Praxis

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FALLBERICHT
Ausgabe: 03/2017 Alexander Vuck - Julia K. Seelig - Sebastian D. Horvath
Umkehrplastik mit simultaner Implantation im atrophierten zahnlosen Unterkiefer – ein Fallbericht

Einleitung: Der vorliegende Fallbericht zeigt eine Therapiemöglichkeit zur Schaffung eines ausreichenden Implantatlagers im zahnlosen, atrophierten Unterkiefer. Eine digitale Implantatplanung, basierend auf zuvor gewonnenen, dreidimensionalen, radiologischen Daten, ermöglicht dabei ein vorhersagbares, chirurgisches Vorgehen. Durch eine Spitzkammplastik, als spezielle Form der Alveolarkammresektion, sollte bei einer zahnlosen Patientin mit spitz zulaufendem Kieferkamm und starker Atrophie im Unterkiefer ein ausreichend dimensioniertes Implantatbett zur Aufnahme von 2 Implantaten geschaffen werden.

Methode: Nach ausführlicher Befundung und Therapieplanung wurde zur Diagnostik der Knochenverhältnisse im Unterkiefer eine digitale Volumentomografie (DVT) in Form eines Dualscans angefertigt. Nach Hygienephase und Vorbehandlung erfolgte der chirurgische Eingriff. Die digital geplante Implantation wurde in der gleichen Operation wie die Augmentation vorgenommen. Die Einheilung der Implantate erfolgte geschlossen.

Ergebnisse: Durch eine vorangegangene, digitale Implantatplanung kann ein vorhersagbarer, chirurgischer Eingriff gewährleistet werden. Unter den verschiedenen Möglichkeiten zur Augmentation stellt die Umkehrplastik beim krestal spitz zulaufenden Kieferkamm eine mögliche Therapieoption dar.

(Dtsch Zahnärztl Z 2017; 72: 206–212)

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Ausgabe: 01/2017 Alexander Vuck - Samir Abou-Ayash
Winkelkompensierendes Attachmentsystem zur Verankerung implantatretinierter Hybridprothesen – eine Falldarstellung

Einleitung: Die Implantattherapie zur Verbesserung des Halts von Hybridprothesen im zahnlosen Kiefer ist ein bewährtes Therapiemittel. Es bestehen unterschiedliche Versorgungskonzepte in Abhängigkeit von der Anzahl der Implantate und der Art der Verankerung.

Methode: Nach totalem Zahnverlust im Unterkiefer eines 75Jahre alten Patienten wurden 2Implantate in regio 33 und 43 mithilfe einer chirurgischen Schablone inseriert. Aufgrund von fortgeschrittener Knochenresorption ergab sich bei den Implantaten ein Konvergenzwinkel von 20°. Um diesen Konvergenzwinkel auszugleichen, wurden intraoral adjustierbare Sekundärteile (SFI-Anchor; Straumann GmbH, Basel, Schweiz) als Verankerungselemente für die Unterkiefer-Hybridprothese verwendet.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Bei der Nachuntersuchung ein Jahr nach Eingliederung der prothetischen Versorgung waren die erfolgreich osseointegrierten Implantate von einer reizfreien periimplantären Mukosa umgeben, jedoch war die Retention der Unterkieferarbeit für den Patienten nicht mehr zufriedenstellend, sodass die Pekkton-Retentionseinsätze durch Retentionseinsätze aus Gold ersetzt wurden.

(Dtsch Zahnärztl Z 2017; 72: 14–21)

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Ausgabe: 02/2017 Anne-Katrin Lührs
Nicht nur für Installateure! – Der Einsatz des Teflonbandes in der Zahnheilkunde

Einführung: Das Teflon- oder PTFE-Band bietet zahlreiche Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Zahnheilkunde, dazu zählt besonders die Isolation von Zähnen bei Anwendung der Adhäsivtechnik. Neben dieser „klassischen“ Indikation kann das Teflonband aber auch vielfältig in anderen Bereichen eingesetzt werden, wie z.B. beim Verschluss des Schraubenkanals bei Implantatversorgungen, als Platzhalter bei endodontischen Maßnahmen, als Isolator bei der „Single-Stempeltechnik“, der „Schienen-Stempeltechnik“ oder bei Füllungstherapie unter Halteelementen bei Modellgussversorgungen.

