Wissenschaft

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ORIGINALARBEITEN
Ausgabe: 11/2010 W. Micheelis - J.G. Brecht - V.P. Meyer
Zahnärztezahlen und Leistungsvolumen bis zum Jahr 2030 – ein Prognosemodell für Deutschland*

Einführung: Ziel der Untersuchung war es, festzustellen, ob dem deutschen Gesundheitswesen in der Zukunft ein Zahnärztemangel droht.

Methode: Mit Hilfe eines Prognosemodells wurden Berechnungen bis zum Jahr 2030 durchgeführt. Inputparameter für die Berechnungen waren arbeitswissenschaftliche Prozessdaten der zahnärztlichen Leistungserbringung, amtliche Statistiken zur Entwicklung der Bevölkerung, epidemiologische Daten zur Mundgesundheit und Daten zur zahnärztlichen Versorgung in Deutschland. Die Berechnungen wurden für drei Szenarien zu den Zahnärztezahlen durchgeführt.

Ergebnisse: Insgesamt wird der Bedarf an zahnärztlichen Leistungen aufgrund prognostizierter Zunahme der Mundgesundheit abnehmen. Für den Sektor der Parodontologie ist nach dem Modell mit einer Zunahme der Mundgesundheit zu rechnen. Die Prognoseberechnungen ergeben auf der Basis einer Pro-Kopf-Berechnung, dass in den nächsten Jahren nicht mit einer Unterversorgung in der Zahnmedizin zu rechnen ist.

Schlussfolgerung: Auf der Basis von „Vollzeitäquivalenten“ kann in Abhängigkeit von den Annahmen zu den Inputparametern (z. B. Umschichtungen durch neue Berufsausübungsformen) eine Unterversorgung nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Prognose liefert Angaben für die Bundesrepublik Deutschland. Aussagen zu regionalen Unterschieden konnten nur auf qualitativer Ebene gemacht werden.

(Dtsch Zahnärztl Z 2010; 65: 347–356)

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Ausgabe: 12/2010 H. Seedorf - M. Alai-Omid - A. Scholz - H. Weitendorf - D. Farhan
Auswirkungen von Mediotrusionskontakten auf die vertikale Kondylenposition

Einleitung: Mediotrusionskontakte werden oftmals als schädlich für das Kiefergelenk angesehen. Daher war es das Ziel der vorliegenden Untersuchung, die Auswirkungen von Mediotrusionskontakten auf die Position des Kiefergelenkskondylus zu untersuchen. Betrachtet wurde dabei die Kondylenpositionen bei Kieferschluss während maximaler und halbmaximaler willkürlicher Muskelkontraktion.

Material und Methode: In dieser Studie waren 22 Probanden involviert, die keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen hatten. Keiner wies fehlende Zähne, dritte Molaren oder erhöhte Lockerungsgrade auf. Jede in dieser Studie untersuchte Person hatte eine Eckzahnführung. Alle Probanden bekamen die Anweisung (1.) auf den Eckzahn zu beißen, sowie (2.), auf den Eckzahn zu beißen während ein starres Bissregistrat zwischen dem zweiten Prämolar und ersten Molar auf der Mediotrusionsseite positioniert wurde. Das Ausmaß der Muskelkontraktion wurde über eine elektromyographische Messung des M. Masseter kontrolliert. Während des Zusammenbeißens wurden sowohl die horizontalen als auch die vertikalen Kondylenpositionen mit einem extraoralen Registriersystem (Jaw Motion Analyzer) gemessen.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Das Zusammenbeißen auf den Eckzahn verursachte eine Kranialverlagerung des Kondylus auf der Mediotrusionsseite. Diese Verlagerung wurde um 0,6 – 0,9 mm reduziert, wenn die Probanden auf die Bissregistrate, die auf der Mediotrusionsseite positioniert wurden, bissen. Die Ergebnisse dieser Untersuchung lassen darauf schließen, dass Kontakte auf der Mediotrusionsseite einer Kompression des Kiefergelenks entgegenwirken können.

(Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 737–743)

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Ausgabe: 12/2010 H. Tschernitschek - B. Vogt - L. Schwabe
Patientenzufriedenheit bei Versorgung mit partiellem Zahnersatz in Abhängigkeit der Befestigungsart*

Einführung: Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, die verschiedenen Verankerungsarten von herausnehmbarem partiellen Zahnersatz aus Patientensicht unter Berücksichtigung der Beziehung zwischen Patient und Zahnarzt beurteilen zu lassen.

Methode: Die Patienten bewerteten mittels spezifischem Fragebogen ihre Prothesen nach Ästhetik, Phonetik, Retention, Kauvermögen und Hygienefähigkeit.

Ergebnisse: Die Patienten (n = 165; Alter: 63 ± 11 Jahre; 62 % und 38 %) trugen 39 % teleskopierende Arbeiten, 31 % klammerverankerte Modellgussprothesen 13 % Ankerprothesen und 18 % Geschiebeprothesen. Der Großteil der Probanden war mit seinen Versorgungen in allen Aspekten zufrieden: Ankerkronen 93 %, Doppelkronen 90 %, Geschiebe 80 %, klammerverankerter Modellguss 77 %. Die Klammerverankerung schnitt in der Beurteilung der Ästhetik, Phonetik, Halt und Hygienefähigkeit signifikant schlechter ab.

Schlussfolgerung: Spezifische Geschlechterunterschiede prägten maßgeblich die Patientenentscheidung. Besonders bei weiblichen Patienten spielte die Ästhetik eine extrem große Rolle für die Zufriedenheit. Mehr als die technischen Aspekte hatte die Beziehung zwischen Patient und Zahnarzt Einfluss auf die Zufriedenheit (p = 0,027).

(Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 396–402)

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Ausgabe: 12/2010 H.C. Lauer - H.F. Rabenau - S. Wicker
Nadelstichverletzungen in der Zahnmedizin: Möglichkeiten der Infektionsprophylaxe

Einleitung: Nadelstichverletzungen (NSV) stellen eine ernstzunehmende Gefährdung für zahnmedizinisches Personal dar. Es besteht das Risiko einer Infektion mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV), dem Hepatitis-C-Virus (HCV) und dem humanen Immundefizienzvirus (HIV).

Methode und Ergebnisse: Um arbeitsbedingte Infektionen zu vermeiden, sollte das zahnmedizinische Personal gegen Hepatitis B geimpft sein und Zugriff auf eine HIV-Postexpositionsprohylaxe haben. Maßnahmen der Standardhygiene sollten umgesetzt und persönliche Schutzausrüstungen (z. B. Schutzhandschuhe, Mundschutz, Schutzbrille) eingesetzt werden.

Darüber hinaus ist es von besonderer Bedeutung, dass NSV gemeldet werden, damit die betroffenen Mitarbeiter eine angemessene medizinische Behandlung erhalten.

(Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 744–751)

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Ausgabe: 05/2010 J.M. Setz - V. Szentpétery - C. Lautenschläger
Nachsorge bei Friktionsteleskopen im stark reduzierten Restgebiss – 3-Jahresergebnisse einer klinischen Studie

Der Nachsorgeaufwand von Teleskopen im stark reduzierten Restgebiss wurde umfassend bisher nicht untersucht. Die Studie beschreibt den Einsatz von Teleskopen und deren Nachuntersuchung im strikten Recall. 74 Patienten erhielten 82 Teleskopprothesen, die auf 173 Teleskopen abgestützt waren. Nach drei Jahren konnten noch 54 Patienten nachuntersucht werden. Je Nachuntersuchung wurden Prothesenpassung, Pfeilermobilität (Periotestwerte), Friktion, Sondierungstiefe, Rezessionen, Pfeilerhygiene, Pfeilergingivitis beurteilt, notwendige Begleittherapien durchgeführt.

