Praxis

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BUCHBESPRECHUNG
Ausgabe: 02/2017 Basel - Prof. Dr. - Jens C. Türp
Medizinische Indikation. Ärztliche, ethische und rechtliche Perspektiven

Hand aufs Herz: Haben Sie im Studium oder danach ausgiebige Kenntnisse zum Begriff der Indikation erworben? Aller Wahrscheinlichkeit nach nicht. Ist das schlimm? Eigentlich schon. Aber Sie befinden sich in „bester Gesellschaft“: „In gängigen medizinischen Lehrbüchern und Lexika kommt die ,medizinische Indikation‘ als grundlegende Legitimationsbedingung einer medizinischen Maßnahme oder eines ärztlichen Heileingriffs nicht vor“, bemerken Andrea Dörris (Göttingen) und Volker Lipp (Hannover) in ihrem Vorwort. Nicht zuletzt angesichts der schleichenden Zunahme von Wunschbehandlungen – „Medizin ohne Ausrichtung auf die klassischen Ziele der Medizin“ (Maio, S. 79) – ist diese Ignoranz ... ein Skandal. Denn unter Berücksichtigung (partizipatorische Entscheidungsfindung) des Willens des individuellen Patienten (Patientenautonomie) ist die medizinische Indikation die Voraussetzung für (zahn)ärztliches Handeln – in dem Bestreben, in einer konkreten Situation mit einer als angemessen und angezeigt erachteten medizinischen Untersuchungs- oder Therapiemaßnahme ein festgelegtes und legitimes Behandlungsziel zu erreichen. Dieses Ziel, so Heiner Raspe (Lübeck), ergibt sich „aus dem, was bei einem bestimmten Zustand klinisch zu erreichen möglich ist, aus ethischen und rechtlichen Normen und (in Grenzen) aus den Wünschen der Patienten.“ (S. 95). Giovanni Maio (Freiburg i. Br.) weist darauf hin, „dass die medizinische Indikation der Einwilligung des Patienten vorausläuft“ (S. 74). Gerald Neitzke (Hannover) schlägt vor, „für Behandlungen mit geringer Erfolgswahrscheinlichkeit oder marginalem Zusatznutzen die Formulierung ,zweifelhafte bzw. fragliche Indikation‘ zu wählen“ (S. 92).

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Ausgabe: 02/2017 Jens C. Türp - Basel - Prof. Dr.
Max und der Wackelzahn

Mit dem Büchlein „Max und der Wackelzahn“ ist dem 1971 geborenen, mehrfach ausgezeichneten Kinder- und Jugendbuchautor (Dr. phil.) Christian Tielmann ein schöner Wurf gelungen. Hauptakteure der von Sabine Kraushaar kongenial illustrierten Geschichte sind der kleine Max und seine Freundin Pauline. Nachdem sich Max persönlich von Paulines lockerem Zahn82 überzeugt hat, plagen ihn in der folgenden Nacht schreckliche Albträume: Gruselige Zahnmonster fliegen durch sein Zimmer. Er erwacht und stellt erschreckt fest, dass ein linker unterer Schneidezahn gelockert ist. Besorgt weckt er seinen Vater. Dieser beruhigt Max und erklärt ihm, dass alles rechtens sei: „Deine Milchzähne fangen jetzt an zu wackeln und fallen aus, damit du Platz im Mund hast für die neuen, bleibenden Zähne. [...] Die bleibenden Zähne sind größer und außerdem sind es mehr.“

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Ausgabe: 03/2017 Prof. Dr. - Hannover - Harald Tschernitschek
Themenheft: Dental Ethics – Ethik in der Zahnmedizin

Die Zeitschrift „Ethik in der Medizin“ ist das Publikationsorgan der „Akademie für Ethik in der Medizin“ und dient der wissenschaftlichen Erarbeitung, der interdisziplinären Kommunikation und der Vermittlung von ethischen Aspekten in allen medizinischen Bereichen. „Ethik in der Medizin“ hat darüber hinaus das Ziel, das praktische Entscheidungsverhalten im medizinischen Alltag unter ethischen Gesichtspunkten zu erleichtern.