Behandlungsmethoden: In verschiedenen Falldarstellungen wird die klinische Anwendung der Teflonbandtechnik demonstriert und diskutiert.

Ergebnisse: Das Teflonband kann sinnvoll beim Verschluss von Schraubenkanälen bei Implantatversorgungen in Kombination mit einer Komposit-Deckfüllung eingesetzt werden. Gegenüber Guttapercha, die erhitzt werden muss, bieten sich hier deutliche Vorteile in der klinischen Handhabung. Besonders bei direkten und indirekten adhäsiv verankerten Restaurationen stellt das Teflonband eine wertvolle Ergänzung zu bereits etablierten Matrizentechniken dar. Bei Verwendung des Teflonbandes im Frontzahnbereich kann bei direkten Kompositrestaurationen indikationsbezogen auf zusätzliche Matrizen verzichtet werden; bei der adhäsiven Zementierung indirekter Restaurationen dient das Teflonband zur Isolation der benachbarten Zähne, sodass ein akzidentielles Konditionieren der Zahnhartsubstanz und eine daraus resultierende Verblockung bei Anwendung der Adhäsivtech-nik verhindert wird. Besonders interessant ist der Einsatz des Teflonbandes im Rahmen verschiedener „Stempeltechniken“ oder bei Anfertigung von direkten Kompositrestaurationen unter Halteelementen bei Modellgussversorgungen. Hier verhindert Teflonband als Isolator zwischen Schiene bzw. Suprakonstruktion ein Anhaften des Komposits an Schienen- oder Metalloberflächen und ermöglicht mit wenig Aufwand die Anwendung neuer Behandlungsmethoden im Bereich der restaurativen Zahnerhaltungskunde. Das Teflonband kann u.a. auch als Retraktionsfaden eingesetzt werden. Der „Teflonretraktionsfaden“ bietet den Vorteil, die Gingiva zu retrahieren, sich aber materialbedingt nicht mit Sulkusfluid o.ä. vollzusaugen, was bei Anwendung der Adhäsivtechnik deutliche Vorteile mit sich bringt. Durch solche Modifikationen kann die Anwendung der Teflonbandtechnik besonders beim Management von Grenzindikationen hilfreich sein.

Schlussfolgerung: Das Teflonband, welches primär als Gewindedichtungsband eingesetzt wird, kann im Bereich der Zahnheilkunde bestehende Therapiekonzepte sinnvoll ergänzen. Hierzu zählt vor allem die Isolationsfunktion bei Anwendung der Adhäsivtechnik.

(Dtsch Zahnärztl Z 2017: 72: 116–132)

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Ausgabe: 04/2017 Alexander Vuck - Franziska Haring
Monolithisches Zirkonoxid auf Zähnen: Eine Übersicht für die Praxis (Fallbericht)

Zusammenfassung: Vollkeramische Systeme haben sich in den letzten Jahrzehnten erfolgreich im Praxisalltag etabliert. Obgleich die vollkeramischen Restaurationen vielversprechende Daten aufweisen, gibt es noch Indikationen, welche im Praxisalltag mit der „Goldkrone“ gelöst werden. Gerade Patientengruppen, die mit erhöhten Kaukräften in Verbindung gebracht werden, weisen in der Literatur ein größeres Risiko für Misserfolge bei Vollkeramik auf. Monolithische Zirkonoxidrestaurationen mit einer Biegefestigkeit von bis zu 1200MPa könnten auch bei Risikopatienten den Wunsch nach zahnfarbenem Zahnersatz auf Zähnen erfüllen und eine langzeitstabile und vorhersagbare Therapieoption darstellen. Dieser Artikel soll den aktuellen Stand der Forschung im Bereich der monolithischen zahngetragenen Zirkonoxidrestaurationen anhand eines Fallbeispiels widerspiegeln.

