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ORIGINALARBEITEN
Ausgabe: 08/2012 M.A. Geibel - D. Pokorny - A.D. Rose
Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten von Studierenden der Zahnmedizin im Umgang mit Angstpatienten – Evaluation eines Curriculums für das 6. Fachsemester

Einführung: In der vorliegenden Arbeit sollte ein Vorschlag für ein Curriculum zum Thema „Zahnärztliche Gesprächsführung“ entwickelt werden. Der Entwurf zur neuen Approbationsordnung für Zahnärzte (AppO-Z, aktuell aus dem Jahre 1955) schreibt den Erwerb kommunikativer Fähigkeiten für Studierende fest. Neben dem Erwerb von kommunikativen Basisfähigkeiten, sollte vor allem der Aspekt des Erkennens und des Umgangs mit Patientenemotionen überprüft werden.

Methode: Das Kommunikationstraining für Studierende fand im ersten klinischen Semester statt. Mit 3 ausgearbeiteten Fallvignetten wurden die Studierenden mit Simulationspatienten (SP) und deren unterschiedlichen Ängsten konfrontiert. Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung des Interviewers im Umgang mit den jeweiligen Situationen wurden in der Kleingruppe schriftlich dokumentiert. Um eine mögliche Wirksamkeit von zusätzlichem Methodenwissen festzuhalten, wurden die Studierenden in 2 Gruppen geteilt (trainiert/ untrainiert). Die untrainierte Gruppe bekam die für den Interviewer erstellte Fallvignette ausgehändigt und zusätzlich einen Zeitschriftenartikel über den Umgang mit dem Symptom „Angst“ zum Selbststudium. Die trainierte Gruppe erhielt 3 Kurzvorträge: Grundlagen der Gesprächsführung, Umgang mit Patientenaffekten, Ursachen und Behandlungsformen für das Symptom „Angst“ und deren Präsentation durch den Patienten.

Ergebnisse: In ihrer Selbsteinschätzung im Umgang mit Patientenaffekten unterscheiden sich die trainierten Studenten nicht von den untrainierten. Der Prä-/ Post-Vergleich ergab keine signifikanten Unterschiede.

Signifikante Unterschiede zeigten sich im Umgang mit dem Thema Zahnarztphobie und Vermeidungsverhalten nur in der Fremdeinschätzung. Hier konnten die trainierten Studentinnen und Studenten eindeutig bessere Ergebnisse erzielen. Es ergab sich kein geschlechtsspezifischer Unterschied bezüglich der kommunikativen Fähigkeiten.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 499–509)

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Ausgabe: 08/2012 H. Stark - M. Grüner - K.-H. Utz - S. Schiller - S. Bayer
Retention von Kompositaufbaufüllungen mit und ohne Einsatz parapulpärer Schrauben

Einführung: Ziel der Untersuchung war es, die Retentionskraft adhäsiv befestigter Kompositaufbauten an standardisiert zerstörten Zähnen durch eine intermittierende Dauerbelastung zu ermitteln. Dabei sollte die Frage geklärt werden, ob der Halt durch zusätzliche Verankerung mittels parapulpärer Schrauben verbessert werden kann.

Material und Methode: Nach Abtrennen der klinischen Krone oberhalb der Pulpa wurden 81 extrahierte Zähne auf zwei Versuchsgruppen mit annähernd gleicher Gesamtoberfläche verteilt. In der ersten Gruppe, bestehend aus 41 Zähnen, wurde als Aufbaumaterial MultiCore Flow (Ivoclar Vivadent, Ellwangen, Deutschland) verwendet, als Haftvermittler diente Syntac Assortment (Ivoclar Vivadent, Ellwangen, Deutschland). In der zweiten Gruppe mit 40 Zähnen wurde jeder Seitenzahn zusätzlich mit 4 parapulpären Schrauben der Größe 4 mit PCR-Retentionsteil der Firma Komet versorgt, Haftvermittler und Aufbaumaterial waren mit der ersten Gruppe identisch. Eine Ausnahme in der Anzahl der eingesetzten parapulpären Schrauben bildeten die Unterkiefer-Frontzähne der zweiten Gruppe, die aufgrund der geringeren Querschnittsfläche mit lediglich 2 Schrauben versehen wurden. Nach standardisierter Präparation der Aufbauten wurden die Probenkörper einem Thermocycling und anschließend einer intermittierenden Wechsellastprüfung im 45°-Winkel unterzogen. Dabei wurde – beginnend mit 100N – die Kraft nach jeweils 800 Belastungen schrittweise um jeweils 100N bis zum Bruch der Probenkörper bzw. bis zum Erreichen der Maximalkraft von 1400N gesteigert.

