Wissenschaft

Hier können Sie auf alle Originalarbeiten des aktuellen Jahrgangs in chronologischer Sortierung zugreifen.  Alternativ können Sie die Beiträge auch nach dem Titel sortieren.

JAHRGANG: 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009
SORTIEREN NACH: DATUM | TITEL

ÜBERSICHTEN
Ausgabe: 12/2012 - L. Pröbster, M. Kern
ZrO2-Monolithen – ein Faszinosum? Der Trend zu vollanatomischen Oxidkeramik-Kronen

Einführung: Kronen- und Brücken-Gerüste aus Zir-koniumdioxidkeramik (ZrO2) haben sich klinisch bewährt. Verblendfrakturen wurden jedoch beobachtet.

Material und Methode: Eine Alternative bieten Kronen und Brücken aus „Vollzirkon“, monolithisch und ohne Verblendung gefertigt. Die erzielbare Ästhetik begrenzt den Einsatz auf den Molarenbereich.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: In-vitro-Tests belegen, dass eine professionelle Politur die Abrasion am Anta-gonisten gering hält. Klinische Studien mit Vollzirkon-Monolithen liegen noch nicht vor.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 777–782)

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 02/2012 R. Jordan
Diagnostik und Therapie HIV-bedingter oraler Erkrankungen – Aktualisierung der Klassifikation

Einführung: Seit der Entwicklung hochaktiver antiretroviraler Therapien der HIV-Infektion hat sich die in der Regel letal verlaufende Erkrankung zu einer chronischen Infektion gewandelt. Die Lebenserwartung nähert sich der Allgemeinbevölkerung an. Mit dieser neuen therapeutischen und infektiologischen Situation ist auch ein verändertes klinisches Bild der HIV-bedingten oralen Erkrankungen verbunden.

Ergebnisse: Auf dieser Basis wurde die Klassifikation HIV-bedingter oraler Erkrankungen 2009 aktualisiert. Sie gliedert die Erkrankungen in sechs Gruppen: Mykosen, Virusinfektionen, Idiopathische Zustände, Bakterielle Infektionen, Speicheldrüsenerkrankungen und Neoplasien. In einem Appendix werden zusätzlich die unerwünschten Arzneimittelwirkungen der lebenslang eingenommenen hochaktiven antiretroviralen Therapie auf die Mundhöhle zusammengestellt. Sie können in primäre und sekundäre Wirkungen unterteilt werden. Zu den primären unerwünschten Arzneimittelwirkungen zählen Geschmacksveränderungen, Hyperpigmentierungen der Mundschleimhaut sowie (peri)orale Parästhesien. Sekundäre unerwünschte Arzneimittelwirkungen sind bereits Bestandteil der Klassifikation HIV-bedingter oraler Erkrankungen, treten jedoch verstärkt unter antiretroviraler Therapie auf.

Schlussfolgerung: Die neue Klassifikation HIV-bedingter oraler Erkrankungen berücksichtigt die veränderte epidemiologische und klinische Situation und beschreibt die wesentlichen Läsionen, die in Zeiten der hochaktiven antiretroviralen Therapie relevant sind.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 121–134)

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 02/2012 D. Schulze - S.B.M. Patzelt - A. Patzelt
Einsatz dreidimensionaler bildgebender Verfahren zur Lagebestimmung der Unterkieferweisheitszähne in Relation zum Mandibularkanal: Eine systematische Literaturübersicht

Einführung: Der Einsatz dreidimensionaler Bildgebung vor einer operativen Entfernung der Weisheitszähne im Unterkiefer wird bislang bei Verdacht auf eine enge Lagebeziehung zum Mandibularkanal vor allem aus forensischen Gründen empfohlen. Ein therapeutischer Nutzen der zusätzlichen Aufnahmen konnte bisher nicht eindeutig belegt werden. Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, durch eine quantitative und qualitative Analyse der vorhandenen Literatur zu ergründen, ob die Erstellung eines systematisierten Bewertungsschemas des Mandibularkanalverlaufs im Bereich der Unterkieferweisheitszähne möglich ist und ob so ein therapeutischer Nutzen der dreidimensionalen Bildgebung belegt werden kann.

