Wissenschaft

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ORIGINALARBEITEN
Ausgabe: 10/2009 J.M. Setz - C. Olms - Ch. Arnold
Einflüsse von Umgebungsparametern auf die Reproduzierbarkeit intraoraler Farbmessungen mit dem Spektrophotometer Vita Easyshade

Die vorliegende experimentelle Studie untersuchte die Reproduzierbarkeit der L*a*b*-Daten und den Einfluss der Kalibrierung, des Hintergrundes und des Umgebungslichts während der Messungen mit dem Vita Easyshade.

Die Messungen wurden an einem Keramik- und Kunststoffprobekörper unter Verwendung einer Positionierungsschiene bei wechselnden Hintergründen und Umgebungsbeleuchtungen getestet. Im ersten Versuchsaufbau wurden unter denselben Bedingungen zwei Untersuchungen einmal mit Kalibrierung nach fünf Messungen (n = 400) und einmal mit Kalibrierung nach 20 Messungen (n = 400) durchgeführt. Im zweiten Versuchsaufbau erfolgten 20 Messungen am Kunststoffprobekörper mit verschiedenen Hintergründen unter wechselnden Umgebungsbeleuchtungen.

Es gab keine statistisch signifikanten Unterschiede (t-Test, p 0,05) und Korrelationen zwischen häufiger und seltener Kalibrierung. Die Standardabweichung war bei Kalibrierung nach fünf Messungen im Vergleich zur Kalibrierung nach 20 Messungen kleiner. Bei Wechsel der Hintergrundfarben gab es eine Veränderung der L*a*b*-Werte. Das Umgebungslicht hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die L*a*b*-Werte. Die Ergebnisse dieser Untersuchung bestätigen, dass das Vita Easyshade für die wissenschaftliche Dokumentation der L*a*b*-Daten geeignet ist.

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Ausgabe: 10/2009 G. Heydecke - H. Seedorf - I. Kirsch - M. Alai-Omid - A. Scholz
Kommt es durch den Einsatz eines Hypomochlions zu einer Kiefergelenks-Distraktion?

Das Ziel dieser Studie war, den distrahierenden Einfluss eines posterioren Hypomochlions auf das Kiefergelenk zu untersuchen. Alle 23 Probanden waren gesund, mit Ausnahme des dritten Molaren vollbezahnt und wiesen keine Zahnlockerungen auf. Im Rahmen des Versuches bissen die Probanden zunächst auf eine 1 mm starke Zinnfolie, die bilateral zwischen 17/47 und 27/37 platziert wurde. Im zweiten Teil der Untersuchung wurde ein 1 mm starker okklusal adjustierter Aufbiss aus einem starren Bissregistrierungsmaterial bilateral zwischen 16/46 und 26/36 positioniert. Dieser verhinderte aufgrund seines okklusalen Reliefs eine Protrusion. Die horizontale und die vertikale Kondylenposition wurde mit einem Ultraschall-Bewegungs-Sensor (JMA) mit sechs Freiheitsgraden aufgezeichnet. Das Beißen mit maximaler Kraft auf die Zinnfolie führte zu einer messbaren Kondylenverlagerung nach anterior und kaudal. Das Beißen auf den adjustierten Aufbiss verursachte eine statistisch signifikante Kondylenverlagerung nach kranial um ca. 0,3 mm (ANOVA, Dunn’sche Methode p 0,05). Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass okklusale Hypomochlien keinen distraktiven Einfluss auf das Kiefergelenk ausüben, sondern bei Verhinderung einer Protrusion sogar zu einer unerwünschten Kompression des Gelenkes führen können.

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Ausgabe: 05/2009 A. Rahman - S. Freitag - O. Bauss
Frontzahntraumata in verschiedenen Altersgruppen und Konsequenzen für die kieferorthopädische Therapieplanung

