Wissenschaft

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ORIGINALARBEITEN
Ausgabe: 08/2012 - H. Meißner, K. Böning, G. Richter, U. Range, B. Reitemeier
Experimentelle Untersuchung der Oberflächengüte nach Bearbeitung eines weichbleibenden Unterfütterungswerkstoffes

Einführung: Die Oberflächenqualität von Unterfütterungswerkstoffen beeinflusst die Reaktion der angrenzenden Gewebe. Angestrebt wird eine glatte Oberfläche zum kontaktierten Gewebe. Der Einfluss nachträglicher Bearbeitung mit rotierenden Werkzeugen auf die Oberflächenqualität ist umstritten. Ziel der Untersuchung war die Ermittlung der Einflüsse von Fräs- und Politurwerkzeugen sowie Versiegelungssilikon auf die Oberflächenrauigkeit des weichbleibenden Prothesenunterfütterungsmaterials Mucopren soft.

Material und Methodik: Die Oberflächenqualität von Mucopren soft (Basis: Vinylpolysiloxan) wurde nach klinisch üblicher Bearbeitung (Handstück mit Fräs- bzw. Polierwerkzeug) mittels profilometrischem Messverfahren untersucht. Als Testmaterial dienten 15 Prüfserien mit jeweils 10 Probekörpern. Die Bearbeitung der Oberflächen erfolgte mit verschiedenen rotierenden Fräs- und Polierwerkzeugen. Es wurde die Oberflächenrauigkeit nach Grobbearbeitung, Politur und Versiegelung sowie nach jeder möglichen Kombination der einzelnen Bearbeitungsschritte bestimmt.

Ergebnisse: Die Grobbearbeitung mit dem gewählten Stahlfräser und anschließende Politur stellt eine empfehlenswerte Bearbeitung mit positiver Wirkung auf die zu erzielende Oberflächengüte dar. Ein signifikanter Einfluss des Versiegelungssilikons auf die Reduktion der Rauigkeit konnte nicht nachgewiesen werden.

Schlussfolgerung: Die experimentellen Ergebnisse widerlegen die Auffassung, dass die primäre Formgebung generell bessere Oberflächenqualitäten erzeugt als eine nachträgliche Bearbeitung des Unterfütterungswerkstoffes mit rotierenden Werkzeugen.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 494–498)

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Ausgabe: 01/2012 M. Alai-Omid - P. Rammelsberg - D.R. Reißmann - D. Farhan
Einfluss der basalen Verblendschichtstärke auf die Frakturfestigkeit voll- keramischer Inlaybrücken

Einführung: Ziel dieser Studie war es, den Einfluss der Verblendschichtstärke an der basalen Seite des Brückengliedes auf die Frakturfestigkeit von vollkeramischen Inlaybrücken auf Zirkoniumdioxidbasis zu untersuchen.

Material und Methode: Definierte Inlaykavitäten wurden in einen ersten unteren Prämolaren und in einen zweiten unteren Molaren präpariert. Die okklusalen Kavitäten maßen 2mm in der Breite und Höhe. Die approximalen Kästen waren zudem 5mm hoch. Es wurden Duplikate der Zähne aus einer Co-Cr-Legierung gegossen, die Wurzeln mit einem Schrumpfschlauch zur Imitation von physiologischer Beweglichkeit versehen und anschließend in einen PMMA-Sockel zur Simulation des Fehlens eines Prämolaren und Molaren eingebettet. 40 vollkeramische Brückengerüste wurden mittels CAD/CAM-Verfahren hergestellt und anschließend mit einer Presskeramik (Ivoclar/ Vivadent/ Lichtenstein) verblendet. Alle Brückengerüste entsprachen derselben Dimension und Größe. Die 40 vollkeramischen Brücken wurden in vier Gruppen geteilt und mit verschiedenen Verblendschichtstärken an der basalen Brückenseite verblendet. Dabei war die basale Fläche bei der Gruppe B-0 unverblendet, bei der Gruppe B-1 mit 1mm und bei der Gruppe B-2 mit 2mm verblendet. 10 vollkeramische und gänzlich unverblendete Gerüste bildeten die Gruppe G und 10 metallkeramische Inlaybrücken fungierten als Kontrollgruppe MK. Alle Brücken wurden mit Variolink II zementiert (Ivoclar/ Vivadent/ Lichtenstein). Nach einem künstlichen Alterungsprozess mit Thermocycling zwischen 6,5°C und 55°C und anschließenden 600.000 Kauzyklen wurden die Brücken von einer anfänglichen Grundbelastung von 50N aus bis zum Bruch belastet.

