternommen, die Gefangenen vor Missbrauch zu schützen. Dies führte im Vereinigten Königreich zu strikten Regularien bezüglich der Einbindung von Gefangenen in medizinische Studien.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 10/2014
In-vitro-Untersuchung zur antifungalen Wirkung von sieben verschiedenen Desinfektionsmitteln auf Akrylatoberflächen

Aufgrund der weltweit steigenden Lebenserwartung vergrößert sich auch die Zahl der älteren Patienten mit herausnehmbaren Teil- oder Totalprothesen. Laut Fachliteratur leiden zwischen 11und 67% der Totalprothesenträger an Candida-Infektionen, die meist auf schlechte Mundhygiene zurückzuführen sind. Die Mund- und Prothesenhygieneinstruktionen, die diese Patienten erhalten, sind oft ungenügend. Außerdem herrscht keine Einigkeit darüber, welche Reinigungsmittel beispielsweise gegen Candida albicans besonders gut wirken.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 10/2014
Diagnostische Kriterien für die klinische und wissenschaftliche Anwendung bei kraniomandibulären Dysfunktionen: Empfehlungen des International RDC/TMD Consortium Network und der Orofacial Pain Special Interest Group

Seit ihrer Erstveröffentlichung im Jahr 1992 werden die „Research Diagnostic Criteria for Temporomandibular Disorders“ (= RDC/TMD) in 18 Sprachen übersetzt, weltweit verwendet und galten über einen längeren Zeitraum als „Goldstandard“ für die wissenschaftliche Beschäftigung mit kraniomandibulären Dysfunktionen (= CMD). Bei den RDC/TMD wird ein sogenannter Achse I-Algorithmus (= rein medizinisch-somatische Symptomatik) durch einen Achse II-Algorithmus (= schmerzassoziierte psychische und psychosoziale Aspekte) ergänzt.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 01/2014
Hepatitis B-Virusübertragung in Verbindung mit einer mobilen Zahnklinik, West Virginia, 2009

Es ist seit langem bekannt, dass eine Reihe von Infektionskrankheiten durch zahnärztliche Behandlungen übertragen werden kann [2]. Insbesondere Infektionen durch Viren stellen für das gesamte Personal der Zahnarztpraxis ein gegenüber der Durchschnittsbevölkerung deutlich erhöhtes Gesundheitsrisiko dar. Darüber hinaus besteht bei der zahnärztlichen Behandlung die Möglichkeit, dass Viren von Patient zu Patient oder auch vom Personal auf Patienten übertragen werden [2]. Die Kausalzusammenhänge von zahnärztlicher Behandlung und Infektion können wegen der oft langen Inkubationszeiten (für Hepatitis B z.B. 60–120 Tage [1]) nicht immer sicher festgestellt werden. Da außerdem die Infektionsgefahr durch die umfangreichen Hygienemaßnahmen und der Möglichkeiten der Prophylaxe durch aktive Immunisierung (Impfung gegen Hepatitis B) drastisch reduziert wurde, ist die Sensibilität der Zahnärzteschaft gegenüber den Risiken einer Hepatitis B-Infektion deutlich gesunken. Dass trotzdem ein reales Infektionsrisiko besteht, zeigen die Autoren dieses Beitrags durch die Schilderung folgender Begebenheiten:

» kompletten Artikel lesen

BUCHBESPRECHUNG
Ausgabe: 06/2014
Behandlungskomplexe in der zahnmedizinischen Abrechnung

Das Werk in Form eines DIN-A4-Ordners ist in 8 Teile gegliedert. Teil 1 und 2 sind „Wegweiser“ und „Allgemeine Grundlagen“, die Teile 3 bis 8 beinhalten „Konservierend-chirurgische Behandlung“, Prophylaxebehandlung“, „Eingliederung von Aufbissbehelfen und Schienen“, „Systematische Behandlung von Parodontopathien“, „Versorgung mit Zahnersatz und Zahnkronen“ und „Implantologie“.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 06/2014
Implantologie Step by Step