Im Rahmen einer retrospektiven Studie wurde die Prävalenz von Frontzahntraumata bei 1367 Patienten einer kieferorthopädischen Praxis untersucht. Die Patienten wurden in vier Altersgruppen eingeteilt: unter 11 Jahre, 11 bis 15 Jahre, 16 bis 20 Jahre und über 20 Jahre. Bei 10,3 % der untersuchten Patienten war vor Beginn der kieferorthopädischen Behandlung ein Frontzahntrauma aufgetreten. Bei 96,0 % der traumatisierten Zähne handelte es sich um Oberkieferschneidezähne und am häufigsten waren die zentralen Oberkieferschneidezähne involviert (79,6 %). Die häufigste Unfallursache waren Stürze (49,6 %) und der häufigste Unfallort war das eigene Zuhause (48,2 %). Häufigster Verletzungstyp war die Schmelz-Dentin-Fraktur ohne Pulpabeteiligung mit 42,7 %. Die Prävalenz von Frontzahntraumata lag bei den männlichen Patienten rund doppelt so hoch wie bei den weiblichen Patienten (p 0,001). Bezogen auf die vier Altersgruppen zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen den Altersgruppen unter 11 (5,9 %) und zwischen 11 und 15 Jahren (12,8 %) (p 0,01). Nach den Ergebnissen der vorliegenden Untersuchung sollte die kieferorthopädische Frühbehandlung eines vergrößerten Overjet im frühen Wechselgebiss begonnen und vor dem 11. Lebensjahr abgeschlossen werden.

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Ausgabe: 05/2009 J. Jürgens
Sechs Leitsymptome der Kiefergelenkarthropathie

Moderne Therapieverfahren verlangen wegen beachtenswerter Symptomüberlagerungen zunehmend eine verbesserte diagnostische Abgrenzung der primären Kiefergelenkarthropathie (KGA) von einer sekundären Funktionsstörung im Gesicht. Es soll geprüft werden, ob diese Verbesserung mit einem einfachen Fragebogen möglich ist. Dazu wurden 79 Patienten mit Beschwerden im Bereich des Kiefers und der Gesichtsmuskulatur jeweils 14 Fragen mit numerischer Ratingskala vorgelegt. Nach Anamnese und Befund lag bei 44 dieser Patienten eine KGA vor, deren Beschwerdebilder sich deutlich von denen einer funktionellen Störung unterscheiden: Die Summe der Bewertungen dieser Beschwerden mit Gelenkschmerzen, Gelenkknacken und eingeschränkter Mundöffnung lag mit 15,0 deutlich höher als die der restlichen 35 Patienten aus dem Gesamtkollektiv (7,9). Andererseits wurden von denselben Patienten Zahnschmerzen, Pressen mit und Lockerungsgefühl in den Zähnen mit 4,4 sehr gering bewertet. Komplementär dazu fallen die Bewertungen der 35 Patienten aus dem Gesamtkollektiv für dieselben drei Arten der Zahnbeschwerden mit 12,8 hoch aus. Auf Grund der Bewertung von Vorkommen und Intensität der Beschwerden lassen sich die primäre KGA von der sekundären Funktionsstörung im Gesicht weitgehend trennen.

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Ausgabe: 11/2009 M. Schmitter - P. Rammelsberg - K. Mußotter - J. Jünger - J. Tilk - J. Beck-Mußotter
Einfluss eines Lehrmoduls auf professionelle Kommunikationsfertigkeiten und Patientenzufriedenheit

Ziel dieser Studie war es, die Auswirkungen eines Lehrmoduls zu Kommunikation auf Studierende und Patienten zu erfassen. Es wurden 29 Studierende (Studiengruppe) mit standardisierten Patienten geschult, die Kontrollgruppe (n = 33) erhielt traditionelle Vorlesungen. Erfasst wurden die Selbsteinschätzung der kommunikativen Fähigkeiten, die Prüfungsergebnisse und die Patientenzufriedenheit sowie die Evaluation. Obwohl global noch keine signifikanten Ergebnisse festgestellt wurden, bewirkte das Lehrmodul eine signifikante Verbesserung der Selbsteinschätzung der Interventionsgruppe bzgl. der Fähigkeit, mit besonders schwierigen Patienten eine Beziehung aufzubauen (p = 0,026). Die Prüfungsergebnisse zeigten, dass diese Studierenden sich verständlicher ausdrückten sowie Fachsprache eher vermieden bzw. besser erklärten (p = 0,04). Die Patienten attestierten der Studiengruppe ein höheres Interesse an ihren vorhandenen Problemen (p = 0,036). Die Evaluation konnte zeigen, dass die Studierenden die Teilnahme an der Vorlesungsveranstaltung gegenüber der praktischen Schulung höherwertiger einschätzten (p = 0,049). Studierende und Patienten können von entsprechenden Lehrmodulen profitieren, deren Wirksamkeit im prä- und postgradualen Studium nach Vertiefung weiter untersucht werden sollte.

