Wissenschaft

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STATISTIK
Ausgabe: 08/2010 M. Blettner - J.B. du Prel - B. Röhrig
Kritisches Lesen wissenschaftlicher Artikel – Teil 1 der Serie zur Bewertung wissenschaftlicher Publikationen*

Einleitung: Im Zeitalter der evidenzbasierten Medizin gehört das kritische Lesen wissenschaftlicher Artikel zu den grundlegenden Aufgaben eines Arztes. Dies ist erforderlich, um auf dem aktuellen Stand des Wissens zu bleiben und eine optimale Versorgung der Patienten sicherzustellen. Der vorliegende Artikel verfolgt das Ziel, eine einfache Einführung in das kritische Lesen wissenschaftlicher Artikel zu geben.

Methoden: Basierend auf einer Auswahl internationaler Literatur wird der Leser in das kritische Lesen von wissenschaftlichen Artikeln eingeführt. Zugunsten der Verständlichkeit wird auf die detaillierte Beschreibung statistischer Methoden verzichtet.

Ergebnisse: Es werden allgemeingültige Prinzipien zur Beurteilung von wissenschaftlichen Artikeln in der Medizin dargelegt. Grundlegende Kenntnisse zum Aufbau wissenschaftlicher Artikel, zum Studiendesign, zur statistischen Methodik, zu möglichen Fehlerquellen und Grenzen der Aussagekraft werden vermittelt. Auf Besonderheiten unterschiedlicher Forschungsbereiche wie Epidemiologie, klinische Forschung und Grundlagenforschung wird eingegangen, soweit das für das kritische Lesen wissenschaftlicher Artikel erforderlich ist. Zur Vertiefung in das Themengebiet wird auf weiterführende Literatur verwiesen.

Schlussfolgerung: Grundlegende methodische Kenntnisse sind zum Verständnis wissenschaftlicher Artikel notwendig.

(Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65, 404–410)

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Ausgabe: 08/2010 B. Röhrig, M. Blettner
Einführung zur Serie: „Biometrische Methoden in der medizinischen Forschung“*

Medizinische Forschung – insbesondere die patientenbezogene – unterliegt hohen ethischen, gesetzlichen, methodischen und wissenschaftlichen Anforderungen. Das Ziel patientenorientierter Forschung ist, die Patientenversorgung zu verbessern.

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Ausgabe: 09/2010 M. Blettner - J.B. du Prel - B. Röhrig
Studiendesign in der medizinischen Forschung – Teil 2 der Serie zur Bewertung wissenschaftlicher Publikationen*

Einleitung: Die wissenschaftliche Qualität und Aussagekraft einer medizinischen Studie wird entscheidend durch das Studiendesign bestimmt. Fehler in der Studienplanung sind später nicht mehr korrigierbar. Der vorliegende Artikel stellt unterschiedliche Aspekte des Studiendesigns vor.

Methoden: Anhand einer selektiven Auswahl wissenschaftlicher Artikel aus der internationalen Literatur und eigener wissenschaftlicher Expertise zum Thema Studiendesign werden sechs wesentliche Kriterien herausgearbeitet, die bei der Planung oder Beurteilung einer Studie unbedingt zu beachten sind.

Ergebnisse: Die sechs wesentlichen Kriterien des Studiendesigns sind Fragestellung, Studienpopulation, Beobachtungseinheit, Studientyp, Messverfahren und Fallzahlabschätzung.

Diskussion: Dem Leser soll ein Instrumentarium zur Beurteilung des Studiendesigns medizinischer Studien zur Verfügung gestellt werden. Damit kann er wissenschaftliche Studien einordnen und deren Qualität besser einschätzen.

(Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 488–493)

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Ausgabe: 10/2010 M. Blettner - D. Wachtlin - J.B. du Prel - B. Röhrig
Studientypen in der medizinischen Forschung – Teil 3 der Serie zur Bewertung wissenschaftlicher Publikationen*

Hintergrund: Die Wahl des geeigneten Studientyps ist ein wichtiger Aspekt des Designs medizinischer Studien. Das Studiendesign und somit auch der Studientyp entscheiden über wissenschaftliche Qualität und Aussagekraft einer Studie.

