Praxis

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FALLBERICHT
Ausgabe: 03/2015 C.-P. Ernst
Keramikteilkronen als Versorgungsoption von Zähnen mit Infraktionen

Einführung: Bei Zähnen mit Infraktionen und klinischer Symptomatik ist ein abgestufter Therapieplan empfehlenswert, der es erlaubt eine Prognoseabschätzung hinsichtlich der Reduktion des klinischen Beschwerdebildes vorzunehmen.

Material und Methode: Ergibt sich der Befund „Infraktion“ als Nebenbefund im Rahmen der Exkavation bzw. Präparation, sollte angestrebt werden, den Zahn zu stabilisieren und zu immobilisieren. Hierfür bieten sich hochfeste Keramikmaterialien an, die es zudem erlauben substanzschonender zu präparieren.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Im Folgenden werden zwei Fallberichte vorgestellt, bei denen bei klinisch symptomlosen Zähnen eine Infraktionsproblematik diagnostiziert wurde und die in Folge chairside in einer Sitzung mit einer Teilkrone versorgt wurden. Das chairside-Vorgehen in einer Sitzung reduziert hierbei das Risiko einer Bewegung im Dentin während der Tragezeit des Provisoriums, was zu einer Risspropagierung in die Tiefe unter möglicher Pulpabeteiligung führen könnte.

(Dtsch Zahnärztl Z 2015; 70: 165–173)

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Ausgabe: 06/2015 Torsten Mundt - Christian Lucas - Reiner Biffar - Friedhelm Heinemann
Stabilisierung von Teilprothesen mit Mini-Implantaten – 2 Fallberichte

Einführung: Die Verwendung konventioneller Dentalimplantate zur strategischen Pfeilervermehrung für vorhandene Teilprothesen ist aufwendig und erfordert eine ausreichende Alveolarkammbreite. Als Alternative in dieser Indikation bieten sich einteilige Mini-Implantate (Durchmesser 2,8mm) an.

Behandlungsmethode: Ein Therapieschema für strategische Mini Dental Implants (MDI, 3M ESPE Dental GmbH, Seefeld, Deutschland) sieht pro Oberkiefer-Quadrant 3Pfeiler (Zähne + Implantate) und pro Unterkiefer-Quadrant 2Pfeiler vor.

Ergebnisse: Im 1.Fallbericht verlor eine Patientin im Unterkiefer einen von 2Eckzahn-Konuskronenpfeilern. Dafür wurden 2MDIs mit ausreichender primärer Stabilität (Eindrehmoment 35Ncm) inseriert, die mittels intraoraler Polymerisation sofort mit den Matrizen belastet wurden. Bei einer 2.Patientin mit 2 verbliebenen Molaren im Oberkiefer wurde nach Insertion von 4MDIs (Eindrehmoment 20–25Ncm) die vorhandene Konuskronenprothese zunächst weichbleibend unterfüttert. Nach 4Monaten erfolgte die Einpolymerisation der Matrizen über eine Abformung im Dentallabor.

Schlussfolgerung: Strategische Pfeilervermehrungen mit MDIs erfordern die Umsetzung der Empfehlungen zu Anzahl, Position und zum Belastungsmodus der MDIs, anatomische Kenntnisse und chirurgische Erfahrung, insbesondere im Umgang mit dem Knochen sowie ausreichend prothetische Routine.

(Dtsch Zahnärztl Z 2015; 70: 416–424)

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Ausgabe: 05/2015 Nicole Passia - Martin Sasse - Matthias Kern
Minimalinvasive Behandlungskonzepte: Die einflügelige Adhäsivbrücke im Frontzahnbereich und das mittige Einzelimplantat im zahnlosen Unterkiefer

Einleitung: Implantatprothetische Versorgungen stellen in vielen Bereichen der Zahnmedizin eine wertvolle Therapieoption dar. Allerdings können patientenspezifische Gründe, beispielsweise Alter oder Kosten, gegen eine aufwendige Implantattherapie sprechen. In diesen Fällen können minimalinvasive Behandlungskonzepte eine sinnvolle Alternative sein.

Material und Methode: In diesem Artikel werden die Versorgung eines zahnlosen Unterkiefers mit einem mittigen Einzelimplantat sowie die Versorgung einer jungen Patientin bei Nichtanlage der seitlichen Schneidezähne mit Adhäsivbrücken exemplarisch dargestellt.

Ergebnis: Durch die minimalinvasiven Versorgungskonzepte konnten beide Patientinnen zu ihrer vollen Zufriedenheit versorgt werden.

Schlussfolgerung: Bei entsprechender Indikation bieten minimalinvasive Therapieansätze erfolgversprechende Behandlungsalternativen zu etablierten, aber aufwendigeren implantatprothetischen Behandlungsmethoden.

(Dtsch Zahnärztl Z 2015; 70: 330–337)

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Ausgabe: 01/2015 M. Karl - N. Beck - J. R. Kelly
Fraktur einer Lithium-Disilikat Krone bei der Zementierung

Einführung: Lithium-Disilikat Keramik wird weitläufig für die Anfertigung vollkeramischer Versorgungen angewendet und weist vielversprechende Erfolgsraten auf. Kritisch für die Anwendung vollkeramischer Systeme scheint die Einhaltung herstellerspezifischer Vorgaben hinsichtlich labortechnischer Verarbeitung, Design und Befestigung zu sein.

Material/Behandlungsmethode: Nach zirkulärer Hohlkehlpräparation eines Zahnes 27 erfolgte die Anfertigung einer Krone aus Lithium-Disilikat Keramik. Während der Zementierung mit selbstadhäsivem Zement frakturierte die Krone. Die Bruchstücke wurden anschließend fraktographisch im Rasterelektronenmikroskop untersucht.

Ergebnisse: Am Ausgangspunkt der Fraktur lag eine Schichtstärke der Krone von lediglich 0,4mm vor. Frakturbegünstigend dürften die enge Kurvatur, eine mögliche manuelle Nachbearbeitung in diesem Bereich sowie Porositäten in der Glasurmasse gewirkt haben.

Schlussfolgerung: Zur Realisierung erfolgreicher Vollkeramik-Restaurationen ist von zahnärztlicher Seite die strikte Einhaltung materialspezifischer Präparationsrichtlinien unabdingbar. Oftmals geforderte minimal-invasive Restaurationen mit geringen Materialschichtstärken bedürfen der adhäsiven Befestigung bevor sie belastet werden können.

(Dtsch Zahnärztl Z 2015; 70: 20–24)

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