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Ausgabe: 03/2017 Prof. Dr. - Patrick R. Schmidlin - Zürich
PEKBOOKEin klinischer Leitfaden für die Zahnerhaltung. Teil 3: Parodontologie

Nach dem großen Erfolg der beiden ersten Teile PEKBOOK Kariologie und Endodontologie ist nun auch der dritte und vorläufig letzte Teil der sogenannten PEKBOOK-Reihe mit dem Thema „Parodontologie – ein klinischer Leitfaden für die Zahnerhaltung“ der Editoren Clemens Walter und Roland Weiger erschienen.

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Ausgabe: 03/2017 Hannover - Knut Adam
Esthetic Perio-Implantology

Der Fotoatlas „Esthetic Perio-Implantology“ ist in englischer Sprache verfasst und demonstriert auf 896Seiten die Bedeutung des parodontalen und periimplantären Gewebes für eine optimale „Rot-Weiß-Ästhetik“. Das Buch baut in 10Kapiteln didaktisch sinnvoll aufeinander auf und verfügt über fast 5000Abbildungen von beeindruckender Qualität. Jedes Kapitel enthält wissenschaftliche Hintergrundinformationen, die durch zahlreiche Literaturstellen belegt sind. Die beschriebenen Sachverhalte, Problemstellungen und Behandlungsschritte werden durch zahlreiche klinische Fallbeispiele und Schemazeichnungen auf exzellente Weise veranschaulicht.

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Ausgabe: 03/2017 Jens C. Türp - Basel - Prof. Dr.
Praxisforschung und Professionsentwicklung in der Zahnmedizin. 10 Jahre Master-Network Integrated Dentistry e.V.

Im Jahre 2015 veröffentlichten Clemens Walter und der Rezensent in dieser Zeitschrift ein Gasteditorial, in dem wir darauf hinwiesen, dass nur ein kleiner Teil der an deutschsprachigen Universitäten verfassten Abschlussarbeiten in einer Fachzeitschrift veröffentlicht wird, wodurch der Öffentlichkeit viel generiertes Wissen verborgen bleibt und damit letztlich verloren geht [2]. Die hier besprochene Festschrift ist ein schönes Beispiel, wie man es besser machen kann. Das 400Seiten starke Buch beinhaltet Zusammenfassungen der Masterarbeiten, die in den Jahren 2006 bis 2015 von 77Teilnehmern des postgradualen Studiengangs „Integrated Dentistry“ an der Zahnärztlichen Akademie Karlsruhe und der mit ihr akademisch verbundenen Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg verfasst worden waren. Die unterschiedlich langen Aufsätze sind in 8Themenblöcke unterteilt: „Praxisforschung“ (n=15), „Klinische Studien – zahnärztliche Versorgung“ (n=18), „Wissensentwicklung und Weiterbildung“ (n=4), „Arzt-Patienten-Beziehung und Konflikt“ (n=9), „Berufliche Identität“ (n=7), „Führung und Zusammenarbeit“ (n=3), „Profession, Geschichte und Gesellschaft“ (n=7), „Mediale und künstlerische Repräsentation“ (n=14). Jedem Themenblock geht ein sehr informativer einführender Text voraus, sodass insgesamt 85Beiträge vorliegen. Diese bestechen durch eine erstaunliche Themenbreite. Zu einem großen Teil werden Bereiche der Zahnmedizin abgedeckt, die in der universitären Ausbildung trotz ihrer Wichtigkeit selten berührt werden.

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Ausgabe: 04/2017 Prof. Dr. Dr. - Göttingen - Franz-Josef Kramer,
Implant Therapy in the Geriatric PatientReihe: ITI Treatment Guide Series, Vol. 9