11% der Pfeiler frakturierten. 65% der Prothesen wurden unterfüttert und 67% repariert (z. B. Bruch-, Verblendungsreparatur). In 24% der Nachuntersuchungen wurde eine Prothese repariert, in 70% ein Patient remotiviert. 4,6% Extraktionen, 11% Rezementierungen, 4% konservierende und 14% parodontologische Behandlungen erfolgten. Die Periotestwerte waren nach Unterfütterung geringer als zuvor. Sondierungstiefen, Hygiene- und Gingivitisindex änderten sich nicht signifikant. Signifikant waren Rezessionszunahme und Friktionsabnahme. Die Patientenzufriedenheit war hoch. Teleskopprothesen im stark reduzierten Restgebiss brauchen intensive Nachsorge. Sie bieten aber Tragekomfort und Lebensqualität bei guter Reparaturfähigkeit. (Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 260–270)

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Ausgabe: 05/2010 P. Eickholz - M. Zeier - B. Dannewitz
Empfehlungen zur zahnärztlichen Behandlung von Patienten mit chronischer Nierenkrankheit oder Nierenersatztherapie

Der Begriff chronische Nierenkrankheit (CNK) beschreibt eine langsame, progressiv fortschreitende Verminderung der Nierenfunktion, die in der Regel zu einem endgültigen Nierenversagen führt. Durch Nierenersatzverfahren wie Dialyse und Nierentransplantation müssen dann die wichtigen Funktionen der Niere übernommen werden. Infolge ihrer Grunderkrankung können sich bei Patienten mit CNK oder Nierenersatztherapie zahlreiche orale Symptome manifestieren, zu denen u. a. reduzierter Speichelfluss, vermehrt weiche und harte supragingivale Beläge, Candida-Infektionen, eine verstärkte Blutungsneigung der Gingiva, radiographische Veränderungen des Kieferknochens und medikamentös induzierte Gingivawucherungen gehören. Die zahnärztliche Behandlung von Patienten mit CNK oder Nierenersatztherapie muss in Hinblick auf die eingeschränkte Metabolisierung von Medikamenten, eine potentiell erhöhte Blutungsneigung und Infektanfälligkeit individuell geplant werden. Neben der Therapie von manifesten pathologischen Befunden sollte die zahnärztliche Behandlung aber auch präventiv ausgerichtet sein und potentielle intraorale Risikofaktoren reduzieren. (Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 242–252)

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Ausgabe: 05/2010 A. Rahman - O. Bauss - W. Schaefer
Pulpavitalität nach kieferorthopädischer Extrusion traumatisierter Oberkieferschneidezähne

Traumatisierte Zähne zeigen ein erhöhtes Risiko für Wurzelresorptionen und Pulpanekrosen während einer kieferorthopädischen Zahnbewegung. Bislang gibt es jedoch noch keine Untersuchung bezüglich des Einflusses einer kieferorthopädischen Extrusion auf die Pulpavitalität traumatisierter Zähne. Im Rahmen der vorliegenden Studie erfolgte eine klinische und radiologische Untersuchung der Pulpavitalität nach kieferorthopädischer Extrusion von bleibenden Oberkieferschneidezähnen mit (Traumagruppe, n = 83) und ohne (Kontrollgruppe, n = 400) zurückliegendem Trauma. Die Zähne der Traumagruppe wurden weiterhin in Zähne mit Hartgewebs- (n = 34) und Parodontalverletzungen (n = 49) unterteilt. Dabei zeigten Zähne mit parodontalen Verletzungen eine signifikant höhere Rate von Pulpanekrosen (n = 10) als Zähne mit Hartgewebsverletzungen (n = 0; p = 0,004) oder Zähne ohne vorheriges Trauma (n = 2; p 0,001). Dagegen konnte zwischen Zähnen mit Hartgewebsverletzungen und den Zähnen der Kontrollgruppe kein signifikanter Unterschied festgestellt werden. Aus den Ergebnissen der Untersuchung kann geschlussfolgert werden, dass Oberkieferschneidezähne mit Parodontalverletzungen ein erhöhtes Risiko für Pulpanekrosen während einer kieferorthopädischen Extrusion aufweisen. (Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 254–258)

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Ausgabe: 07/2010 W. Micheelis - J.G. Brecht - V.P. Meyer
Zahnärztezahlen und Leistungsvolumen bis zum Jahr 2030 – ein Prognosemodell für Deutschland

Einführung: Ziel der Untersuchung war es, festzustellen, ob dem deutschen Gesundheitswesen in der Zukunft ein Zahnärztemangel droht.