Ergebnisse: Alle Brücken überstanden die künstliche Alterung ohne Beschädigung oder Dezementierung. Die Frakturfestigkeiten der Brücken lagen bei 647N (SD: 123) für die Gruppe B-0, 716N (SD: 102) für die Gruppe G, 812N (SD: 48) für die Gruppe B-1, 934N (SD: 129) für die Gruppe B2 und 1005N (SD: 81) für die Gruppe MK.

Schlussfolgerung: Verblendkeramik kann die Frakturfestigkeit von vollkeramischen Inlaybrücken steigern.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 40–46)

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Ausgabe: 01/2012 M.H. Walter - M. Rädel - S.T. Jacoby
Analyse prothetischer Sachverständigengutachten und der verfügbaren Wissensbasis

Einführung: Sachverständigengutachten im Bereich der Zahnmedizin beschäftigen sich häufig mit prothetischen Versorgungen. Ziel der Untersuchung war die deskriptive Analyse eines Pools von Gutachten und eine beispielhafte Prüfung der Verfügbarkeit fallrelevanten Wissens.

Methode: Basis der vorliegenden Arbeit waren 90 Gutachten eines Sachverständigen, welche über einen Zeitraum von elf Jahren erstellt worden waren. Gutachtervotum, soziodemografische Daten sowie Einzelheiten zu den streitgegenständlichen Versorgungsformen wurden erfasst und ausgewertet. Für die festgestellten Behandlungsfehler erfolgte eine Einteilung in Fehlerbereiche und eine anschließende Literaturrecherche in den wissenschaftlichen Stellungnahmen der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e.V. und einer ausgewählten mehrbändigen Lehrbuchreihe.

Ergebnisse: Der Anteil des weiblichen Geschlechts überwog mit 63%. Gerichts-und Privatgutachten waren annähernd gleich vertreten. Die Mehrzahl aller prothetischen Arbeiten konnte ohne wesentliche Einschränkungen begutachtet werden. Waren vermeintliche Behandlungsfehler streitgegenständlich, stellte der Sachverständige in 57% der Fälle das Vorliegen von mindestens einem Behandlungsfehler fest. Festsitzende Versorgungen waren doppelt so häufig streitgegenständlich wie herausnehmbarer Zahnersatz. Als häufigster Fehlerbereich wurde der Randschluss indirekter Restaurationen identifiziert. In zehn Fällen waren den Stellungnahmen, in drei Fällen der Lehrbuchreihe keine Aussagen zum zahnmedizinischen Standard zu entnehmen.

Schlussfolgerung: Vor dem Hintergrund zunehmender Rechtsstreitigkeiten wird das Fehlen fundierter wissenschaftlicher Aussagen für eine Vielzahl von individuellen Behandlungen und damit die unsichere Wissensbasis zum jeweiligen zahnmedizinischen Standard deutlich. Der Forschungsbedarf ist ebenso offensichtlich wie der Bedarf an allgemein anerkannten Handlungsempfehlungen.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 32–39)

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Ausgabe: 01/2012 H.-P. Jöhren - P. Lindner
Klinischer Vergleich zur Angstbeeinflussung bei nicht-phobischen Patienten mittels Informationsvermittlung und Muskelentspannung nach Jacobson*

