Wissenschaft

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ÜBERSICHTEN
Ausgabe: 06/2011 K.D. Wolff - T. Lüth - H. Deppe
Laser-Anwendung in der Zahnärztlichen Chirurgie – Update 2011*

Einführung: In der Zahnärztlichen Chirurgie sind Techniken von Interesse, die ein Durchtrennen bzw. Abtragen von Knochen und Weichgeweben ermöglichen. Inzwischen sind dafür einige Laseranwendungen state of the art geworden.

Material und Methode: In der zahnärztlichen Weichgewebschirurgie wird der CO2-Laser seit 30 Jahren für die Behandlung multizentrischer prämaligner Leukoplakien erfolgreich eingesetzt und ist bei ausgedehnten Leukoplakien als die Methode der Wahl anzusehen. Zur Laser-Osteotomie scheinen weiter entwickelte CO2-Laser und Erbium-Laser geeignet.

Ergebnisse: In vielen Indikationen ist die Laseranwendung aber weiterhin als experimentell anzusehen. Im vorliegenden Beitrag werden die gesicherten Indikationen für Laseranwendungen in der Zahnärztlichen Chirurgie dargestellt.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011, 66: 424–431)

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Ausgabe: 08/2011 E. Glockmann - L. Taubenheim - M. Csides
Intraligamentäre Anästhesie: Grenzen und Komplikationen

Einführung: Die intraligamentäre Anästhesie, vor rund 100 Jahren erstmals in Frankreich praktiziert und beschrieben, wird heute bei der Zahnextraktion empfohlen und als zusätzliche Injektion, wenn mittels Leitungsanästhesie des N. alveolaris inferior beziehungsweise der Terminalanästhesie kein ausreichender anästhetischer Effekt zu erzielen war [46].

Material und Methode: Die medizin-technische Entwicklung der letzten 30 Jahre hat dazu geführt, dass für die Injektion von Anästhetikum ins Ligamentum circulare via Sulcus gingivalis – zur Erreichung einer Einzelzahn-Anästhesie – Instrumentarien zur Verfügung stehen, mit denen der Widerstand des sehr dichten Desmodontalgewebes problemlos überwunden werden kann.

Ergebnisse / Schlussfolgerung: Die publizierten klinischen Erkenntnisse der letzten 10 Jahre bestätigen, dass die intraligamentäre Anästhesie (ILA) – lege artis angewandt – auch bei zahnerhaltenden Therapien zu Ergebnissen führt, die denen der konventionellen Methoden der zahnärztlichen Lokalanästhesie, das heißt der Leitungs- und der Terminalanästhesie, vergleichbar sind und die ILA als eine primäre Methode der Schmerzausschaltung positioniert.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011, 66: 561–569)

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Ausgabe: 11/2011 S. Hahner
Differentialtherapie Endodontie zur Implantologie bei Risikopatienten

Einführung: Die endodontische Behandlung, wie auch der Einzelzahnersatz mittels Implantat stellen zwei mögliche Behandlungsoptionen mit nahezu identischem Indikationsgebiet dar. Da in der Literatur vergleichbare Angaben zur Erfolgsrate der jeweiligen Therapie gemacht werden, müssen andere Faktoren in Betracht gezogen werden, um eine Therapieentscheidung treffen zu können. Hierzu zählen unter anderem individuelle Risikofaktoren wie systemische Erkrankungen, Rauchen oder die Immunabwehr.

Material und Methode: Im vorliegenden Artikel sollen anhand einer Literaturübersicht verschiedene Faktoren, die zu einer Therapieentscheidung führen können, unter besonderer Berücksichtigung von Risikopatienten diskutiert werden. Des Weiteren soll aufgezeigt werden, wo die technischen und biologischen Grenzen der Zahnerhaltung im Rahmen der endodontischen Therapie liegen und welche Faktoren den Erfolg beeinflussen können.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Vor allem bei Patienten mit eingeschränkter Allgemeingesundheit stellt die endodontische Behandlung eine minimalinvasive und komplikationsarme Therapieform dar. In diesen Fällen kann es auch bei fraglicher Prognose sinnvoll sein, aufgrund des erhöhten Risikos von Infektionen oder möglichen Komplikationen im Rahmen chirurgischer Eingriffe eine nicht-chirurgische Wurzelkanalbehandlung durchzuführen. Primär bilden dabei die biologischen Grenzen den Rahmen der endodontisch-konservativen Therapie. Sind die Grenzen der Zahnerhaltung überschritten, ist eine Implantation auch bei Risikopatienten zumeist sehr gut möglich.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011, 66: 827–834)

