Praxis

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TOP-GESPRäCH
Ausgabe: 10/2010 C. Gernhardt, B. Selent
Dentinhypersensibilität in der Praxis

Rund 30 Prozent der Bevölkerung leiden unter schmerzempfindlichen Zähnen. Charakteristisch für die Dentinhypersensibilität (DHS) ist das Auftreten eines kurzen, oft leicht ziehenden bis stark stechenden Schmerzes im Bereich des mehr oder weniger offensichtlich freiliegenden Dentins als Antwort auf thermische, taktile, osmotische, evaporative oder chemische Reize.

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FALLBERICHT
Ausgabe: 08/2010 - U. Kern
Erhalt „zweifelhafter“ Zähne bei aggressiver Parodontitis

Anhand einer Fallpräsentation soll die Wichtigkeit des Erhalts einer geschlossenen Zahnreihe bei parodontal vorgeschädigten Zähnen aufgezeigt werden. Es handelt sich um eine zum Zeitpunkt des Therapiebeginns 31-jährige Patientin mit aggressiver Parodontitis mit einer durchdokumentierten Verlaufskontrolle von nun 18 Jahren unter den Bedingungen einer niedergelassenen Zahnarztpraxis. Der Zahnerhalt ist bei aggressiver Parodontitis von besonderer Bedeutung, da implantologische und prothetische Versorgungen Patient und Behandler oft vor schwierige Aufgaben stellen. Hier war es möglich, durch eine konsequente Parodontaltherapie auch die Zähne, welche bei Diagnosestellung als zweifelhaft nach der Prognosis Classification von Mc Guire und Nunn eingestuft wurden, zu erhalten. Neben den Therapieschritten wie Vorbehandlung, resektive Techniken und antibiotische Therapie ist die Risikobeurteilung für die Frequenz der unterstützenden Parodontaltherapie (UPT) von Bedeutung. Eine gute Compliance während der Erhaltungsphase ist entscheidend für den Langzeiterfolg einer Parodontaltherapie.

(Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 385–391)

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Ausgabe: 09/2010 S. Pieger
Rehabilitation eines strahlengeschädigten Gebisses mit teilverblendeten edelmetallfreien Kronen im Sinne der Regelversorgung – ein Fallbericht

Einleitung: Die Rehabilitation des strahlengeschädigten Gebisses stellt den praktisch tätigen Zahnarzt vor besondere Herausforderungen. Vor allem die Spätkomplikationen der Bestrahlung wie Radioxerostomie und Strahlenkaries können zu einer progressiven Zerstörung der Zahnhartsubstanz führen. Häufig muss zum Schutz der Zähne vor weitergehender Zerstörung eine Überkronung einzelner oder aller vorhandenen Zähne in Betracht gezogen werden.

Material und Methode: Ein 68-jähriger männlicher Patient erschien nach Resektion und Radiatio eines Plattenepithelkarzinoms des Zungengrundes zur prothetischen Rehabilitation. Nach eingehender Befundung und Planung wurde im Rahmen des synoptischen Behandlungskonzeptes sowie nach präprothetischer Vorbehandlung eine Überkronung aller Zähne durchgeführt.

Ergebnisse: Die durch die Spätschäden der Bestrahlung entstandenen Zahnhartsubstanzdefekte konnten durch edelmetallfreie Kronen und Brücken mit entsprechender Verblendkeramik sowohl prothetisch als auch ästhetisch rehabilitiert werden.

Schlussfolgerung: Die Indikation zur Überkronung aller Zähne muss eng gestellt werden. Im vorliegenden Fall konnte durch dieses Therapiemittel der Restzahnbestand suffizient geschützt werden. Um den Behandlungserfolg prothetischer Therapien zu gewährleisten, müssen insbesondere Patienten nach Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich in ein engmaschiges Recallprogramm aufgenommen werden.

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Ausgabe: 03/2010 S. Sälzer - T. Joda
Ästhetische Therapie lokalisierter Läsionen der Gingiva: Pyogenes Granulom

Die frühzeitige Diagnose des Pyogenen Granuloms und die konsequente Therapie mit adäquater Exzision im Sicherheitsabstand von 1 mm sind essentiell für die Prävention angrenzender Strukturen und die Minimierung des Rezidivrisikos. Eine histopathologische Untersuchung ist zur Sicherung der klinischen Verdachtsdiagnose und zum Ausschluss maligner Neoplasien obligat. Die ästhetische Sofortrehabilitation mit subepithelialen Bindegewebstransplantaten stellt ein ergänzendes Verfahren zur Behandlung mukogingivaler Defekte nach Totalexzisionen von Mundschleimhautveränderungen dar. (Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 132–135)

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Ausgabe: 10/2010 H. Meyer-Lückel - S. Paris - C.E. Dörfer
Welche Risiken und Chancen birgt die approximale Kariesinfiltration?