Ergebnisse: Es zeigte sich, dass die alleine durch die Dentin-Adhäsivtechnik befestigten Kompositaufbauten (Gruppe 1) mit einer mittleren Bruchkraft von 849N ±479N tendenziell eine eher höhere Belastungsfähigkeit erzielten als die Kompositaufbauten, die zusätzlich mit parapulpären Schrauben verankert waren (Gruppe 2: 803N± 379N). Allerdings überstanden 13 der nur adhäsiv befestigten Proben die Wechseltemperaturbelastung am Anfang des Versuches nicht und fielen vorzeitig ab. Ein erneuter Aufbau in derselben Technik scheiterte ebenfalls. Erst nach dritter adhäsiver Verbindung und Aufbau mit kleinen Portionen lichtgehärtetem Komposit überstanden auch diese Proben alle Belastungs-versuche. Die Oberflächengröße der Zähne war jedoch für die Belastungsfähigkeit bedeutender als der Einfluss, ob mit oder ohne parapulpäre Schrauben belastet wurde.

Schlussfolgerungen: Parapulpäre Schrauben in Kombination mit Dentinadhäsiven geben großen Kompositaufbauten keinen besseren Halt als der alleinige Einsatz von Dentinadhäsiven und Komposit. Allerdings ließ sich die adhäsive Verbindung in unserer Studie nicht immer zuverlässig aufbauen.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 485–492)

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Ausgabe: 09/2012 M. Stiesch - L. Borchers - P. Kohorst - M.P. Dittmer - S. Dittmer
Belastbarkeit unterschiedlicher Implantat-Abutment- Komplexe vor und nach mechanischer Wechsellast*

Einführung: Ziel dieser Studie war es, ausgewählte Implantat-Abutment-Komplexe der Hersteller Astra Tech (AST), Bego (BEG), Camlog (CAM), Friadent (FRI), Nobel Biocare (NOB) und Straumann (STR) im statischen, an ISO 14801 angelehnten Bruchversuch hinsichtlich ihrer Belastbarkeit vor und nach mechanischer Wechselbelastung zu untersuchen.

Material und Methode: Pro Implantattyp wurden 10 Implantate in jeweils einen Polyurethanzylinder eingebettet und die korrespondierenden Abutments gemäß Herstellerangaben mit definiertem Drehmoment aufgeschraubt. Die Probekörper eines Typs wurden anschließend randomisiert in zwei Gruppen aufgeteilt: die eine Hälfte wurde sofort einem statischen Bruchversuch zugeführt (Kont), die andere Hälfte wurde zuvor mechanisch wechselbelastet (100N, Frequenz 2Hz, 106 Zyklen) (Dyn). Dazu wurden die Probekörper in einer Spannvorrichtung so platziert, dass die Lasteinleitung mittels eines halbkugelförmigen Belastungskäppchens in definiertem Abstand zum Implantatkopf unter einem Winkel von 30° zur Implantatachse erfolgte. Anschließend wurden die Prüfkörper im gleichen Belastungswinkel in einer Universalprüfmaschine bis zum Versagen belastet. Die Kraft-Weg-Kurven wurden aufgezeichnet und die Kraft zum Zeitpunkt des Einsetzens der plastischen Verformung (Fp) sowie die vor dem Versagen maximal aufgetretene Kraft (Fm) bestimmt. Die ermittelten Kraftwerte wurden einer einfaktoriellen Varianzanalyse unterzogen, wobei das Signifikanzniveau auf 0,05 festgesetzt war.

Ergebnisse: Der Typ der Implantat-Abutment-Verbindung beeinflusste die erzielte Maximalkraft Fm signifikant, und zwar unabhängig von der Vorbehandlung („Kont“ bzw. „Dyn“). Dahingegen unterschieden sich die gemittelten Kräfte Fp zwar in der Kontrollgruppe signifikant voneinander, aber nicht nach Wechselblastung (p=0,284).

