Wissenschaft

Hier können Sie auf alle Originalarbeiten des aktuellen Jahrgangs in chronologischer Sortierung zugreifen.  Alternativ können Sie die Beiträge auch nach dem Titel sortieren.

JAHRGANG: 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009
SORTIEREN NACH: DATUM | TITEL

ORIGINALARBEITEN
Ausgabe: 07/2009 Ch. H. Splieth - Ch. C. Pine - Ch. Berndt - B. Bünger
Barrieren bei der Sanierung von Milchzähnen aus Sicht der Zahnärzte

In vielen Ländern ist die restaurative Versorgung der Milchdentition unbefriedigend. Ziel der vorliegenden Studie war daher, Hindernisse bei der restaurativen Therapie aus Sicht der Zahnärzte in Deutschland im Milchgebiss von Kindergartenkindern (3 bis 6 Jahre) zu analysieren. Für diese repräsentative Studie wurden 320 Zahnärzte randomisiert (184 West-, 136 Ostdeutsche) aus dem Zahnärzteregister gezogen (n = 320) und ein Fragebogen zum Zahnarztprofil, zur Beurteilung des Gesundheitssystems und möglicher Barrieren bei der Sanierung im Milchgebiss versendet. Die Analyse (Response Rate 57,7 %; n = 184) zeigte, dass die Eltern einer Therapie nicht im Wege stehen und auch die Zahnärzte sie für notwendig halten. Dagegen stellten die Angst der Kinder und ihre Abneigung gegen den Zahnarztstuhl oder Bohrergeräusche aus Sicht der Zahnärzte ein deutliches Hinderniss dar. Im West-Ost-Vergleich zeigten sich für Westdeutschland statistisch signifikant größere Barrieren, wobei diese Unterschiede wahrscheinlich nicht zufällig sind, sondern in der unterschiedlichen Ausbildung während des Studiums begründet liegen. Die Studie zeigt, dass Probleme bei der Sanierung von kleinen Kindern durch Zahnärzte in Deutschland bestehen, die in der nicht ausreichenden Ausbildung im Studium bedingt sein können.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 07/2009 J. von Wietersheim - F.B. Janke
Angst vor dem Zahnarzt – eine Fragebogenuntersuchung an Patienten und deren Zahnärzten

In der vorliegenden Studie sollte aus Patienten- und Zahnarztsicht erfasst werden, wie viele Patienten Angst vor der zahnärztlichen Behandlung haben, welche Ursachen diese Angst hat und welche Maßnahmen evtl. dagegen helfen. Zudem sollte überprüft werden, ob die behandelnden Zahnärzte die Ängste ihrer Patienten adäquat einschätzen können. Hierzu wurden insgesamt 188 Patienten in zwölf Zahnarztpraxen mit selber konstruierten und standardisierten Fragebögen (STAI und DFS) erfasst. Analog dazu füllten die Zahnärzte einen Fragebogen aus. 36 % der Patienten schätzen sich selber als deutlich bis sehr ängstlich ein, von den Zahnärzten wurden 23 % der Patienten als ängstlich beurteilt. Als Hauptursachen für die Ängste wurden von den Patienten die Ungewissheit sowie schlechte Erfahrungen beim Zahnarzt genannt, von den Zahnärzten wurden zu wenig Aufklärung und schlechte Erfahrungen als Kind vermutet. Als Maßnahmen gegen die Angst wurden bessere Aufklärung und eine freundlich eingerichtete Praxis vorgeschlagen. Korrelationsanalysen zeigten, dass die meisten Zahnärzte das Ausmaß der Ängste ihrer Patienten nicht richtig einschätzen können. Die Ergebnisse zeigen, dass Ängste vor der Zahnarztbehandlung eine wichtige Rolle spielen und thematisiert werden sollten.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 06/2009 N. Enkling - G. Sartory - R. Heinen - H.-P. Jöhren
Klinischer Erfolg einer verhaltenstherapeutischen Kurzintervention zur Behandlung von Zahnbehandlungsphobie

Ziel: Die krankhafte Vermeidung der Zahnbehandlung, Zahnbehandlungsphobie genannt, stellt mit einer Prävalenz von 10 % in der deutschen Bevölkerung ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar. Das Ziel der vorliegenden Studie war es, eine verhaltenstherapeutische Kurzintervention auf ihren klinischen Erfolg hin zu untersuchen.

Material und Methode: 160 Zahnbehandlungsphobiker erhielten drei Termine für eine kognitive, verhaltenstherapeutische Kurzintervention, die aus Stress Management Training und Exposition der Patienten mit angstauslösenden Stimuli bestand. Der klinische Erfolg wurde in Form der Anzahl von eingehaltenen zahnärztlichen Behandlungsterminen gemessen.