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Ausgabe: 11/2011 K.A. Grötz - B. Al-Nawas
Implantatgetragene Rehabilitation im Zusammenhang mit Kopf-Hals-Strahlentherapie

Einführung: Die Rehabilitation von Tumorpatienten und damit einhergehende Lebensqualität involviert den Zahnarzt unmittelbar in die onkologische Therapie.

Material und Methode: Bestand bis vor einigen Jahren noch Unsicherheit bei der Versorgung von Patienten nach Strahlentherapie mit enossalen Implantaten, so hilft dem Praktiker jetzt die aktuelle S3 Leitlinie zu diesem Thema.

Ergebnisse: Die Prognose von Implantaten nach Strahlentherapie ist zwar schlechter als bei unbestrahltem Lager, die Vorteile der Implantation überwiegen jedoch in vielen Fällen. Die systematische Literatursuche ergibt 5-Jahres-Überlebensraten zwischen 75 und 92%. In den meisten Situationen beginnt die kaufunktionelle Rehabilitation mit einer Karenzzeit von 6 bis 12 Monaten nach der Bestrahlung.

Schlussfolgerung: In letzter Zeit finden sich in der Literatur allerdings auch viel versprechende Konzepte zur onkologischen Sofortrehabilitation, die bereits bei der Tumorresektion mit der Implantatinsertion beginnt. Immer noch ungelöst ist die Frage der optimalen Prophylaxe von Weichgewebsproblemen in diesem kritischen Patientenkollektiv.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011, 66: 818–826)

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Ausgabe: 11/2011 S. Fickl
Parodontale Konzepte unter Einbettung der Implantologie – eine Übersicht aus klinischer und wissenschaftlicher Sicht

Einleitung: Die Behandlung der Parodontitis besteht aus einer initialen antiinfektiösen, einer korrektiven sowie einer Nachsorgephase.

Material und Methode: Durch Verbesserungen im Bereich der antiinfektiösen Therapie kann maximaler Zahnerhalt erzielt werden bei geringerer Notwendigkeit zur chirurgischen Korrektur.

Ergebnisse: Furkationsbeteiligte Zähne, die nur unzureichend auf eine antiinfektiöse Therapie reagieren, sind häufig auch hinsichtlich ihrer Prognose bei regenerativen oder resektiven Eingriffen als fragwürdig anzusehen. In diesem Bereich existiert eine Schnittstelle zwischen Parodontologie und Implantologie, da Implantate in diesen Fällen eine nachhaltigere Lösung sein können.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011, 66: 812–817)

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Ausgabe: 12/2011 H. Tschernitschek - W. Geurtsen - R. Wrbitzky
Zahnärztliche Betreuung von Patienten mit Multiple Chemical Sensitivity (= MCS)*

Einführung: Bei dem Multiple Chemical Sensitivity Syndrom (MCS) handelt es sich um ein Beschwerdebild, das in seiner Entität, seiner Ätiologie und Pathogenese immer noch sehr kontrovers diskutiert wird. Zunehmend mehr Patienten sehen zahnärztliche Materialien als Grund für ihre Beschwerden an. Ziel dieses Beitrags ist deshalb eine kurze Vorstellung des MCS-Syndroms und der zahnmedizinischen Behandlung von MCS-Patienten.

Methode: In der Literaturdatenbank PubMed und in den einschlägigen zahnmedizinischen Fachbücher wurde eine Literaturrecherche mit folgenden Suchbegriffen durchgeführt: „MCS“, „Multiple Chemical Sensitivity“, „Idiopathic Environmental Intolerances“ and „IEI“.