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Ausgabe: 04/2009 N. Enkling - R. Mericske-Stern - J. Fischer - A. Stierli - V. Gisler
Rauigkeitsabhängige Verbundfestigkeit eines selbstadhäsiven Kompositzementes an Dentin

Das Ziel der vorliegenden In-vitro-Studie war die Prüfung der Verbundfestigkeit eines selbstadhäsiven Kompositzementes abhängig von der Oberflächenrauigkeit. Dazu wurden Scherversuche am Dentin für einen dualhärtenden, selbstadhäsiven, universellen Kompositzement (RelyX Unicem Aplicap) im Vergleich zu einem konventionellen Mehrkomponentensystem (RelyX ARC) des gleichen Herstellers durchgeführt und diskutiert. Es wurden Messungen der Adhäsion in Abhängigkeit der Oberflächenrauigkeit durchgeführt. Dabei handelte es sich um jeweils zehn Proben jeder Rauigkeit von SiC 220, 500, 1000, 2400 und 4000. Die Resultate zeigten, dass ein selbstadhäsiver Kompositzement bezüglich Scherfestigkeit einem konventionellen Kompositzement mit selbstkonditionierendem Primer nicht nur gleichwertig, sondern überlegen sein kann. Zusätzliche praxisbezogene, speziell mit einem 15 µm Finierdiamanten behandelte Oberflächen lieferten eine durchschnittliche Scherfestigkeit von 4.12 ± 1.53 MPa bei RelyX ARC und 8.80 ± 2.67 MPa bei RelyX Unicem Aplicap. Unter Laborbedingungen hergestellte, feinere Oberflächen zeigten keine Signifikanz bezüglich Unterschiedlichkeiten in der Verbundfestigkeit. Die beobachtete Rauigkeitsabhängigkeit verlief dabei bei beiden Systemen ähnlich.

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Ausgabe: 04/2009 A. Pistorius - J. Kraft - K. Hammal - J. Pistorius
Korrelation zwischen Mundhygiene und bio- psycho-sozialem Stress, bestimmt durch die Speichelcortisolkonzentration, mit der Mundgesundheit schwangerer Frauen

Parodontopathien während der Schwangerschaft gehören nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den Faktoren, die eine Frühgeburt bzw. Entwicklungshemmungen des Fetus bedingen können. Um eine Pathologisierung der parodontalen Strukturen durch schwangerschaftsbedingte Modifikationen des Parodontiums zu vermeiden, ist eine besonders sorgfältige Mundhygiene gravider Patientinnen nötig. In der vorliegenden explorativen Studie sollte zum einen das Mundhygieneverhalten schwangerer im Vergleich zu nichtschwangeren Frauen und zum anderen der Einfluss von Stressfaktoren auf die parodontale Gesundheit verifiziert werden. Hierzu wurden 51 schwangere und 47 nichtschwangere Frauen vergleichbaren Alters klinisch untersucht. Die physische und psychische Belastung der untersuchten Frauen wurde mittels eines Fragebogens ermittelt und anhand der Bestimmung des morgendlichen Speichelcortisolspiegels objektiviert. Im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigten die schwangeren Frauen eine schlechtere Mundhygiene sowie schlechtere Werte für den GI, den CPI und den PBI bei vergleichbaren API-Werten. Ein Zusammenhang zwischen den im Fragebogen angegebenen psychischen und physischen Stressbelastungen und den Werten des morgendlichen Speichelcortisols konnte nicht verifiziert werden. Lediglich der CPI stand in Zusammenhang mit der Höhe der subjektiv empfundenen Stressbelastung und nahm mit steigender Belastung zu. Schwangere Frauen hatten generell einen höheren Speichelcortisolwert als nichtschwangere.