Einführung: Angst vor der Zahnbehandlung ist ein weltweit anzutreffendes Problem. Nur wenige Untersuchungen zielen auf das Erkennen und die Therapie von ängstlichen, nicht phobischen Patienten. Ziel dieser Untersuchung war es, diesen Patienten (Bewertung im Hierarchischen Angstfragebogen [HAF] 30 und 38) eine einfachere Therapieform als die zeit- und kostenintensive psychologische Betreuung zu bieten und somit eine erfolgreiche und abgeschlossene Zahnbehandlung zu ermöglichen.Material und Methode: 37 mittelängstliche Patienten erhielten eine DVD, die Informationen über die Behandlung und die Zahnklinik vermittelt, sowie Anleitungen für die progressive Muskelentspannung nach Jacobson zur häuslichen Anwendung und Vorbereitung auf den Zahnarztbesuch. Darüber hinaus wurde ein Video mit Wellenspielen zur Entspannung ausgehändigt. Alle Probanden erhielten eine Patientenbroschüre, die im Allgemeinen über die Zahnbehandlungsangst und Therapiemöglichkeiten aufklärt. Die Patienten der Kontrollgruppe wurden im Erstgespräch ausführlich aufgeklärt und beraten. Der klinische Erfolg wurde in Form der Anzahl von eingehaltenen zahnärztlichen Behandlungsterminen und der Abnahme der Zahnbehandlungsangst gemessen.

Ergebnisse: Sowohl die Teilnehmer der Studien-, wie auch der Kontrollgruppe, zeigten eine signifikante Abnahme der Zahnbehandlungsangst nach mindestens 3 wahrgenommenen Behandlungen. 65% der Teilnehmer der Studiengruppe konnten die Behandlung erfolgreich abschließen, in der Kontrollgruppe waren es 46% (p0,05).

Schlussfolgerung: Die zusätzliche Vorbereitung mittelängstlicher Patienten auf die Zahnbehandlung durch videovermittelte Muskelentspannung nach Jacobson führt zu einem erhöhten Behandlungsabschluss der zahnärztlichen Therapie. Jüngere Patienten weisen eine höhere Abbrecherquote auf als ältere Patienten. Auch durch die routinemäßige Behandlung, die eine gute Aufklärung des Patienten inkludiert, wird eine signifikante Abnahme der Zahnbehandlungsangst erreicht.

(Deutsche Zahnärztl Z 2012, 67: 47–52)

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Ausgabe: 01/2012 I. Nitschke - T. Reiber - J. Kunze
Zur Integration der Seniorenzahnmedizin in die prägraduale zahnärztliche Ausbildung in Deutschland

Einführung: Die Behandlung von Senioren erfordert gerostomatologische, gerontologische und geriatrische Kenntnisse. Weiterhin sind umfassende Fähigkeiten im Patientenmanagement notwendig. Die vorliegende Arbeit soll klären, ob diese Themen in der prägradualen Ausbildung von Zahnmedizinern berücksichtigt werden.

Material und Methode: Geschäftsführende Direktoren (n=30) sowie Leiter von Einrichtungen (n=113) aller deutschen Zentren für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ZZMK) wurden schriftlich befragt.

Ergebnisse: Die Einbeziehung der Seniorenzahnmedizin in die prägraduale Ausbildung weist starke Unterschiede auf. 40% aller Einrichtungen bieten gerostomatologische Vorlesungsreihen, Seminare und/ oder Praktika in Senioreneinrichtungen an. Inhalte dieser Vorlesungen sind breit gefächert. Die Einbeziehung der Seniorenzahnmedizin in Lehre und Forschung ist nur in wenigen ZZMK strukturiert.

Schlussfolgerung: Grundsätzlich zeigen fast alle Universitäten ein Interesse an der prägradualen gerostomatologischen Ausbildung. Eine Verankerung von theoretischer und praktischer Ausbildung in der Approbationsordnung mit der entsprechenden finanziellen Ausstattung könnte helfen, die gerostomatologische Ausbildung weiter zu etablieren.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 21–31)

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Ausgabe: 02/2012 A. Wolowski - C. Runte - H.J. Schneider - A. Proksch
Der Umgang mit der „Schlimmen Diagnose“ in der zahnärztlichen Praxis

Einleitung: Tumore im Kiefer-Gesichtsbereich können trotz steigender Heilungschancen, bedingt durch den im Vorfeld nicht klar prognostizierbaren drohenden Verlust großer Teile des Gesichts, verheerende Folgen für die Betroffenen haben. Dieses macht den Umgang mit den Patienten außerordentlich schwierig. Da in vielen Ländern die zahnärztliche Ausbildung psychologische Lerninhalte nicht umfasst, wurde der Frage nachgegangenen, ob Zahnärzte sich einer solchen Anforderung gewachsen fühlen.