Material und Methode: Es wurde eine systematische Literaturrecherche in den elektronischen Datenbanken MEDLINE, DARE, Cochrane Library und über die Suchoberfläche des DIMDI in weiteren Datenbanken u.a. Embase durchgeführt. Durch eine Handsuche in deutschsprachigen Zeitschriften für den Zeitraum 2009 bis 2011 wurde diese ergänzt. Nach einer Vorselektion wurden 109 Artikel in eine Volltextanalyse einbezogen und schließlich anhand von Ein- und Ausschlusskriterien 29 Artikel in die qualitative Analyse dieser Übersichtsarbeit eingeschlossen. Diese wurde durch zwei Reviewer unabhängig voneinander anhand modifizierter Fragebögen vorgenommen.

Ergebnis: Die Interne Evidenz der eingeschlossenen Studien bewegte sich im Bereich mittlerer Güte und ließ somit keine hochgradig nachweisorientierte Empfehlung auf Basis einer Meta-Analyse zu. Wohl aber konnten Ansätze und Eckdaten für eine Klassifikation des Mandibularkanalverlaufs in Bezug zur Lage der Unterkieferweisheitszähne gefunden werden. Drei zentrale Bewertungskriterien traten bei der Datenanalyse in den Vordergrund: Informationen zur Morphologie des Weisheitszahnes, zur kortikalen Grenzschicht des Mandibularkanals und zur Lage des Mandibularkanals in vestibulo-oraler Ebene.

Schlussfolgerung: Als Ursache für die geringe wissenschaftliche Aussagefähigkeit bestehender Studien tritt die Vorgehensweise bei der Erstellung der Studien in den Vordergrund. Der unsystematische Vergleich einer mehrdimensionalen Lagebeschreibung des Mandibularkanals mit der zweidimensionalen Bildgebung oder anderen Studienergebnissen konnte bislang nicht zu einer Steigerung der Evidenz führen. Durch eine gezielte Vereinheitlichung zukünftiger Studien in Fragestellung, Vorgehensweise und Erstellung könnte die wissenschaftliche Aussagekraft gesteigert werden.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 112–120)

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 03/2012 S. Reich - S. Wolfart - T. Vollborn
Die optische intraorale Abformung – vier Systeme im Überblick

Einleitung: Der vorliegende Artikel fokussiert ausschließlich auf in Europa angebotene Intraoralscanner.

Material und Methode: Exemplarisch werden die Aufnahmesysteme Cerec AC, iTero, Lava C.O.S. und cara Trios vorgestellt.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Um über einige nicht unwichtige Hintergrundinformationen wie Marktanteil in Europa und Firmenzugehörigkeit zu informieren, beginnt jede Scannervorstellung mit einem Abschnitt „Hintergründe“. An diesen schließt sich die „Funktionsbeschreibung“ sowie – wenn möglich – ein Bericht über die „Praktische Anwendung“ an. Im Abschnitt „Studien“ werden aktuelle wissenschaftliche Studien erwähnt, sofern diese vorhanden sind. Der letzte Abschnitt „Schnittstellen“ behandelt die notwendigen und optionalen Vernetzungsmöglichkeiten der Scanner sowie zusätzlich anfallende Kosten.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 177–189)

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 03/2012 J.E. Zöller - V.E. Karapetian - T. Dreiseidler - J. Neugebauer - L. Ritter
CAD/CAM-Verfahren in der Implantologie: Ein neu- artiges Verfahren zur vir- tuellen Implantatplanung

Einführung: Die dreidimensionale Diagnostik mittels dentaler Volumentomographie (DVT) findet zunehmend Verbreitung in der Planung von dentalen Implantaten.