Ergebnisse: Die Teilnehmer der Studie hatten im Mittel sechs Jahre keinen Zahnarzt aufgesucht. 68 % der Patienten, die die Psychotherapie abgeschlossen hatten, nahmen alle Termine war. Von den Therapieabbrechern konnten 52 % die zahnärztliche Behandlung beenden. Die Anzahl der wahrgenommenen verhaltenstherapeutischen Sitzungen korrelierte mit dem Angstmaß vor der Behandlung.

Schlussfolgerung: Die beschriebene Form der Psychotherapie führte insgesamt zu einer Erfolgsrate von 70 % bei Zahnbehandlungphobikern. Die Dauer der Vermeidung hat dabei keinen Einfluss auf den Erfolg der Therapie. Je phobischer die Patienten zu Beginn der Untersuchung waren, desto mehr therapeutische Sitzungen waren notwendig.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 06/2009 M. Stiesch - L. Borchers - J. Riechers - M. Eisenburger
Belastbarkeit direkt hergestellter provisorischer Brücken mit Glasfaserverstärkung*

Die Belastbarkeit direkt hergestellter provisorischer viergliedriger Brücken aus Protemp, Luxatemp und CronMix mit zwei Materialien zur Glasfaserverstärkung wurde untersucht. Aus jedem Kunststoff wurden mit einer Versorgungsabformung 30 Brücken hergestellt, von denen je zehn unverstärkt blieben und je zehn eine Faserverstärkung mit Stick bzw. everStick erhielten. Nach Thermowechselbelastung wurden die Brücken in einer Universalprüfmaschine bis zum Bruch belastet.

Die mittlere Bruchlast der unverstärkten Brücken variierte von 486 N bis 612 N. Bei Verstärkung mit Stick wurden 390 N bis 674 N, mit everStick 262 N bis 589 N ermittelt. Die Lage der Fasern im Brückenkörper beeinflusste die Belastbarkeit deutlich. Im Rasterelektronenmikroskop konnte ein guter Verbund von everStick zum Matrixkunststoff nachgewiesen werden. Stick dagegen wies einen unvollständigen Verbund zur Matrix auf.

Die Glasfaserverstärkung provisorischer Brücken aus Protemp, Luxatemp und CronMix mit Stick oder everStick kann bei direkter Herstellung mit einer Versorgungsabformung wegen der unvorhersehbaren Faserlage nicht empfohlen werden. Für eine Erhöhung der Belastbarkeit ist eine Anfertigung der Brücken im Dentallabor erforderlich, die eine Positionierung der Fasern auf der Zugseite gewährleistet.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 06/2009 C. Lautenschläger, A.F. Boeckler, J.M. Setz - C. Olms
Klinische Studie zu postoperativen Sensibilitäten eines neuen selbstadhäsiven Kompositbefestigungssystems

In den letzten Jahren erlangten selbstadhäsive Befestigungskomposite wegen ihrer verbesserten physikalischen Eigenschaften gegenüber den konventionellen Befestigungszementen an Popularität. In der Vergangenheit stellten postoperative Hypersensibilität und Pulpenschädigung ein Problem bestimmter Kompositzemente dar. Ziel dieser prospektiven kontrollierten klinischen Studie war es, postoperative Sensibilitäten an überkronten Pfeilerzähnen, die mit einem neuen selbstadhäsiven Zement eingesetzt worden sind, zu untersuchen. 16 Patienten wurden mit 43 metallunterstützten Verblendkronen auf vitalen Pfeilerzähnen versorgt. Die Kronen wurden mit einem neuen Befestigungskomposit zementiert. Die Untersuchungen erfolgten nach Eingliederung, dann nach zwei Wochen (baseline) und sechs Monaten. Die Prüfung der Sensibilität der untersuchten Zähne wurde mit Kältespray im Vergleich zum Referenzzahn durchgeführt. Eine leichte postoperative Hypersensibilität wurde nach Zementierung (7 %) und nach zwei Wochen (4,7 %) diagnostiziert. Nach sechs Monaten konnten keine postoperativen Hypersensibilitäten mehr festgestellt werden. Aus den bisherigen klinischen Erfahrungen ist dieses selbstadhäsive Befestigungsmaterial eine ermutigende Alternative zu konventionellen Zementen, hinsichtlich postoperativer Sensibilitäten und Verarbeitung.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 08/2009 M. Stiesch - L. Borchers - P. Kohorst - M.P. Dittmer - H. Brinkmann
Belastbarkeit nach Alterungssimulation sowie Randschlussqualität viergliedriger Zirkoniumdioxidbrücken