Methode: Mit Hilfe eines Prognosemodells wurden Berechnungen bis zum Jahr 2030 durchgeführt. Inputparameter für die Berechnungen waren arbeitswissenschaftliche Prozessdaten der zahnärztlichen Leistungserbringung, amtliche Statistiken zur Entwicklung der Bevölkerung, epidemiologische Daten zur Mundgesundheit und Daten zur zahnärztlichen Versorgung in Deutschland. Die Berechnungen wurden für drei Szenarien zu den Zahnärztezahlen durchgeführt.

Ergebnisse: Insgesamt wird der Bedarf an zahnärztlichen Leistungen aufgrund prognostizierter Zunahme der Mundgesundheit abnehmen. Für den Sektor der Parodontologie ist nach dem Modell mit einer Zunahme der Mundgesundheit zu rechnen. Die Prognoseberechnungen ergeben auf der Basis einer Pro-Kopf-Berechnung, dass in den nächsten Jahren nicht mit einer Unterversorgung in der Zahnmedizin zu rechnen ist.

Schlussfolgerung: Auf der Basis von „Vollzeitäquivalenten“ kann in Abhängigkeit von den Annahmen zu den Inputparametern (z. B. Umschichtungen durch neue Berufsausübungsformen) eine Unterversorgung nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Prognose liefert Angaben für die Bundesrepublik Deutschland. Aussagen zu regionalen Unterschieden konnten nur auf qualitativer Ebene gemacht werden.

(Dtsch Zahnärztl Z 2010; 65: 347–356)

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TAGUNGSBEITRAG
Ausgabe: 03/2010 B. Briseño - A. Grotan-Kasaj - V. Ehlers - I. Willershausen - A. Kasaj - B. Willershausen
Klinische Studie zur Wirksamkeit von Ledermix-Zement nach zahnärztlicher Behandlung

Ziel der vorliegenden klinischen Untersuchung war der Vergleich der beiden provisorischen Befestigungszemente (Ledermix-Zement, Provicol) hinsichtlich ihrer schmerzlindernden Wirkung nach der Kavitätenpräparation. Insgesamt wurden 109 erwachsene Patienten beiderlei Geschlechts aufgenommen, die kariöse Defekte an vitalen Zähnen ohne Zeichen einer akuten oder chronischen Pulpitis aufwiesen. Bei allen Patienten wurden Kavitäten für indirekte Restaurationen präpariert und die provisorische Zementierung der Kunststoffprovisorien erfolgte randomisiert entweder mit Ledermix oder mit Provicol (Liegedauer: 9–15 Tage). Die Überprüfung der Wirksamkeit der jeweiligen Präparate hinsichtlich der Schmerzlinderung erfolgte mittels der VAS-Skala bis zu 82 Stunden nach der Behandlung. In der Studie wurden insgesamt 156 Zähne mit indirekten Restaurationen versorgt (Ledermix: 83 Zähne; Provicol: 76 Zähne). Nach einer Beobachtungszeit von vier Stunden hatten die Patienten der Provicol-Gruppe signifikant mehr Schmerzen als die Ledermix-Gruppe (p 0,005, t-Test), nach zwölf Stunden lag jedoch kein signifikanter Unterschied mehr vor. Die Studie zeigte, dass beide provisorische Befestigungsmaterialien von den Patienten gut akzeptiert wurden. Die Patienten der Provicol-Gruppe klagten jedoch über verstärkte postoperative Schmerzen und verwendeten im Vergleich zur Ledermix-Gruppe auch vermehrt Schmerzmittel. (Dtsch Zahnärztlich Z 2010; 65: 156–161)

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