Material und Methode: Verschiedenste Softwarepakete zur Integration von prothetischer und anatomischer Information stehen zur Verfügung.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Ziel dieses Artikels ist es, eine rein virtuelle Planung auf Basis von DVT und CAD/CAM-Daten, sowie eine mögliche Umsetzung mittels dezentral gefertigter Bohrschablone aufzuzeigen.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 170–176)

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 04/2012 M. Stiesch - W. Geurtsen - J. Eberhard - W. Heuer - T. Lenarz - A. Haverich - H. Windhagen - N.C. Gellrich - N.S. Stumpp
Die Biobank für Biofilme, Implantate und assoziierte Gewebe (BIT)

Einleitung: Die Biobank BIT (Biofilms, Implants and associated Tissues) wurde im Jahr 2009 an der Medizinischen Hochschule Hannover als eine wichtige Verknüpfung zwischen der klinischen Tätigkeit in der Zahn- und Humanmedizin und den Grundlagenwissenschaften für den Bereich biofilmbedingte Implantatinfektionen gegründet. Die Untersuchung einer großen Anzahl qualitativ hochwertiger und klinisch exakt charakterisierter Proben ist eine wesentliche Voraussetzung für ein besseres Verständnis dieser entzündlichen Prozesse und soll durch den Aufbau und die Unterhaltung der Biobank BIT ermöglicht werden. Insbesondere können so die komplexen mikro- und molekularbiologischen Vorgänge, die zur Ausbildung einer Infektion führen, erforscht werden. Beispielhaft hierfür sind die Zusammenhänge zwischen oralem Gesundheitszustand und der Entstehung entzündlicher Prozesse außerhalb der Mundhöhle.

Material und Methode: Zu diesem Zweck werden Abstriche infizierter natürlicher und artifizieller Oberflächen, Implantate mit Biofilmanhaftungen als Ganzes, die assoziierten peri-implantären Gewebe sowie Körperflüssigkeiten wie Blut, Sulkus und Saliva für Forschungsvorhaben gesammelt. Es ist dabei im Sinne der medizinischen Forschung, keine Beschränkung des Probenmaterials auf einzelne Krankheitsbilder oder Regionen des Körpers vorzunehmen. Für die Umsetzung dieses Vorhabens wurde eine professionelle administrative und logistische Plattform für die zahlreichen klinischen Aktivitäten der Zahnmedizin sowie den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen erschlossen, die nun einen einfachen Zugriff auf qualitativ hochwertiges und umfassend charakterisiertes Probenmaterial ermöglicht. Eine Vielzahl wichtiger Aspekte hinsichtlich des Datenschutzes, der Sammlungsprozesse und Probenverarbeitung mussten in diesem Zusammenhang berücksichtigt werden.

Schlussfolgerung: Es sollen hier die grundlegenden Konzeptionen für den Aufbau und die Unterhaltung der Biobank BIT erläutert und deren Bedeutung für aktuelle und zukünftige Forschungsvorhaben aufgezeigt werden.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 260–264)

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 10/2012 J. Jackowski - M. Kleine - M. Ur
Blasenbildende Erkrankungen der Mundschleimhaut

Blasenbildende Erkrankungen der Mundschleimhaut zeigen sich in relativ milden aber auch sehr schmerzhaften und kräftezehrenden Verlaufsformen. Es treten sowohl genetisch bedingte (Epidermolysis bullosa [EB]) als auch erworbene (Pemphigus/ Pemphigoid) Arten von Blasenbildungen auf. Einige seltene angeborene Erkrankungen wie die Epidermolysis bullosa manifestieren sich schon in der Kindheit. Bei einigen dieser Erkrankungen können kleine Traumen zu Blutungen führen und demonstrieren damit die hohe Verletzbarkeit der betroffenen Schleimhautareale. Die Patienten beklagen häufig die alltäglichen krankheitsbedingten Einschränkungen der Funktionen des Kauorgans wie beispielsweise der Nahrungsaufnahme. Fehldiagnosen über einen Zeitraum von Wochen oder Monaten führen zu Verwechselungen mit anderen rezidivierenden oralen Schleimhautveränderungen. Eine Voraussetzung für die Diagnose oraler blasenbildender Erkrankungen ist die kombinierte klinische und pathologische Befundung. Vor dem Hintergrund einer indizierten Therapie mit Immunsuppressiva müssen Biopsien für histopathologische und direkte/ indirekte Immunfluoreszenz-Untersuchungen durchgeführt werden, um eine präzise Diagnose stellen zu können. Wegen der hohen Komplexizität bei diesen oralen Schleimhauterkrankungen ist eine interdisziplinäre Vorgehensweise, in die Zahnärzte, Ärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Dermatologen, Ophthalmologen, Pathologen und Pädiater eingebunden sind, unerlässlich. Der zahnärztliche Praktiker sollte über ein dezidiertes Wissen zu den blasenbildenden Veränderungen an der Mundschleimhaut verfügen, um sie zu erkennen, zu therapieren und um den Zeitpunkt nicht hinauszuzögern, an dem eine Zuweisung an Fachzentren erforderlich wird. Die rechtzeitige Diagnose und der hierdurch frühzeitige Behandlungsbeginn verbessern das Therapieergebnis und damit die Prognose für den weiteren Krankheitsverlauf.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 637–648)