Material und Methode: 4.735 Zahnärzten des Kammerbereichs Westfalen-Lippe wurde ein Fragebogen vorgelegt, welcher Fragen beinhaltet nach der Häufigkeit und Art der Erkrankung, der interdisziplinären Zusammenarbeit sowie der Auseinandersetzung mit der „schlimmen Diagnose“ im Rahmen der Betreuung, zahnmedizinischen Behandlung und Nachsorge von Krebspatienten.

Ergebnisse: Die vorgelegte Studie zeigt, dass im Durchschnitt in jeder sechsten Praxis ein erkrankter Patient gesehen wurde. Von 778 erkrankten Patienten im Jahr 2003 wurden 448 in den niedergelassenen Praxen weiter betreut.

Schlussfolgerung: Insgesamt kann festgestellt werden, dass eher ein Bewusstsein der Zahnärzte für die zahnmedizinische Behandlungskompetenz besteht als für einen nachgewiesenen notwendigen psychosozialen Betreuungsbedarf. Nur 42% der Kollegen der Primärversorgung fühlen sich kompetent, die Verdachtsdiagnose zu vermitteln. Die interdisziplinäre Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen der hauszahnärztlichen Praxis und der Fachklinik ist insgesamt verbesserungsbedürftig.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 94–99)

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Ausgabe: 02/2012 A. Zöllner - A. Dietzel
Zur Lagebestimmung des Unterkiefers in zentrischer Relation mit dem DIR-System*

Einleitung: Ziel dieser Studie war die Registriergenauigkeit der Unterkieferposition mit dem DIR-System im Vergleich zu 2 weiteren Verfahren (Wachs-, Kunststoffplatte) zu untersuchen.

Material und Methoden: An 6 vollbezahnten, kariesfreien Probanden ohne Leitsymptome einer Funktionsstörung wurde an 2 Untersuchungszeitpunkten mit 3 Registrierverfahren durch 2 Zahnärzte die zentrische bzw. habituelle Relation registriert. Danach wurden 132 Modellpaare in einem Messartikulator dreidimensional mit einer Genauigkeit von 0,01mm vermessen. 3960 Messwerte wurden im Anschluss daran statistisch ausgewertet.

Ergebnisse/Schlussfolgerung: Die Kieferrelationsbestimmung (KRB) mit dem DIR-Verfahren ist ebenso reproduzierbar wie Zentrikregistrate auf Kunststoffplattenbasis und habituelle Wachsplattenregistrierungen. Der Einfluss des Registriermaterials auf die Registriergenauigkeit ist signifikant. Die Zahnärzte haben keinen signifikanten Einfluss auf die Registriergenauigkeit. Der Registrierzeitpunkt beeinflusst die Genauigkeit der Registrierungen signifikant.

(Dtsch Zahnärztl Z 2011, 66: 100–111)

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Ausgabe: 04/2012 B. Kahl-Nieke - C. Kothe - H. Korbmacher - J. Hissbach - D. Ithaler - G. Reibnegger - W. Hampe
Welche Fähigkeiten brauchen Zahnmedizin- studierende? Auswahltests in Hamburg und Graz

Einleitung: Die Zahl der Studienbewerber übersteigt die vorhandenen Zahnmedizinstudienplätze um ein Vielfaches.

Methode: Wir beschreiben die Einführung von Auswahltests zu kognitiven Fähigkeiten wie räumlichem Denken und Naturwissenschaftskenntnissen sowie zu manuellem Geschick in Hamburg und Graz.

Ergebnisse und Diskussion: Erste Untersuchungen zeigen eine prädiktive Validität der Tests in Bezug auf den Studienerfolg in theoretischen und praktischen Bereichen. Der Nutzen überwiegt den Aufwand bei Weitem.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 254–259)

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Ausgabe: 04/2012 Th. Schneller - L. Dehne
Unterscheidung von Prophylaxe-Patienten hinsichtlich ihrer Motivierbarkeit und Mitarbeitsbereitschaft

Einleitung: Anhand von 5 Fragen zu ihren Mundpflegegewohnheiten und zu beabsichtigten Änderungen dieses Verhaltens wird eine Klassifizierung auf die 5 Stufen des Transtheoretischen Modells (TTM) versucht. Durch 3 weitere Fragen (Häufigkeit der Zahnarztbesuche, Inanspruchnahme von professioneller Zahnreinigung, Wahrnehmung eigener oraler Probleme) wird geprüft, ob die Stufeneinteilung hinreichend valide ist und somit das TTM zur Klassifikation zahnärztlicher Prophylaxe-Patienten geeignet erscheint.

