Praxis

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FALLBERICHT
Ausgabe: 03/2016 Önder Solakoglu - Daniel R. Reißmann
Regenerative Parodontitis- therapie und simultane Pfeilervermehrung durch Implantate mit mini- malem chirurgischen Aufwand – Ein Fallbericht

Einleitung: Aufgrund der demografischen Entwicklung wird die Klientel älterer, multimorbider Patienten in den nächsten Jahren und Jahrzehnten stark zunehmen. Bei dieser Patientengruppe sind verschiedene biologische, anatomische und medizinische Aspekte zu beachten, um auch der geringeren Belastbarkeit gerecht zu werden. Der vorliegende Fallbericht soll einen Einblick über die Besonderheiten parodontologisch implantologischer Therapieplanung bei älteren, multimorbiden Patienten mit systemischen Erkrankungen liefern.

Material und Methodik: Bei einer 72-jährigen Patientin mit Diabetes mellitus Typ II und rheumatoider Arthritis wurde eine lokalisierte fortgeschrittene Parodontitis mit regenerativen Maßnahmen an Zahn 11 in Kombination mit einer Pfeilervermehrung durch 2Implantate in regiones 14 und 15 zur besseren Verankerung einer Teleskopprothese im OK durchgeführt. Im Vordergrund bei der Therapie stand die Reduzierung der Anzahl chirurgischer Eingriffe sowie der Erhalt und eine Erweiterbarkeit einer bestehenden prothetischen Versorgung. Hierbei wurde zur Reduzierung der Belastung der Patientin das Konzept der Maximierung der Effizienz des chirurgischen Eingriffs bei gleichzeitig minimalinvasivem Vorgehen umgesetzt.

Ergebnisse: In dem vorliegenden Fall ist es gelungen, durch einen einzigen chirurgischen Eingriff die konservativ vorbehandelte Parodontitis regenerativ zu therapieren und 2mplantate zur distalen Unterstützung der Teleskopprothese im OK zu inserieren. Die Implantate wurden später mit Teleskopaufbauten versorgt und erfolgreich in die vorhandene prothetische Versorgung integriert.

Schlussfolgerungen: Auch bei älteren, multimorbiden Patienten kann mittels geeigneter parodontal- und implantatchirurgischer Behandlungskonzepte eine optimale und stabile par-odontale Situation hergestellt werden. Diese Konzepte sollten nicht nur einer reduzierten Belastbarkeit der Patienten Rechnung tragen, sondern auch das Risiko für später auftretende altersbedingte neurologische, manuelle und kognitive Veränderungen berücksichtigen.

(Dtsch Zahnärztl Z 2016; 71: 194–202)

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Ausgabe: 02/2016 Christian Ortmeier - Claudia Reicheneder - Marcus Bilek - Frank Slomski
Individuelle Verankerung auf konventionellen Implantaten zur ortho- dontischen Bewegung bei Erwachsenen

Einführung: Als Verankerungselemente für die kieferorthopädischen Bewegungen können sowohl Mini-Implantate als auch konventionelle enossale Implantate Verwendung finden. In diesem Fallbericht dienen enossale Implantate zur Aufnahme von individuell hergestellten Verankerungselementen als Langzeitprovisorium zur Ausformung des Durchtrittsprofils sowie als Basis für die festsitzende prothetische Versorgung mit CAD/CAM-gefrästen Hybridaufbauten und Vollkeramikkronen.

Methode: Eine beidseitige Freiendsituation im OK wird nach kieferorthopädischer Umstellung des umgekehrten Überbisses und Ausformung der Zahnbögen mit implantatgestützten Zirkonoxid- bzw. Glaskeramikkronen versorgt. Die enossalen Implantate dienen dabei zunächst zur Aufnahme der individuell hergestellten kieferorthopädischen Verankerungselemente und gleichzeitig als Langzeitprovisorium zur Ausformung der Emergenzprofile. Individuell gefräste Hybridaufbauten und Vollkeramikkronen gewährleisten dabei eine ästhetisch hochwertige Versorgung nach dem Konzept der verkürzten Zahnreihe.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Definitive enossale Implantate ermöglichen bei sorgfältiger interdisziplinärer Absprache die Ausformung der Zahnbögen zur Korrektur einer Zahnfehlstellung. Nach Abschluss der aktiven Bewegung können sie nach der Ausformung der Durchtrittsprofile aber auch zur Aufnahme der Hybridaufbauten und Vollkeramikkronen herangezogen werden.

(Dtsch Zahnärztl Z 2016; 71: 105–113)

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Ausgabe: 01/2016 Christina Rijpstra - Jörg A. Lisson
Die kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) und ihre Grenzen

Einführung: Es werden die Vor- und Nachteile des deutschen Systems zur kieferorthopädischen Kassenbehandlung erörtert.

Methode: Der deutsche Index der kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) wird mit dem englischen „Index of Orthodontic Treatment Need“ (IOTN) verglichen. Weiterhin werden vier Grenzfälle des Systems zum Zeitpunkt der Anfangsdiagnostik dargestellt.

Ergebnis: Der größte Unterschied zwischen den beiden Indices besteht bei Patienten, für die eine interdisziplinäre Behandlung notwendig ist.

Schlussfolgerung: Gestaffelte Zuschussmodelle könnten eine Erweiterung des Behandlungskataloges ermöglichen, ohne die Krankenkassen zusätzlich zu belasten.

(Dtsch Zahnärztl Z 2016; 71: 25–37)

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Ausgabe: 06/2016 Önder Solakoglu - Christine Mirzakhanian
Regenerative Periimplantitisbehandlung zum Erhalt der vorhandenen prothetischen Versorgung bei einer Patientin mit systemischen Erkrankungen – ein Fallbericht

Einleitung: Aufgrund der demografischen Entwicklung wird die Klientel älterer, multimorbider Patienten in den nächsten Jahren stark zunehmen. Bei diesen Patienten sind sowohl besondere biologische, anatomische und allgemeinmedizinische Aspekte zu beachten, als auch eine geringere Toleranz und Belastbarkeit gegenüber zahnmedizinischen Eingriffen. Der vorliegende Fallbericht soll einen Einblick in die Therapie der Periimplantitis bei einer älteren Patientin mit systemischen Erkrankungen liefern.

Behandlungsmethode: Beschrieben wird die regenerative Therapie einer fortgeschrittenen Periimplantitis in regio 24 bei einer 74-jährigen Patientin. Die Patientin leidet unter Diabetes mellitus, der medikamentös eingestellt ist. Die vorliegende Osteoporose wird seit etwa 2Jahren mit oralen Bisphosphonaten behandelt.

Ergebnisse: Durch die angewandte Therapie werden das betroffene Implantat und die vorhandene prothetische Versorgung erhalten. Die Behandlung führte zu einer Verbesserung der Langzeitprognose des Implantates.

Schlussfolgerungen: Auch bei älteren, multimorbiden Patienten kann mittels geeigneter regenerativer implantatchirurgischer Behandlungskonzepte eine optimale und stabile periimplantäre Situation hergestellt werden. Diese Konzepte sollten nicht nur einer reduzierten Belastbarkeit der Patienten Rechnung tragen, sondern auch das Risiko später auftretender altersbedingter neurologischer, manueller und kognitiver Veränderungen berücksichtigen.

(Dtsch Zahnärztl Z 2016; 71: 412–420)

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