Im 9.Band der ITI-Treatment-Guides werden die Besonderheiten der Implantatbehandlung beim hochbetagten Patienten beleuchtet. Das Autorenteam Frauke Müller (Genf) und Stephen Barter (Eastbourne) hat ein umfassendes Werk auf knapp 300 reich illustrierten Seiten erstellt, welches in insgesamt 15Einzelkapiteln aufgeteilt die medizinischen und implantologischen Herausforderungen des Implantatpatienten im hohen Lebensalter abhandelt. Die besonderen medizinischen Ansprüche aufgrund der verbreiteten Multimorbidität im Alter, die Auswirkungen unterschiedlicher Medikationen auf den Behandlungsverlauf und das Endergebnis sowie die klinische Relevanz insbesondere von metabolischen und muskulo-skelettalen Veränderungen im fortgeschrittenen Lebensalter werden ausführlich erklärt. Aber auch die besonderen planerischen Herausforderungen im Hinblick auf die Auswahl der individuell geeigneten prothetischen Versorgung werden ausführlich beschrieben, wobei die veränderten Möglichkeiten der neuromuskulären Adaptation an eine Versorgungsform beim betagten Patienten jeweils Berücksichtigung finden. Die jeweils auf zahlreiche Einzelpublikationen verweisenden Kapitel sind dabei allesamt hochwertig illustriert und in einem gut lesbaren Englisch gehalten, sodass auch für den nur gelegentlich mit der englischen Sprache vertrauten Leser der Inhalt leicht erschließbar und verständlich ist. Abgerundet wird das Buch durch eine umfangreich illustrierte Sammlung von klinischen Fallbeispielen, welche die Merkmale einer Implantatversorgung im hohen Lebensalter anschaulich darstellen und dem Leser auch die jeweils gewählten Lösungsansätze begründet vermitteln können. Unter Berücksichtigung des bereits eingetretenen demographischen Wandels und der Zunahme an betagten Patienten mit Implantatwunsch bedient das Buch einen zunehmenden Planungs- und Entscheidungsbedarf in der enoralen Implantologie; es bleibt dabei trotz zahlreicher Publikationsverweise anwendungsorientiert und praxisrelevant, indem es klinische Problemstellungen aufnimmt und gewählte Lösungsansätze vorstellt. Die hochwertige Ausstattung lassen den Preis von 86,00 Euro angemessen erscheinen.

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Ausgabe: 04/2017 Hannover - Prof. Dr. - Michael Eisenburger
The Ceramic Works: Dental Laboratory Clinical Atlas

In seinem im Quintessenz Verlag erschienenen Bildband zeigt Hitoshi Aoshima eine Fülle von Patientenfällen, bei denen hochästhetische festsitzende keramisch verblendete Restaurationen angefertigt worden sind. Für seine Beispiele hat er insbesondere Situationen ausgewählt, in denen eine starke Individualisierung der Verblendungen erforderlich war. Der hohe Perfektionsgrad seiner Kronen ist im Vergleich zu den jeweils natürlichen Nachbarzähnen eindeutig erkennbar. Um dieses Ziel zu erreichen, hat Hitoshi Aoshima mit unterschiedlichen Techniken beim Schichten der Keramik gearbeitet. Das Ergebnis sind sich perfekt in die individuelle Morphologie und die farbliche Spielfreude der Zahnreihe integrierende Versorgungen.

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Ausgabe: 04/2017 Basel - Thomas Connert
Cohen‘s Pathways of the Pulp

Nach einer Wartezeit von fünf Jahren liegt nun endlich die elfte Ausgabe von „Cohen‘s Pathways of the Pulp“ vor. In diesem 907 Seiten umfassenden Werk ist es den Herausgebern Kenneth Hargreaves und Louis Berman gelungen, namhafte Autoren der „Endo-Szene“ aus der ganzen Welt für dieses Lehrbuch zu gewinnen.

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Ausgabe: 04/2017 Prof. Dr. - Münster - Edgar Schäfer
Endodontische Revisionen

Das vorliegende Buch stellt eine Übersetzung der brasilianischen Originalausgabe aus dem Jahr 2014 dar. Ergänzt wurde es um einen Beitrag des deutschen endodontischen Urgesteins, Michael Hülsmann aus Göttingen. Das Buch füllt eine Lücke der endodontischen Fachliteratur, da es sich ausschließlich der nicht-chirurgischen endodontischen Revisionsbehandlung widmet. Außer Frage ist das Buch damit auf eine Problematik fokussiert, die in der Endodontie in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen wird – sind doch nach wie vor etwa 40–50% aller wurzelkanalbehandelten Zähne mit Zeichen einer fortbestehenden oder sich neu entwickelnden Erkrankung des periradikulären Gewebes assoziiert.

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