Ergebnisse: Es gibt bisher keine zahnmedizinischen Richtlinien oder Vorgaben für den Umgang mit MCS-Patienten.

Schlussfolgerung: Es wird eine zahnmedizinische Vorgehensweise empfohlen, die sich an das Positionspapier des Arbeitskreises „Klinische Umweltmedizin“ der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (2002) anlehnt.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011, 65: 119–123)

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Ausgabe: 12/2011 D. Groß
Aufbruch zu neuen Ufern? „Cosmetic Dentistry“ und ihre professionellen und ethischen Implikationen*

Einleitung: Es gibt deutliche Anhaltspunkte für die Annahme, dass es sich bei „Cosmetic Dentistry“ nicht allein um ein modernes Schlagwort bzw. ein vereinzelt auftretendes Phänomen, sondern um einen Wachstumsmarkt handelt.

Material und Methoden: Der vorliegende Beitrag diskutiert professionelle, berufsrechtliche und standesethische Fragen im Kontext der „Kosmetischen Zahnheilkunde“. Im Mittelpunkt der Analyse stehen hierbei die Auswirkungen der beschriebenen neuen Tendenzen auf die zahnärztliche Profession – namentlich auf deren öffentliche Wahrnehmung (Fremdbild oder Image), aber auch auf das zahnärztliche Selbstverständnis (Selbstbild).

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Internet- und Literaturanalyse: Es wird dargelegt, dass kosmetische Dienstleistungen in (einzelnen) Zahnarztpraxen ebenso angeboten werden wie in „Studios“ oder „Lounges“. Kennzeichen des Marktes sind (1) das Fehlen expliziter Trennlinien zwischen zahnärztlich-kurativer und zahnärztlich-nichtkurativer Tätigkeit, (2) die zunehmende Konkurrenz durch nichtapprobierte Zahnkosmetiker und (3) ein hoher Stellenwert „anpreisender Werbung“ insbesondere in den Neuen Medien.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011, 66: 905–912)

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ORIGINALARBEITEN
Ausgabe: 02/2011 A. Zöllner - A. Dietzel
Zur Lagebestimmung des Unterkiefers in zentrischer Relation mit dem DIR-System

Einleitung: Ziel dieser Studie war die Registriergenauigkeit der Unterkieferposition mit dem DIR-System im Vergleich zu 2 weiteren Verfahren (Wachs-, Kunststoffplatte) zu untersuchen.

Material und Methoden: An 6 vollbezahnten, kariesfreien Probanden ohne Leitsymptome einer Funktionsstörung wurde an 2 Untersuchungszeitpunkten mit 3 Registrierverfahren durch 2 Zahnärzte die zentrische bzw. habituelle Relation registriert. Danach wurden 132 Modellpaare in einem Messartikulator dreidimensional mit einer Genauigkeit von 0,01mm vermessen. 3960 Messwerte wurden im Anschluss daran statistisch ausgewertet.

Ergebnisse/Schlussfolgerung: Die Kieferrelationsbestimmung (KRB) mit dem DIR-Verfahren ist ebenso reproduzierbar wie Zentrikregistrate auf Kunststoffplattenbasis und habituelle Wachsplattenregistrierungen. Der Einfluss des Registriermaterials auf die Registriergenauigkeit ist signifikant. Die Zahnärzte haben keinen signifikanten Einfluss auf die Registriergenauigkeit. Der Registrierzeitpunkt beeinflusst die Genauigkeit der Registrierungen signifikant.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011, 65: 100–111)

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Ausgabe: 02/2011 H.-P. Jöhren - P. Lindner
Klinischer Vergleich zur Angstbeeinflussung bei nicht-phobischen Patienten mittels Informationsvermittlung und Muskelentspannung nach Jacobson