(Dtsch Zahnärztl Z 2017; 72: 314–317)

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Ausgabe: 05/2017 Kerstin Aurin - Sarah Kristin Sonnenschein - Stella Okouoyo - Ti-Sun Kim
Chemotherapie-induzierte Gingivanekrose mit Candidasuperinfektion: Eine Kasuistik

Einführung: Onkologische Patienten haben durch die indirekte und direkte Wirkung von Chemotherapeutika ein erhöhtes Risiko einer Schädigung der Mukosazellen, folglich einer Mukositis, während der Chemotherapie.

Behandlungsmethode: Anhand eines Fallberichtes wird die zahnärztliche Betreuung eines an Morbus Hodgkin erkrankten 16-jährigen Patienten mit nekrotischem Gewebe nach lokalisierter Gingivitis während Chemotherapie mit einer Candidasuperinfektion beschrieben. Die Behandlung setzte sich aus einer Exzision des Gewebes, einer darauffolgenden Wundbehandlung mit Chlorhexidindiglukonat-Lösung 0,12%, einer regelmäßigen Zahnreinigung und der zusätzlichen Gabe eines Antimykotikums zusammen.

Ergebnis: Durch eine gute Absprache mit den Kinderärzten der onkologischen Station konnte ein zufriedenstellendes Ergebnis während der Chemotherapie erzielt werden.

Schlussfolgerung: Bei Patienten mit onkologischen Erkrankungen sollte eine präventive Betreuung und bei Therapiebedarf eine interdisziplinäre Zusammenarbeit große Relevanz haben. Die Blutwerte spielen bei der Planung der zahnärztlichen Therapie eine wichtige Rolle und sollten stets aktuell vorliegen, gegebenenfalls ist eine unterstützende Medikation notwendig. Bei Unsicherheiten ist eine Vorstellung bei einem erfahrenen Parodontologen anzuraten.

(Dtsch Zahnärztl Z 2017; 72: 372–378)

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Ausgabe: 06/2017 Shirley Brenner - Jan Brandt - Andreas Kusch - Martin Brenner - Hans-Christoph Lauer
Volldigitaler Herstellungsprozess zweier Einzelrestaurationen

Einführung: Digitalisierte Arbeitsprozesse spielen in der Zahnmedizin eine immer größere Rolle. Die Entwicklungen gehen von der Digitalisierung konventioneller Gipsmodelle zur CAD/CAM-Herstellung von Zahnersatz hin zum vollständig digitalisierten Workflow per Intraoralscanner. Dieser Fallbericht demonstriert den volldigitalen Workflow zur Herstellung einer implantatgetragenen Krone sowie einer zahngetragenen Teilkrone.

Methode: Eine Patientin mit einem alio loco inserierten Implantat in regio 37 (Camlog Promote, Wimsheim, Deutschland) stellte sich zur prothetischen Versorgung im ZZMK Carolinum vor. Durch Elongation des antagonistischen Zahnes 27 war das vertikale Platzangebot nicht ausreichend, sodass eine Einkürzung und anschließende Versorgung mit einer Teilkrone (e.max CAD, Ivoclar Vivadent, Ellwangen, Deutschland) erforderlich war. Für das Implantat wurde aufgrund der unzureichenden Platzverhältnisse und der folglich zu geringen Retentionsfläche für eine zementierte Lösung eine vertikal verschraubte monolithische Zirkondioxidkrone (Zirlux FC2, Langen, Deutschland) gewählt. Die Herstellung erfolgte volldigital unter Anwendung eines Intraoralscanners.

Ergebnisse: Studien zufolge ist die digitale Abformung der konventionellen Methode in zahlreichen Punkten überlegen. Der Behandlungsablauf zeigte sich in diesem Fall sowohl für den Patienten als auch für den Behandler als sehr angenehm. Die marginale, approximale sowie okklusale Passung beider Restaurationen war sehr gut, sodass ein nur geringer Zeitaufwand für die Einprobe anfiel. Form und Farbe der Restaurationen überzeugten ebenfalls.

Schlussfolgerung: Der volldigitalisierte Workflow zur Herstellung einer implantatgetragenen Krone sowie einer zahngetragenen Teilkrone am Antagonisten hat sich im vorliegenden Fall als präzise, zeit- und kostensparend, einfach in der Handhabung sowie angenehm für die Patientin erwiesen.

(Dtsch Zahnärztl Z 2017; 72: 444–451)

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