Ergebnisse: 522 Patienten aus 10 verschiedenen Zahnarztpraxen (Durchschnittsalter: 42 J.; SD=15,6; 61,8% weiblich) ließen sich gut auf die TTM-Stufen einteilen (34% auf die Stufen der Absichtslosigkeit bzw. Absichtsbildung; 23% Vorbereitungsstufe, 14% Handlungsstufe; 29% Stufe der Aufrechterhaltung). Die Validitätsprüfung ergab einleuchtende Zusammenhänge zwischen der gefundenen Stufeneinteilung und den Abständen zwischen den zahnärztlichen Kontrollbesuchen sowie der Wahrnehmung von professionellen Zahnreinigungen.

Diskussion: Die Einteilung der Patienten auf die 5 Stufen der Veränderungsbereitschaft ist auch in der Zahnmedizin möglich. Dadurch können Patienten auf jeweils gleicher Stufe mit ähnlichen Verhaltensweisen, Gefühlen und Gedanken gezielter angesprochen und prophylaktisch betreut werden.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 248–253)

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Ausgabe: 04/2012 W. Geurtsen - A.K. Lührs - B. Görmann
Reparatur von Siloranen nach verschiedenen Oberflächenbehandlungen und künstlicher Alterung durch Thermocycling

Zielsetzung: Ziel dieser In-vitro-Studie war die Beurteilung der Mikrozugfestigkeit von Siloranreparaturen in Abhängigkeit von verschiedenen Oberflächenbehandlungen und Alterung durch Thermocycling (TC).

Material und Methoden: Dazu wurden 54 (5x5x5 mm) Siloranblöcke hergestellt und in Kochsalzlösung gelagert (24h/37°C). Die Oberfläche aller Blöcke wurde unter Kühlung angeraut (600grit), für 10s konditioniert (Orthophosphorsäure 37%) und anschließend für 30s mit Wasser abgespült. Die Reparatur wurde mit neun verschiedenen Oberflächenbehandlungsmethoden mit Siloran durchgeführt (n=6): keine zusätzliche Oberflächenbehandlung (NT), Siloran Bonding (B), Siloran Primer und Bonding (P/B), Sandstrahlen mit Aluminiumoxid (SB), SB mit B (SB/B), SB mit P/B (SB/P/B), Silikatisierung/ Silanisierung (CJ), CJ mit B (CJ/B), CJ mit P/B (CJ/P/B). Als Positivkontrolle (PK) dienten nicht reparierte Siloranblöcke (10x5x5mm). Die Blöcke wurden in Stäbchen mit einer Verbundfläche von ca. 1mm2 zersägt (30 Stäbchen pro Gruppe). Nach einer 6-monatigen Alterung bei 37°C in Kochsalzlösung und TC (5000 Zyklen, 5°C/55°C) wurde der Mikrozugversuch durchgeführt (Vorschubgeschwindigkeit 1mm/min) und statistisch ausgewertet (ANOVA, Tukey HSD, p0,05).

Ergebnisse: Es bestanden signifikante Unterschiede zwischen den verschiedenen Oberflächenbehandlungsmethoden (p0,001). Die größte Mikrozugfestigkeit wurde für die Gruppe CJ/B (50,0±11,5 MPa) ermittelt. Bei allen unterschiedlichen Oberflächenbehandlungsmethoden (SB, CJ, NT) führte die Anwendung des Bondings zu einer Erhöhung der Verbundfestigkeit. Das zusätzliche Auftragen des Primers (P/B, SB/P/B, CJ/P/B) bewirkte eine Verminderung der Mikrozugfestigkeiten.

Schlussfolgerung: Siloranreparaturen sollten mit CJ/B durchgeführt werden, in jedem Fall jedoch die Anwendung des Siloran-Bondings beinhalten. Eine Anwendung des Primers führt zu einer Verminderung der Haftwerte.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 241–247)

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