Schlussfolgerung: Alle in dieser Studie gestesteten Implantat-Abutment-Komplexe halten den in der Mundhöhle auftretenden Kräften stand.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 578–584)

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Ausgabe: 09/2012 S. Gerhardt-Szép - D. Heidemann - H.-C. Lauer - D. Schroeter - A. Dumont
Einzeltutoriate in zahn- ärztlichen Hospitations- praxen – ein Pilotprojekt

Einleitung: Medizinische Lehrpraxen stellen seit der Einführung der neuen ärztlichen Approbationsordnung (2002) einen wichtigen Bestandteil der universitären Ausbildung dar. Ähnliche Organisationsformen im Rahmen des Zahnmedizinstudiums sind rar und wenig didaktisch strukturiert. Ziel des vorliegenden Pilotprojektes war es, sogenannte Einzeltutoriate in „Hospitationspraxen“ für Zahnmedizinstudierende des zweiten klinischen Semesters zu etablieren. Sie sollten hierdurch einen wichtigen Blick in die tägliche Praxis des Zahnarztes erlangen.

Material und Methode: Am Pilotprojekt nahmen insgesamt 36zahnärztliche Praxen und 13 Zahnmedizinstudierende in einem Zeitraum von fünf Monaten teil. Die didaktischen Inhalte wurden in Form von Checklisten („Kernkompetenzen“ und „Zusätzliche Kompetenzen”) für die Hospitationszeit vorgegeben. Diese bezogen sich u.a. auf die Bereiche „Verhalten im Praxisteam“; „Anamneseerhebung“; „Gesprächsführung“, “Organisationsfragen“, „Abrechnungsfragen“ und „Management (QM)“. Anhand von validierten Fragebögen, die eine siebenstufige Likert-Skala aufwiesen (1=„trifft überhaupt nicht zu“ bis 7=„trifft uneingeschränkt zu“) wurden sowohl die Studierenden als auch die Praxisinhaber evaluiert.

Ergebnisse: Die Rücklaufquote betrug 100%. Der Hospitationszahnarzt wurde im Mittel mit der Schulnote 1,43 bewertet. Die höchsten Werte (im Mittel 6,17) wurden in der Kategorie „Mein Hospitationszahnarzt und die Patienten“ vergeben. An zweiter Stelle (im Mittel 5,45) stand die Kategorie „Erwerb von sozialen und kommunikativen Kompetenzen“, gefolgt von der Kategorie „Erwerb von Kernkompetenzen“ (im Mittel 5,12).

Schlussfolgerung: Die beiderseits erfolgte sehr gute Bewertung des Projektes (Schulnotendurchschnitt: 1,43 versus 1,75) begründet die Weiterentwicklung der Projektidee über die erfolgte Pilotierung hinaus.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 586–594)

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Ausgabe: 09/2012 H. Scheller - K.M. Lehmann - C. Igiel - D. Conradi - A. Arndt - S. Wentaschek
Vergleichende Untersuchung zur Reproduzierbarkeit digitaler dentaler Farbbestimmungssysteme

Einführung: Das Ziel dieser klinischen Untersuchung war die Evaluation der Intra- und Interklassen-Reproduzierbarkeit von vier unterschiedlichen Farbbestimmungssystemen unter Berücksichtigung des Zahntyps.

Material und Methode: Die Zahnfarben natürlicher Oberkieferfront- und -eckzähne von insgesamt 56 Patienten wurde mit Hilfe von vier elektronischen Farbbestimmungssystemen (Degudent Shadepilot, Olympus Crystaleye, VITA Easyshade compact, X-Rite Shadevision) ermittelt. Diesbezüglich wurden jeweils die CIE L*a*b*-Farbkoordinaten für den zentralen Zahnbereich bestimmt. Zur statistischen Analyse der Reproduzierbarkeit wurden die Intra-Klassen-Korrelationskoeffizienten (ICC) zum einen innerhalb der Messwiederholungen eines Farbbestimmungssystems und zum anderen zwischen den Messergebnissen der unterschiedlichen Farbbestimmungssysteme errechnet. Darüber hinaus wurde der Farbabstand (?E) zwischen den evaluierten Farbkoordinaten zur Beurteilung der klinischen Akzeptanz (?E3,7) ermittelt. Zum Vergleich der Messergebnisse wurde eine einfaktorielle Varianzanalyse (ANOVA) und nachfolgend eine Bonferroni-Korrektur für den Paarvergleich angewandt. Hierbei betrug das globale Signifikanzniveau 5%.