Zahlreiche Faktoren führen im Mundhöhlenmilieu bei keramischen Restaurationen zu Degradationsprozessen und damit zu einer Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften. Für die Langlebigkeit einer Restauration ist des Weiteren auch die Passgenauigkeit entscheidend. Ziel der vorliegenden In-vitro-Studie war es, die Belastbarkeit nach Alterungssimulation und die Randschlussqualität viergliedriger Zirkoniumdioxidbrücken zu untersuchen. Insgesamt wurden 60 Brückengerüste hergestellt und in sechs homogene Gruppen aufgeteilt. Vor der Verblendung wurden die Gerüste zweier Gruppen mit einer definierten Vorschädigung versehen. Nach dem Verblendvorgang wurden die Brücken einer thermischen und mechanischen Wechselbe-lastung unterzogen. Bei einer Gruppe wurde zusätzlich die Randschlussqualität der Restaurationen vor und nach Verblendung analysiert. Die statistischen Untersuchungen zur Belastbarkeit und zum Einfluss des Verblendvorgangs erfolgten mit Hilfe einer Varianzanalyse bzw. eines t-Tests für gepaarte Stichproben. Durch die künstliche Alterung wurde die Belastbarkeit um bis zu 40% reduziert, wohingegen die mechanische Vorschädigung keinen Einfluss zeigte. Im Rahmen des Verblendvorgangs kam es teilweise zu signifikanten Veränderungen des Randschlusses.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 09/2009 L. Laurisch - K.L. Bastendorf
Langzeiterfolge der systematischen Kariesprophylaxe

Regelmäßige professionelle Betreuung ist eine Basisleistung der Prävention. Verglichen wurde in dieser Langzeitstudie die Zahngesundheit von Patienten, welche über einen Zeitraum von fünf bis 15 Jahren in zwei deutschen, präventiv orientierten Zahnarztpraxen (500 km voneinander entfernt) betreut wurden. Die Datenerhebung erfolgte zum Stichtag 01.06.2004. Insgesamt wurden in der Praxis L 951 Patienten und in der Praxis B 551 Patienten untersucht. Die maximale präventive Betreuung erstreckte sich über einen Zeitraum von 15 Jahren. Der ermittelte DMFT-Wert berücksichtigt in den einzelnen Altersklassen den Zeitraum der Prävention nicht.

Es wurden fast gleiche Ergebnisse in der Karies- und Parodontitispräventionin in beiden Praxen erzielt. Bei den betreuten Patienten lag die Anzahl sowohl der fehlenden als auch der gefüllten Zähne deutlich unter den für Deutschland in der zu der Zeit gültigen DMS-III-Studie ermittelten Werten, die Zahngesundheit war somit besser.

Frühzeitig einsetzende und kontinuierlich sich fortsetzende Prävention erhöht die Zahngesundheit und erhält über einen langen Zeitraum die eigenen natürlichen Zähne. In der Altersklasse der über 65-Jährigen mit einer über 15 Jahre andauernden präventiven Betreuung lag z. B. die Anzahl der fehlenden Zähne bei 9,29 (Praxis L) bzw. 8.02 (Praxis B) Zähne. In dieser Altersklasse fehlten entsprechend der DMS-III-Studie jedem Bundesbürger im Durchschnitt 17 Zähne. Ähnliches zeigte auch die Altersklasse der 56- bis 65-Jährigen: Bei den Patienten, welche über 15 Jahre in präventiver Betreuung waren, fehlten in der Praxis L 3,85 bzw. 3,9 Zähne in der Praxis B. Der durchschnittliche Zahnverlust in Deutschland liegt in dieser Altersklasse bei ca. 12 bis 13 Zähnen.

Es konnte somit gezeigt werden, dass regelmäßige präventive Betreuung über einen langen Zeitraum die Zähne langfristig erhält und zu mehr Zahngesundheit in allen beobachteten Patientengruppen führt.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 09/2009 Ch.R. Gernhardt - H.-G. Schaller - A. Kobler
Klinische Untersuchung des selbstätzenden Einkomponenten- Adhäsivs AdheSE One – Einjahresergebnisse

Ziel dieser prospektiven Langzeitstudie ist es, den klinischen Erfolg des selbstkonditionierenden Einkomponenten-Adhäsivs AdheSE One in Verbindung mit dem Komposit Tetric EvoCeram und den Einfluss eines niedrigviskösen Komposits als zusätzlichen Kavitätenliner auf die Randqualität okklusionstragender Kavitäten zu untersuchen.