Für angehende, aber auch bereits implantologisch erfahrene Zahnärztinnen und -ärzte birgt das interdisziplinäre Feld der Implantologie immer neue Herausforderungen, welche einer individuell optimalen Lösung zugeführt werden müssen. Durch seine langjährige klinische und wissenschaftliche Tätigkeit auf dem Gebiet der Implantologie, Implantatchirurgie und Implantatprothetik ist Dr. med. dent. Christoph T. Sliwowski ein berufener Autor, seine Erfahrungen und Ratschläge für Standardkonzepte, aber auch für komplexe Einzelfalllösungen weiterzugeben.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 06/2014
Periimplantitis

Das vorliegende Buch ist im Quintessenz Verlag erschienen und im mittleren Preissegment angesetzt (259 Seiten, 168,00 Euro). Die französische Originalausgabe aus dem Jahre 2012 wurde im gleichen Jahr ins Englische und 2014 nun auch ins Deutsche übersetzt. Die Autoren des Buches sind europäische Fachkollegen aus dem Bereich der Par-odontologie und insbesondere im Bereich der Periimplantitisforschung sehr aktiv und international anerkannt.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 06/2014
Ästhetische Parodontalchirurgie

Eine der aus parodontologischer Sicht interessantesten Neuerscheinungen der letzten Monate ist das von Dr. Giovanni Zucchelli, einem der führenden Experten auf dem Gebiet der ästhetischen Parodontalchirurgie publizierte Lehrbuch „Ästhetische Parodontalchirurgie“, welches kürzlich im Quintessenz Verlag erschienen ist.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 06/2014
Risikopatienten in der Zahnarztpraxis – Behandlung von Patienten verschiedener Krankheitsbilder und Therapiekonzepte der Humanmedizin

Aufgrund der aktuellen demographischen Entwicklung und der Fortschritte bei der medizinischen Versorgung Schwerstkranker steigt in den Zahnarztpraxen auch die Zahl der multimorbiden Patienten, die unter anderem unter Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz, Hypertonie oder Asthma leiden. Die Zahl der Patienten mit Organtransplantationen wächst genauso wie die Zahl derjenigen, die mit Bisphosphonaten behandelt wurden. Viele dieser Patienten müssen aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung oder aufgrund von potenziellen Wechselwirkungen mit zahnmedizinischen Therapien als zahnmedizinische „Risikopatienten“ bezeichnet werden. Die zahnärztliche Betreuung der Risikopatienten erfordert ein spezielles Know-how auf einem aktuellen zahnmedizinischen, medizinischen und technischen Wissensstand. Die Herausgeber des Buches „Risikopatienten in der Zahnarztpraxis – Behandlung von Patienten verschiedener Krankheitsbilder und Therapiekonzepte der Humanmedizin“ haben sich zum Ziel gesetzt, diese Informationen in einer kompakten, leicht verständlichen und schnell verfügbaren Form zur Verfügung zu stellen. Um im Notfall schnell nachschlagen zu können, sind die 31 Kapitel des Buches alphabetisch nach Krankheitsbildern geordnet. Beginnend mit dem Kapitel „Allergologie“ über Kapitel wie „Kardiale Erkrankungen“, „Notfallmaßnahmen“ und „Psychische Erkrankungen“ bis zum Kapitel „Xerostomie“ bereiten Fachärzte/Zahnärzte der zentralen medizinischen Fachbereiche die jeweiligen Besonderheiten dieser Erkrankungen für die zahnärztliche Praxis auf. Jedes der Kapitel besteht aus drei Abschnitten: es beginnt mit „Ätiologie und Klinik der Erkrankungen“, beschreibt dann die in der Medizin übliche Therapie unter Berücksichtigung zahnmedizinischer Aspekte und endet mit „Konsequenzen für die zahnmedizinische Behandlung“, die durch eine blaue Unterlegung hervorgehoben sind. Die knapp gehaltenen Literaturhinweise nach den einzelnen Kapiteln sind überwiegend sehr aktuell und berücksichtigen die Stellungnahmen/Leitlinien der jeweiligen Fachgesellschaften. Ein Glossar (= Kapitel 32) und ein umfangreiches Stichwortverzeichnis mit über 1.600 Stichworten runden das Buch ab und tragen zur Verständlichkeit und schnellen Orientierung bei. Entsprechend dem praxisorientierten Anspruch des Buches wird auf eine wissenschaftliche Diskussion oder auf die umfangreiche Darstellung kontroverser Meinungen vollständig verzichtet.

» kompletten Artikel lesen