Ergebnisse: Die vier untersuchten Farbbestimmungssysteme zeigten eine hohe Intra- Klassenreproduzierbarkeit der L*a*b*-Farbkoordinaten für alle untersuchten Zähne (0,7014ICC0,9965, ?E2,22), wohingegen die Inter-Klassenreproduzierbarkeit zwischen den Messungen deutlich geringer ausfiel (0,010ICC0,9712, ?E8,02).

Schlussfolgerung: Jedes im Rahmen dieser Studie untersuchte Farbbestimmungssysteme lieferte für jeden Zahn hervorragende Reproduktionsergebnisse. Im Gegensatz dazu zeigte die geringe Inter-Klassenreproduzierbarkeit, dass die Farbkoordinaten der untersuchten Systeme nicht miteinander vergleichbar sind.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 570–577)

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Ausgabe: 11/2012 F. Halling - M. Emmert - K. Pohl-Dernick - C. Halling
Arztbewertungsportale aus zahnärztlicher Perspektive

Einleitung: Arztbewertungsportale (ABP) stellen Internetnutzern Informationen über Ärzte zur Verfügung und erlauben es Patienten, Ärzte zu bewerten. Das Ziel dieser Studie war es, die Einstellung von Zahnärzten zu deutschen Arztbewertungsportalen zu ermitteln.

Methode: 107 Fragebögen von Allgemeinzahnärzten (?48, ?59) konnten ausgewertet werden. Der Bekanntheitsgrad der Bewertungsportale zeigte eine große Streubreite (zwischen 4,7 und 25,2%). Die bekanntesten Portale waren „jameda.de“ und „arzt-auskunft.de“.

Ergebnisse: Die meisten Teilnehmer der Befragung messen den ABP keine oder nur geringe Bedeutung bei. Mehr als 40% glauben, dass die Darstellung von Praxisbesonderheiten ihre Bewertungen in ABP beeinflussen könnte. Die meisten Zahnärzte (81,1%) waren noch nie von Patienten zu ihrer Bewertung im Internet angesprochen worden. Trotzdem glauben 64,7%, dass ABP in der nahen Zukunft größere Bedeutung erlangen werden.

Schlussfolgerung: Im Moment ist die Haltung von Zahnärzten zu ABP durch eine kritische Distanz geprägt. Die Implementierung spezifischer zahnärztlicher Aspekte könnte die Entwicklung von geeigneten und transparenten Zahnarztbewertungen im Internet beschleunigen und die Akzeptanz der Zahnärzte steigern.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 716–723)

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Ausgabe: 11/2012 Ch. Hirsch - Ch. Splieth - R. Basner
Lehre im Fach Kinderzahnheilkunde
im Grundstudium Zahnmedizin
in Deutschland

Einführung: Die Lehre im Fach Kinderzahnheilkunde scheint in Deutschland sehr unterschiedlich zu sein.

Material und Methode: An alle 30 Universitäten mit einem Zahnmedizinstudium wurde daher ein Fragebogen im Namen der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde versandt, um die augenblickliche Struktur der Kinderzahnheilkundeausbildung im Grundstudium der Zahnmedizin zu erfassen. Der Fragebogen umfasste Fragen zur Verantwortlichkeit, dem Umfang, den Inhalten und der Form des Unterrichts in der Kinderzahnheilkunde. Außerdem wurden wünschenswerte Inhalte und die Akzeptanz einer nationalen Curriculumsempfehlung erfragt.

Ergebnisse: Nach einer 2. Aussendungswelle antworteten 25 Universitäten (Responsrate 83%), von denen 96% die Entwicklung eines nationalen Curriculums unterstützen würden. 60% gaben an, bereits ein eigenes Curriculum Kinderzahneilkunde zu haben, allerdings nur 24% in schriftlicher Form. Verantwortlich waren überwiegend Abteilungen für Zahnerhaltung, Lehre in der Kinderzahnheilkunde wurde meist mit Präventiver Zahnmedizin kombiniert (66%). Die theoretischen Anteile erfolgten mehrheitlich im 4. und 5. Studienjahr (69%) mit meist 1 Semesterwochenstunde (SWS). Übungen am Phantom erfolgten oft im 3., aber auch 4./5. Studienjahr (1–2 SWS), 24% führten keine Phantomkopfübungen durch. Die klinische Kinderbehandlung fand überwiegend im 5. Studienjahr statt (76%), aber an 8% der Standorte wurde im gesamten Grundstudium kein einziges Kind behandelt. Meist wurden weniger als 5 Kinder im Studium behandelt (12/25), an 2 Standorten aber deutlich mehr als 10 Kinder. Zu dem vorgeschlagenen Inhaltskatalog für die Lehre im Bereich Kinderzahnheilkunde bestand große Zustimmung für alle Aspekte von Wachstum und Entwicklung über die Prävention bis zur komplexen zahnmedizinischen Behandlung von Kindern. An ca. einem Viertel der Universitäten werden diese Inhalte bereits von den Studierenden in einem klinischen Behandlungskurs umgesetzt.

