Wissenschaft

Hier können Sie auf alle Originalarbeiten des aktuellen Jahrgangs in chronologischer Sortierung zugreifen.  Alternativ können Sie die Beiträge auch nach dem Titel sortieren.

STATISTIK
Ausgabe: 05/2013 - C. Spix, M. Blettner
Screening – Teil 19 der Serie zur Bewertung wissenschaftlicher Publikationen

Hintergrund: Die Früherkennung von Erkrankungen, insbesondere von Krebs, gilt allgemein als sinnvoll. Es gibt jedoch auch immer wieder Indizien, die bei einzelnen Erkrankungen dagegen sprechen. Die Kenntnis des Prinzips des Screenings hilft, die Gründe dafür zu verstehen.

Methode: Ausgehend von der allgemeinen Definition und den Bedingungen für erfolgreiches Screening wird das Prinzip erläutert. Dabei werden Beispiele aus der deutschen gesetzlichen Vorsorge erläutert und exemplarisch wird aktuelle Literatur, insbesondere zum Mammographie-Screening, zu einzelnen Aspekten herangezogen.

Ergebnisse: Screening kann nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen den gewünschten Nutzen – meist eine Mortalitätssenkung – erzielen. Dazu gehört neben guter Qualität des Screeningverfahrens auch eine gute Anpassung der -intervalle an die Verteilung der präklinischen Phase. Neben dem möglichen Nutzen muss auch der mögliche Schaden, vor allem in der großen Gruppe der falschpositiv getesteten Patienten, betrachtet werden. Dem Anspruchsberechtigten sollen nach den gesetzlichen Vorgaben die Informationen, die für eine informierte Entscheidung für oder gegen ein Screening notwendig sind, in einer neutralen Beratung vermittelt werden.

Schlussfolgerung: Eine Screeningmaßnahme sollte vor Einführung analog zur Vorgehensweise in einer klinischen Studie überprüft, zumindest aber begleitend gründlich evaluiert werden.

(Dtsch Zahnärztl Z 2013, 68: 303–308)

» kompletten Artikel lesen