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 10/2012 H. Ebhardt - A.M. Schmidt-Westhausen
Die Biopsie und histopathologische Untersuchung von Mundschleimhaut- veränderungen

Patienten mit Mundschleimhautveränderungen wenden sich zumeist an ihren Zahnarzt. Dieser sollte intraorale Läsionen erkennen und ggf. notwendige paraklinische Untersuchungsmethoden kennen.

Ein diagnostisches Verfahren ist die Biopsie und deren histopathologische Untersuchung. In Fällen, bei denen der Zahnarzt nicht selbst eine Biopsie durchführt und den Patienten in eine spezialisierte Klinik/ Praxis überweist, sollte er mit entsprechenden Maßnahmen vertraut sein und histopathologische Befunde interpretieren können, um eine adä-quate Therapie zu ermöglichen.

Dieser Artikel beschäftigt sich mit Schwierigkeiten, die bei der Durchführung einer Biopsie auftreten können sowie Prob-lemen bei der Interpretation histopathologischer Befunde, die möglicherweise zu falschen Diagnosen führen können.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 657–661)

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 10/2012 T.W. Remmerbach
Potenziell maligne Veränderungen der Mundschleimhaut*

Einleitung: Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick über die Nomenklatur und Klassifikation der potenziell malignen Veränderungen der Mundschleimhaut.

Material und Methode: Verschiedene Definitionen und Klassifikationen werden vergleichend gegenübergestellt. Hinweise zur Diagnostik und Therapie werden gegeben.

Ergebnisse: Die aktuelle WHO-Definition (2005) zu Tumorvorläuferläsionen erfährt Weiterentwicklungen.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 649–656)

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 10/2012 P.A. Reichart - H. Beltraminelli - L. Borradori - M.M. Bornstein
Der orale Lichen planus: Diagnostik, Therapie und Nachsorge

Einführung: Der orale Lichen planus (OLP) ist eine chronisch verlaufende Mukodermatose, deren Ätiologie nicht bekannt ist.

Material und Methoden: Effloreszenzen können auf der Haut, der oralen Mukosa und im Genitalbereich auftreten. In der Mundhöhle führen Effloreszenzen zu asymptomatischen oder symptomatischen Schleimhautveränderungen.

Resultate: Die Therapie des oralen Lichen planus (OLP) erfolgt häufig über topische Kortikosteroidgaben, nur bei schweren Verläufen werden systemische Medikamente eingesetzt. Dies sollte in der Regel in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Dermatologen geschehen.

Schlussfolgerungen: Da der OLP als Risikofaktor für eine maligne Entartung angesehen wird, sollte ein regelmäßiges Recall erfolgen, wobei die Nachsorgefrequenz individuell entsprechend der Befunde und der Symptomatik angepasst wird.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 631–636)

Introduction: Oral lichen planus (OLP) is a chronic inflammatory dermatosis involving skin and/ or mucous mem-branes of the oropharynx or genitalia with an unknown etiology.

Material and Methods: In the mouth, lesions may be symptomatic or asymptomatic for patients with different clinical aspects ranging from reticular to atrophic or ulcerative patterns.

Results: Management of OLP is usually done with topical glucocorticoids. Systemic therapy is reserved for very resistant and generalized cases. Usually, treatment of patients with skin and mucous membrane involvement should be done in an interdisciplinary team consisting of an experienced dermatologist.

Conclusions: Beacuse OLP is considered as a premalignant condition, a regular follow-up is mandatory. The frequency of follow-up visits should be based individually on the clinical findings and symptoms of the patient.

» kompletten Artikel lesen