Schlussfolgerung: Zusammen mit der hohen Bereitschaft, ein nationales Curriculum zu unterstützen, ergeben sich durchaus Perspektiven, dies auch an weiteren Standorten zu implementieren.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 708–715)

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Ausgabe: 12/2012 W. Micheelis - S. Geyer
Nachfragem uster von GKV- und PKV- Versicherten nach zahnärztlicher Untersuchung

Ziel: Untersuchung möglicher Unterschiede von GKV-Patienten und PKV-Patienten bei der kontrollorientierten Inanspruchnahme zahnärztlicher Dienstleistungen einschließlich der Ausmaße der klinischen Karieserfahrung.

Methode: Statistische Nachanalyse aus den Datensätzen der DMS III (1997) und der DMS IV (2005) des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ). Fokussierung des Analysevorgehens auf die Alterskohorte der jüngeren Erwachsenen im Alter zwischen 35 und 44 Jahren und auf die Alterskohorte der älteren Erwachsenen zwischen 65 und 74 Jahren.

Ergebnisse: Sowohl bei den GKV-Patienten als auch bei den PKV-Patienten lässt sich eine zahlenmäßige Verstärkung der kontrollorientierten Inanspruchnahme zwischen 1997 und 2005 nachweisen. Dabei zeigt sich, dass GKV-Versicherte eine vergleichsweise noch stärkere Präventionsorientierung im Beobachtungszeitraum entwickelt haben. Andererseits lässt das Datenmaterial erkennen, dass die Karieserfahrung (DMFT) bei den PKV-Patienten geringer ausgeprägt ist als bei den GKV-Versicherten.

Schlussfolgerung: Trotz signifikanter oraler Gesundheitsgewinne in beiden Versichertengruppen zwischen 1997 und 2005 und einer verstärkten Kontrollorientierung hinsichtlich des Zahnarztbesuches bleibt die Schulbildungsvariable als Prädiktor zum Ausmaß der Zahngesundheit in beiden Versichertengruppen erhalten.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 773–776)

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Ausgabe: 12/2012 K. Ott - M. Kaup - S. Duda - M. Wefelmeier
Messung des Glanzes von Kompositen vor und nach Politur

Ziel: In der vorliegenden Untersuchung sollte der Glanz von unterschiedlichen Kompositen unmittelbar nach der Polymerisation und außerdem nach einem Poliervorgang gemessen werden. Die Oberflächenpolitur ist einer der entscheidenden Faktoren für den Langzeiterfolg einer Restauration. Klinisch sind Unterschiede in der Qualität der Politur unter ähnlichen Bedingungen festzustellen. Der Hochglanz als erwünschtes Ergebnis ist längst nicht immer zu erreichen.

Methode: 17 verschiedene Kompositmaterialien – eingeteilt in Nanofüller, Nanohybridkomposite, Hybrid- und Mikrofüllerkomposite – wurden untersucht, wobei von jedem Komposit wenn möglich 2 Farben (VITA A2 und C3) untersucht wurden. Dazu wurden je 5 Proben mit einer Fläche von 3 x 3 cm hergestellt. Um eine glatte, möglichst homogene und gleichmäßig starke Kompositschicht zu erzeugen, wurde das Komposit aus einer 4g-Spritze herausgedrückt und vollständig auf eine Glasplatte aufgetragen, die dann in einer Parallelpresse gegen eine weitere saubere, glatte Glasplatte gepresst wurde. Der Glanz wurde anschließend mit einem Reflektometer (Micro-Tri-Gloss, Byk-Gardener GmbH, Geretsried, Deutschland) bei 3 unterschiedlichen Winkeln (20°, 60°, 85°) gemessen. Jede der jeweils 5 Kompositproben lieferte 50 Messwerte pro Winkel. Nach einem standardisierten Politurverfahren mit einem Äquivalent zur feinsten SofLex-Scheibe wurde eine zweite Messung durchgeführt.