Einführung: Angst vor der Zahnbehandlung ist ein weltweit anzutreffendes Problem. Nur wenige Untersuchungen zielen auf das Erkennen und die Therapie von ängstlichen, nicht phobischen Patienten. Ziel dieser Untersuchung war es, diesen Patienten (Bewertung im Hierarchischen Angstfragebogen [HAF] 30 und 38) eine einfachere Therapieform als die zeit- und kostenintensive psychologische Betreuung zu bieten und somit eine erfolgreiche und abgeschlossene Zahnbehandlung zu ermöglichen.Material und Methode: 37 mittelängstliche Patienten erhielten eine DVD, die Informationen über die Behandlung und die Zahnklinik vermittelt, sowie Anleitungen für die progressive Muskelentspannung nach Jacobson zur häuslichen Anwendung und Vorbereitung auf den Zahnarztbesuch. Darüber hinaus wurde ein Video mit Wellenspielen zur Entspannung ausgehändigt. Alle Probanden erhielten eine Patientenbroschüre, die im Allgemeinen über die Zahnbehandlungsangst und Therapiemöglichkeiten aufklärt. Die Patienten der Kontrollgruppe wurden im Erstgespräch ausführlich aufgeklärt und beraten. Der klinische Erfolg wurde in Form der Anzahl von eingehaltenen zahnärztlichen Behandlungsterminen und der Abnahme der Zahnbehandlungsangst gemessen.

Ergebnisse: Sowohl die Teilnehmer der Studien-, wie auch der Kontrollgruppe, zeigten eine signifikante Abnahme der Zahnbehandlungsangst nach mindestens 3 wahrgenommenen Behandlungen. 65% der Teilnehmer der Studiengruppe konnten die Behandlung erfolgreich abschließen, in der Kontrollgruppe waren es 46% (p0,05).

Schlussfolgerung: Die zusätzliche Vorbereitung mittelängstlicher Patienten auf die Zahnbehandlung durch videovermittelte Muskelentspannung nach Jacobson führt zu einem erhöhten Behandlungsabschluss der zahnärztlichen Therapie. Jüngere Patienten weisen eine höhere Abbrecherquote auf als ältere Patienten. Auch durch die routinemäßige Behandlung, die eine gute Aufklärung des Patienten inkludiert, wird eine signifikante Abnahme der Zahnbehandlungsangst erreicht.

(Deutsche Zahnärztl Z 2011, 66: 112–118)

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Ausgabe: 04/2011 P.C. Dartsch - H. Mett
In-vitro-Untersuchung der antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkung einer Zahnpasta mit pflanzlichen Inhaltsstoffen

Einführung: Zahnpasta gehört mit der Zahnbürste zu den wichtigsten Hilfsmitteln in der Zahnpflege. Die hier untersuchte Zahnpasta enthält aktive Inhaltsstoffe, welche für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt sind.

Material und Methode: Da es bisher zu Zahnpasta noch keine uns bekannten In-vitro-Untersuchungen zum Nachweis eines antioxidativen und entzündungshemmenden Potenzials gab, wurde untersucht, ob sich die aus klinischen Studien für die untersuchte Zahnpasta bekannte entzündungshemmende Wirkung auch im Labor experimentell verifizieren lässt. Die Untersuchungen wurden sowohl in einem zellfreien (antioxidative Wirkung) als auch in einem zellbasierten Testsystem (entzündungshemmende Wirkung) durchgeführt.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Die Ergebnisse haben gezeigt, dass die Zahnpasta sowohl eine deutliche antioxidative Wirkung gegenüber freien Radikalen besitzt als auch ausgeprägte entzündungshemmende Eigenschaften, die sowohl an unstimulierten als auch an stimulierten funktionalen neutrophilen Granulozyten nachgewiesen werden konnten. Damit hat sich auch in diesem experimentellen Ansatz die bekannte entzündungshemmende Wirkung der untersuchten Zahnpasta bestätigen lassen. Zudem haben die Untersuchungen gezeigt, dass die Kombination von zellfreiem und zellbasiertem Testsystem ein effizientes tierversuchsfreies physiologisches Screeningverfahren für die Untersuchung von Zahnpasten oder Mundspüllösungen darstellt.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011, 66: 265–270)

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