Es wurden an 50 Patienten 100 Restaurationen der Klasse I und II zur Baseline, nach sechs und zwölf Monaten einer Bewertung nach den modifizierten Ryge-Kriterien unterzogen.

Die Ergebnisse der Evaluation der beiden Gruppen nach Ryge ohne/mit Applikation von Tetric Flow waren: Randanpassung: Alpha: 47/47, Bravo: 2/3, Charlie: 1/0; Randverfärbung: Alpha: 47/49, Bravo: 3/1; Füllungsintegrität: Alpha: 49/49, Bravo: 1/1. Die Untersuchungskriterien Vitalität, Hypersensibilität, Sekundärkaries, Oberflächentextur, Farbanpassung und Erhalt des approximalen Kontakts zeigten keine Fehlerrate.

Die statistische Auswertung ergab keine signifikanten Unterschiede bezüglich der beiden Gruppen (Mann-Whitney-U-Test, p 0,05). Unter Berücksichtigung des noch kurzen Nachuntersuchungszeitraums kann zusammenfassend festgestellt werden, dass AdheSE One nach zwölf Monaten bei beiden Applikationsformen klinisch zufrieden stellende Ergebnisse zeigt.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 10/2009 J.M. Setz - C. Olms - Ch. Arnold
Einflüsse von Umgebungsparametern auf die Reproduzierbarkeit intraoraler Farbmessungen mit dem Spektrophotometer Vita Easyshade

Die vorliegende experimentelle Studie untersuchte die Reproduzierbarkeit der L*a*b*-Daten und den Einfluss der Kalibrierung, des Hintergrundes und des Umgebungslichts während der Messungen mit dem Vita Easyshade.

Die Messungen wurden an einem Keramik- und Kunststoffprobekörper unter Verwendung einer Positionierungsschiene bei wechselnden Hintergründen und Umgebungsbeleuchtungen getestet. Im ersten Versuchsaufbau wurden unter denselben Bedingungen zwei Untersuchungen einmal mit Kalibrierung nach fünf Messungen (n = 400) und einmal mit Kalibrierung nach 20 Messungen (n = 400) durchgeführt. Im zweiten Versuchsaufbau erfolgten 20 Messungen am Kunststoffprobekörper mit verschiedenen Hintergründen unter wechselnden Umgebungsbeleuchtungen.

Es gab keine statistisch signifikanten Unterschiede (t-Test, p 0,05) und Korrelationen zwischen häufiger und seltener Kalibrierung. Die Standardabweichung war bei Kalibrierung nach fünf Messungen im Vergleich zur Kalibrierung nach 20 Messungen kleiner. Bei Wechsel der Hintergrundfarben gab es eine Veränderung der L*a*b*-Werte. Das Umgebungslicht hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die L*a*b*-Werte. Die Ergebnisse dieser Untersuchung bestätigen, dass das Vita Easyshade für die wissenschaftliche Dokumentation der L*a*b*-Daten geeignet ist.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 10/2009 M. Stiesch - A. Demling - F. Ismail - C. Demling
Objektive und subjektive Parameter bei Patienten mit Diskusverlagerungen des Kiefergelenks

Ziel der retrospektiven Studie war es, objektive Vari-ablen und subjektive Beschwerdeparameter bei Patienten mit Diskusverlagerungen des Kiefergelenks in Abhängigkeit von der Diagnose zu ermitteln. Hierzu wurden die Akten von 500 Patienten gesichtet. Zu den objektiven Variablen zählten Parameter der Unterkiefermobilität, während subjektive Parameter anhand eines validierten Fragebogens zur Erfassung der Alltagsfunktionen des Kauorgans erhoben wurden. In die statistische Auswertung konnten die Daten von 93 Patienten einbezogen werden. Bei Patienten mit anterioren Diskusverlagerungen mit Reposition (Gruppe I) konnten zum Zeitpunkt der Erstdiagnose eine mittlere aktive Schneidekantendistanz von 43,0 mm ± 7,6 mm und eine mittlere passive Schneidekantendistanz von 45,2 mm ± 7,6 mm ermittelt werden, während diese bei Patienten mit anterioren Diskusverlagerungen ohne Reposition (Gruppe II) nur bei 32,7 mm ± 7,3 mm bzw. 35,2 mm ± 7,2 mm lagen (p 0,001). Die Auswertung des Fragebogens ergab in Gruppe I eine signifikant geringere schmerzbedingte Einschränkung der Mastikation und der mimischen Funktion. Patienten der Gruppe II scheinen gegenüber Patienten der Gruppe I eine verminderte Unterkiefermobilität sowie eine größere Einschränkung der Alltagsfunktionen des Kauorgans aufzuweisen.

» kompletten Artikel lesen