Die Kariesinfiltration schlägt, insbesondere bei approximaler Karies, gewissermaßen eine Brücke zwischen den etablierten non-invasiven und minimal-invasiven Therapieoptionen.

Um die Risiken einer Unter- oder Überbehandlung bei der Anwendung dieses mikro-invasiven Verfahrens zu minimieren, sollte eine sorgfältige klinische und röntgenologische Untersuchung erfolgen sowie das individuelle Kariesrisiko des Patienten, wie auch die Aktivität der zu behandelnden Läsion berücksichtigt werden. Prinzipiell sollten alle notwendigen Arbeitsschritte möglichst genau eingehalten werden. Insbesondere die Trocknung der kariösen Läsion vor Infiltration ist hierbei zu beachten.

Bei adäquater Indikationsstellung (maximale röntgenologische Kariesausdehnung bis in das erste Dentindrittel, keine klinisch feststellbare Kavitation der Oberfläche, Kariesprogression wahrscheinlich) und sorgfältiger praktischer Durchführung der mikro-invasiven Behandlung einer Approximalkaries durch Kunststoffinfiltration kann oftmals die Restauration der betroffenen Zahnfläche mit einer Füllung vermieden oder zumindest für mehrere Jahre verzögert werden. Die Kariesprogression sollte im Rahmen des Monitoring anhand qualitativ hochwertiger Bissflügelröntgenbilder in individuellen Abständen überprüft werden, um bei entsprechender Vergrößerung der Läsion rechtzeitig invasiv einschreiten zu können. Weitere Anwendungsmöglichkeiten der Kariesinfiltration bedürfen der Beachtung darüber hinausgehender As-pekte, die nicht Gegenstand des vorliegenden Beitrages sind.

(Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 556–561)

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Ausgabe: 11/2010 J. Brandt - S. Brandt - V. Shtein - J.-H. Lee - H.-C. Lauer
Klinischer Vergleich dreier unterschiedlich verblendeter CAD/CAM gefertigter Zirkondioxid- Seitenzahnbrücken

Ziel: Die Einführung von Hartkernkeramiken führte insbesondere im Seitenzahngebiet zu einer Erweiterung der prothetischen Therapiemöglichkeiten. Die Anwendung von mehrgliedrigen Brücken im Front- und Molarenbereich ohne ästhetische Einbußen ist dabei ein entscheidender Fortschritt. Für ein perfektes ästhetisches Ergebnis ist zwar das Gerüstmaterial grundlegend, allerdings vervollständigt erst die keramische Verblendung das Erscheinungsbild einer Restauration. Der vorliegende Patientenfall präsentiert drei verschieden verblendete dreigliedrige Zirkondioxidbrücken im Unterkiefer-Seitenzahnbereich und verdeutlicht die Vor- und Nachteile der einzelnen Verblendtechniken.

Methoden: Auf einem Zirkondioxidgerüst wurde die „press and veneer“-Technik, die „press and stain“-Technik und die konventionelle Schichttechnik angewendet. Die drei verschiedenen Verblendtechniken wurden hinsichtlich der Ästhetik, der Funktionalität und der verursachenden Kosten verglichen.

Ergebnisse: Unterschiede waren im zahntechnischen Aufwand, bei den Kosten und der Ästhetik auszumachen. Aus klinisch funktioneller Sicht konnte dagegen kein Unterschied zwischen den angefertigten vollkeramischen Brücken evaluiert werden.

Schlussfolgerung: Aus ästhetischer Sicht ist die konventionell geschichtete Keramikverblendung anderen Verblendtechniken vorzuziehen. Daher wählte der Patient die konventionell verblendete Seitenzahnbrücke, die letztendlich eingegliedert wurde.

(Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 620–626)

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Ausgabe: 11/2010 K. Krüger - J. Lübbers - I. Konter - U. Konter
Navigierte Sofortimplantation und Sofortversorgung mit definitivem, individuellem Zirkonoxid-Abutment

Einführung: Die Sofortversorgung nach Sofortimplantation ist für den optimalen Erhalt der gingivalen Architektur in der ästhetischen Zone von entscheidendem biologischem und ästhetischem Vorteil. Vorhersagbare und langfristig stabile Therapieergebnisse sind nur bei bestimmten Voraussetzungen gewährleistet. Zu den wichtigsten gehören eine ausreichend dimensionierte bukkale Knochenwand, ein mittlerer bis dicker Gingivabiotyp sowie weitgehend entzündungsfreie Verhältnisse.