Ergebnisse: Es konnten keine höheren Glanzwerte als nach dem Pressen gegen die Glasplatte gemessen werden. Diese bewegten sich bei allen Kompositen zwischen 88,19 und 96,32 Glanzeinheiten (GE). Nach der Politur erreichten der reine Nanofüller Filtek Supreme XT (3M Espe, Seefeld, Germany) mit 88,77 GE, das mikrogefüllte Komposit EcuSphere Shine (DMG, Hamburg, Germany) mit 78,22 GE, der Submikrofüller Estelite Sigma (Tokuyama, Düsseldorf, Germany) (80,02 GE) wie auch das Nanohybridkomposit Premise (KerrHawe, Bioggio, Swiss) mit 72,48 GE die höchsten Glanzwerte. Nur Filtek Supreme XT wies keine signifikanten Unterschiede vor und nach der Bearbeitung auf.

Schlussfolgerung: Nach der „Politur“ sanken die Messwerte der meisten getesteten Komposite erheblich. Es bestehen signifikante und deutliche Unterschiede zwischen den Kompositmaterialien und nicht jedes Komposit lässt sich bis zum gewünschten Hochglanz polieren.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 760–772)

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TAGUNGSBEITRAG
Ausgabe: 08/2012 H. Fischer - A. Kirsten - D. Parkot - K. Möllers - W. Pätzold
Simulation des Einflusses von Gerüstgeometrie und Okklusion auf die Lebens- dauer vollkeramischer Restaurationen

Einführung: Der Einsatz der CAD/CAM-Technologie gestattet nicht nur die präzise Herstellung dentaler vollkeramischer Restaurationen. Aus den konstruierten Geometriedaten können auch realitätsnahe Finite-Elemente-Modelle erstellt und zur Vorhersage der mechanischen Langzeitzuverlässigkeit bereits vor der Herstellung genutzt werden. Ziel dieser Arbeit war die Untersuchung des Einflusses verschiedener Gerüstgeometrien einer vollkeramischen Seitenzahnbrücke sowie der Okklusionsverhältnisse auf die Spannungsverteilung und die daraus resultierende Lebensdauer mit Hilfe numerischer Methoden.

Material und Methode: Die Finite-Elemente-Analyse wurde mittels des Softwarepakets ANSYS 12.0 durchgeführt. Dabei wurde die Geometrie des Gerüstes einer vollkeramischen dreigliedrigen Seitenzahnbrücke (14–16) bei gleicher Außenkontur der Verblendung variiert und die Spannungsverteilung ermittelt. Die Brücke wurde mit konstanter, auf verschiedene Kontaktpunkte auf der Okklusalfläche des Brückenzwischengliedes verteilter Last beaufschlagt. Aufbauend auf den ermittelten Spannungsverteilungen wurde die Lebensdauer der Brücke mit der Software CARES/Life abgeschätzt.

Ergebnisse: Die Variation der Gerüstgeometrie und der Okklusion führte zu unterschiedlichen Spannungsverteilungen innerhalb der Brücke. Mit abnehmendem Gerüstquerschnitt sanken die Spannungen im Gerüstmaterial. Allerdings wurde gleichzeitig ein signifikanter Anstieg der Spannungen innerhalb der Verblendkeramik beobachtet.

Schlussfolgerung: Die Berechnungen zeigen, dass die Lebensdauer der Brücken erheblich von der Langzeitzuverlässigkeit der Verblendkeramik beeinflusst wird. Außerdem hängen die resultierenden Spannungen maßgeblich von der Geometrie des Gerüstes und der Krafteinleitung ab. Für eine vorgegebene gewünschte Lebensdauer einer dreigliedrigen Seitenzahnbrücke kann anhand der Simulationen ein maximal zulässiges Lastspannungsniveau innerhalb der Verblendkeramik identifiziert werden. Dies kann als Kriterium für die geometrische Auslegung der Restauration bereits vor der Herstellung genutzt werden.

(Dtsch Zahnärztl Z 2012, 67: 510–516)

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