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Ausgabe: 04/2009 M.T. John - W. Micheelis - S. Tönnies - M. Mehrstedt
Mundgesundheitsbezogene Lebensqualität und Zahnbehandlungsängste

Zahnbehandlungsängste und mundgesundheitsbezogene Lebensqualität (MLQ) wurden bei 106 Patienten einer Hamburger Angstambulanz erhoben. Zahnbehandlungsängste wurden anhand des Dental Anxiety Scale (DAS) und des Dental Fear Survey (DFS) bestimmt, während MLQ mit dem Oral Health Impact Profile (OHIP-G 14) gemessen wurde. Die MLQ-Werte der sehr ängstlichen Patienten wurden mit OHIP-Daten von Probanden einer bundesweiten Stichprobe der Allgemeinbevölkerung verglichen. Die Patienten mit sehr starken Zahnbehandlungsängsten wiesen dabei sowohl im Vergleich mit der Allgemeinbevölkerung als auch mit Literaturangaben zu anderen Patientenpopulationen eine sehr stark beeinträchtigte mundgesundheitsbezogene Lebensqualität auf. Die Bedeutung der Ergebnisse für die Diagnostik psychosozialer Befunde bei Patienten mit Zahnbehandlungsängsten und die sich daraus ableitenden Schlussfolgerungen für die Aus- und Fortbildung der Zahnärzte und der Zahnmedizinstudenten werden vorgestellt und diskutiert.

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Ausgabe: 04/2009 J.M. Setz - A. Boeckler - C. Wegner
Materialcharakteristik und Poliereigenschaft zahnärztlicher Gummipolierer nach der Autoklavierung

In der zahnärztlichen Praxis werden für die Politur von Metallen, Keramiken und Kunststoffen spezielle Gummipolierer verwendet, die für einen mehrfachen Gebrauch hygienisch aufbereitet werden müssen. Ziel dieser Arbeit war die Bestimmung möglicher Veränderungen der Werkstoffeigenschaften dieser Polierer und deren klinische Poliereigenschaften durch wiederholte Autoklavierung.

16 verschiedene zahnärztliche Gummipolierer (n = 5) wurden untersucht. In einer speziellen Versuchsapparatur erfolgte die standardisierte Messung der Elastizität (E-Modul, MPa) vor, nach fünf und nach zehn Sterilisationsdurchgängen (134 °C). Mögliche Veränderungen der klinischen Poliereigenschaften wurden nach standardisierter Oberflächenpo-litur von Probekörpern (Goldlegierung, Keramik, Prothesenkunststoff) mittels materialspezifischer Polierer (vor und nach zehnfacher Sterilisation) durch makroskopische und elektronenmikroskopische Evaluation der Oberflächenqualitäten bestimmt.

Die Dampfsterilisation hatte einen signifikanten (p 0,001) Einfluss auf das elastische Verhalten aller getesteten Gummipolierer. Bis auf zwei Ausnahmen war nach zehnfacher Sterilisation eine Abnahme des E-Moduls der Polierkörper auf 13 % – 72 % des Ausgangswertes zu beobachten. Die standardisierte Überprüfung der klinischen Poliereigenschaften zeigte bei den getesteten Polierern auf allen drei Werkstoffen nach zehn Sterilisationszyklen eine deutliche Verschlechterung der jeweiligen Polierwirkung.

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Ausgabe: 03/2009 H. von Schwanewede - E.C. Reisinger - M. Hörning - G. Kundt - D. Riebold - K. Dargatz
Die Bedeutung von Pneumocystis jirovecii in der zahnärztlichen Praxis

Pneumocystis jirovecii (P. jirovecii) ist ein Pilz, der ubiquitär vorkommt. Sowohl Gesunde als auch immunsupprimierte Personen können mit P. jirovecii besiedelt sein. P. jirovecii kann bei Immunsupprimierten eine Pneumocystis-Pneumonie (PCP) verursachen, selten auch Infektionen bei Immungesunden bzw. den Befall anderer Organe. Die Übertragung von P. jirovecii erfolgt durch Schmierinfektion und aerogen durch Tröpfcheninfektion. Dies lässt eine erhöhte Inzidenz von P. jirovecii bei Personen mit beruflicher Exposition zu menschlichen Aerosolen vermuten. Von den 51 untersuchten Zahnärzten und zahnärztlichen Mitarbeitern waren 13 (25,5 %), von den 53 untersuchten zahnärztlichen Patienten waren acht (15,1 %) und von den 119 Probanden in der Kontrollgruppe aus der Reise- und Impfambulanz waren drei (2,5 %) mit P. jirovecii besiedelt. Wir konnten zeigen, dass Zahnärzte und zahnärztliches Personal signifikant häufiger mit P. jirovecii besiedelt sind als Patienten einer Zahnarztpraxis oder die gesunde Normalbevölkerung. Auch Rauchen oder das seltene Tragen von Handschuhen sind Risikofaktoren für die Besiedelung mit P. jirovecii.

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