Methode: Der vorliegende Fallbericht präsentiert eine umfassende Vorgehensweise zur computer-geführten Sofortimplantation in Kombination mit unmittelbarer Rehabilitation durch ein individuelles, definitives Zirkon-Abutment. Nach Analyse der DVT-Daten wird intraoperativ die virtuell im Planungsprogramm dreidimensional festgelegte, optimale Implantatposition durch eine hülsengeführte Insertion gewährleistet.

Ergebnisse/Schlussfolgerung: Durch die präzise Übertragung der am Computer geplanten Implantatposition in ein Gipsmodell kann bereits präoperativ ein individuelles, CAD/CAM-gefrästes Zirkon-Abutment mit optimalem Emergenzprofil hergestellt werden. Ein wiederholtes Austauschen von Gingivaformer und Abutment wie beim konventionellen Vorgehen ist dadurch nicht erforderlich und die damit verbundene Gewebsirritation kann vollständig vermieden werden.

(Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 627–636)

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Ausgabe: 12/2010 T. Joda - I. Konter - U. Konter - S. Kanehl
Weichgewebsmanagement bei komplexer Implantatrehabilitation: Indikationen und Limitationen des Einsatzes einer porcinen Kollagenmatrix (Mucograft)

Einleitung: Die Transplantation autologer Gingiva vom Gaumen in Kombination mit einer Vestibulumplastik ist ein evidenzbasiertes Verfahren zur Schaffung keratinisierten fixierten Weichgewebes um Zähne und Implantate.

Material und Methode: Zur Vermeidung postoperativer Beschwerden durch die Gaumenwunde hat sich der Einsatz einer porcinen Kollagenmembran (Mucograft) als Alternative zum autologen Transplantat in einer Vielzahl von implantatchirurgischen Fällen bewährt. Anhand eines Fallbeispieles wird das chirurgische Vorgehen dargestellt und die Abheilung der ersten 6 Monate illustriert.

Ergebnisse: Die Vor- und Nachteile sowie Limitationen der Kollagenmatrix werden diskutiert. Die verschiedenen Zeitpunkte der Anwendung der Weichgewebskorrektur werden in einem praxisrelevanten Konzept dargestellt und mit Fotobeispielen verdeutlicht.

(Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 723–730)

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Ausgabe: 12/2010 S. Gerhardt-Szép - D. Heidemann - F. Kunkel
Wurzelquerfraktur zweier Zähne nach Trauma: Endodontische Behandlung mit Implantat-orientiertem Therapieabschluss

Einführung: Anhand der Fallpräsentation sollen die wichtigsten Aspekte der Versorgung von Frontzähnen mit Wurzelquerfraktur aufgezeigt und der implantologische Therapieansatz zur Diskussion gestellt werden.

Material und Methode: Es handelt sich um eine zum Zeitpunkt des Therapiebeginns 38-jährige Patientin, die bis zum Abschluss der endgültigen Versorgung mehrere Stellen (Notdienst, niedergelassene Kollegen, universitäre Poliklinik) durchlaufen musste. Die Art der Initialbehandlung bei horizontaler Wurzelfraktur ist entscheidend für den weiteren Therapieverlauf und die Prognose des Zahnes. Hier wurde versucht, durch entsprechende Schienung, Aufbereitung- und Abfüllungstechnik die betreffenden Zähne zu erhalten. Eine direkt anschließende zweite Traumatisierung führte zum Verlust eines der Frontzähne.

Ergebnisse: Nach Beratung durch den Implantologen wurde resultierend auch der Zweite, mit viel Aufwand restaurierte Incisivus entfernt.

(Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 731–736)

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EVIDENZBASIERTE ZAHNMEDIZIN
Ausgabe: 10/2010 S. Gerhardt-Szép - Frankfurt am Main - S. Feierabend - Freiburg, - Y. Jockel-Schneider - Würzburg und
„Evidence-based dentistry” – Tipps für die Praxis. Fall 2: Paro-Endo-Läsionen*

der zweite Patientenfall in diesem Jahr*, der Aspekte der evidenzbasierten Zahnmedizin vergegenwärtigen soll, ist sicherlich in vielerlei Hinsicht speziell. Speziell, weil es sich an einem Zahn um zwei verschiedene Grunderkrankungen handelt – das Präparationstrauma mit anschließender Pulpanekrose und die Parodontitis – und dennoch beide durch die Paro-Endo-Läsion miteinander in Verbindung stehen. Beide können zusätzlich Wurzelresorptionen hervorgerufen haben, welche auf den ersten Blick einen Zahnerhalt unmöglich erscheinen lassen.

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