Methode: Der Artikel beschreibt die Einteilung und Strukturierung von Studien in Primärforschung und Sekundärforschung sowie die weitere Unterteilung von Studien der Primärforschung. Dies geschieht anhand einer selektiven Literaturrecherche zu Studientypen in der medizinischen Forschung und auf Basis der Erfahrung der Autoren.

Ergebnis: Bei Studientypen können die drei Hauptbereiche medizinische Grundlagenforschung (häufig synonym: experimentelle Forschung), klinische und epidemiologische Forschung unterschieden werden. Eine weitere sinnvolle Unterteilung von Studientypen in der klinischen und epidemiologischen Forschung ist die Einordnung in interventionelle und nicht interventionelle Studientypen.

Schlussfolgerung: Für die Entscheidung, welcher Studientyp zur Klärung der Hauptfragestellung geeignet ist, sind neben wissenschaftlich-inhaltlichen Gründen auch Fragen der Ressourcen, Kapazitäten und Realisierbarkeit der Durchführung entscheidend.

(Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 588-594)

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Ausgabe: 11/2010 M. Blettner - J.B. du Prel - B. Röhrig - G. Hommel
Konfidenzintervall oder p-Wert? – Teil 4 der Serie zur Bewertung wissenschaftlicher Publikationen

Einleitung: Kenntnisse zu p-Werten und Konfidenzintervallen sind zur Beurteilung wissenschaftlicher Artikel notwendig. Dieser Artikel will den Leser über die Bedeutung und Interpretation beider statistischen Konzepte informieren.

Methode: Auf der Grundlage einer selektiven Literaturrecherche zur Methodik in wissenschaftlichen Artikeln wird der Stellenwert von und die Unterschiede zwischen beiden statistischen Konzepten in einer Übersicht dargelegt.

Ergebnisse/Diskussion: Der p-Wert ermöglicht in Studien eine Entscheidung zur Verwerfung oder Beibehaltung einer vorab formulierten Nullhypothese. In explorativen Studien lässt er statistisch auffällige Ergebnisse erkennen. Konfidenzintervalle liefern Informationen über einen Bereich, in dem der wahre Wert mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit liegt sowie über Effektrichtung und -stärke. Damit werden Aussagen zur statistischen Plausibilität und klinischen Relevanz der Studienergebnisse möglich. Die Angabe beider statistischen Maße in wissenschaftlichen Artikeln ist oft sinnvoll, da sie einander ergänzende Informationen enthalten.

(Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 680–685)

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Ausgabe: 12/2010 W. Bautsch
Anforderungen und Bewertung der Ergebnisse von Laboruntersuchungen – Teil 5 der Serie zur Bewertung wissenschaftlicher Publikationen*, **

Hintergrund: Die hohen Sensitivitäten und Spezifitäten vorhandener Labortests verführen zusammen mit einem vergleichsweise niedrigen Preis der Einzeltestung zu einem breiten, weitgehend unkritischen Anforderungsverhalten.

Methoden: Erläuterung des Bayesschen Theorems und seine Anwendung auf laboratoriumsmedizinische Anforderungen in weitgehend nicht mathematischer Form unter Zuhilfenahme selektiver Literatur.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Nach dem Bayes-schen Theorem ist der positiv prädiktive Wert eines laboratoriumsmedizinischen Testergebnisses direkt von der Prävalenz der Erkrankung im Untersuchungskollektiv abhängig. Der klinische Aussagewert von laboratoriumsmedizinischen Testergebnissen ist daher von einer klaren Indikationsstellung abhängig. Ergebnisse von nicht indizierten Anforderungen sind ohne fundierte Datenbasis zur Prävalenz der Erkrankung klinisch unbrauchbar und sollten daher nicht angefordert werden. Das gilt unabhängig von ethischen oder ökonomischen Überlegungen.

(Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 759–763)

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ÜBERSICHTEN
Ausgabe: 10/2010 K. Kimmel
Klinische Prüfung und Leistungsbewertung von Medizinprodukten: Neue regulatorische Anforderungen auch für die Wissenschaft eine Herausforderung

Die 4. Novelle des deutschen Medizinproduktegesetzes (MPG) und die neue Verordnung über klinische Prüfungen (MPKPV) enthalten regulatorische Anforderungen, die von Industrie und Wissenschaft gleichermaßen zu berücksichtigen sind. Ziel der Änderungen ist die Optimierung der funktionellen und sicherheitsbezogenen Produktqualität aufgrund veränderter Genehmigungs- und Ausführungsprozeduren.

(Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65; 582–587)

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Ausgabe: 11/2010 H. J. Staehle
Die Geschichte der Fachzahnärzte in Deutschland – Nachtrag

Einführung: Zu dem in Heft 4/2010 der Deutschen Zahnärztlichen Zeitschrift erschienenen Artikel über die Geschichte der Fachzahnärzte [27] gingen etliche Hinweise beim Verfasser ein. Aus diesem Grund werden im folgenden Nachtrag einige weitere bemerkenswerte Details zur historischen Einordnung des Fachzahnarztwesens vorgestellt.

Material und Methode: Die Nachträge beziehen sich unter anderem auf einige Aspekte bei der Einführung des Fachzahnarztes für Oralchirurgie in der ersten Phase der Bundesrepublik Deutschland, auf diverse Verordnungen zu Facharzt- und Fachzahnarztbezeichnungen für Kieferchirurgie sowie auf Versuche zur Etablierung von Fachzahnärzten für Parodontologie und für Zahnärztliche Prothetik in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Außerdem wird auf einige Publikationen, die als Reaktionen auf den Artikel erschienen sind, Bezug genommen.

Ergebnisse und Schlussfolgerung: Die Nachträge belegen erneut die seit nunmehr fast 80 Jahren anhaltende kritische Diskussion zu dieser Thematik. Es ist bislang nicht gelungen, im Weiterbildungswesen ein konsensfähiges Gesamtkonzept unter Einschluss aller relevanten Disziplinen der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde zu formulieren.

(Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 675–679)

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Ausgabe: 06/2010 H. Terheyden
Knochenaugmentationen in der Implantologie

Durch Augmentationen kann heute im Regelfall verlorengegangener oder nicht angelegter Alveolarfortsatzknochen so wieder ausgebaut werden, dass Zahnimplantate in einer prothetischen Optimalposition gesetzt werden können. Die operative Belastung durch Augmentationsoperationen ist durch den Einsatz von schonenden Verfahren, Vorzug von intraoralen Knochenentnahmeorten gegenüber extraoralen Entnahmeorten und durch den Einsatz von Biomaterialien stetig gesunken. Man unterscheidet Augmentationen in Sofort-/Frührekonstruktion nach Zahnextraktion sowie die Spätrekonstruktion, wenn bereits eine Atrophie des Alveolarfortsatzes eingetreten ist. Für marginale Alveolarfortsatzdefekte wird im vorliegenden Artikel eine klinische Defektklassifikation mit Behandlungskonzept vorgeschlagen. Das nach Literaturdaten effektivste Augmentationsmaterial für laterale und vertikale Kammdefekte ist der intraoral gewonnene autologe Knochenblock, vorzugsweise von der Linea obliqua des Unterkiefers.

Resorbierbare Membranen haben geringere Komplikationsraten als nicht resorbierbare Membranen. Die Sinusbodenaugmentation zeigt relativ unabhängig von der Materialwahl gute Ergebnisse bei sehr niedrigen Komplikationsraten.

Die Implantatüberlebensrate im regenerieren Knochen ist nicht schlechter als im ortsständigen Knochen. (Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 320–331)

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Ausgabe: 06/2010 D. Edelhoff - F. Beuer - J.F. Güth - W. Gernet - M. Stangl - M. Stimmelmayr
Biologie der Alveolenheilung und chirurgische Maßnahmen zum Alveolen- und Kammerhalt

Zahnverluste gehen oftmals mit einem Defekt der dünnen bukkalen Knochenlamelle einher. Wurde früher die Heilung der Hart- und Weichgewebe abgewartet und anschließend vor oder mit der Implantation eine Augmentation durchgeführt, wird heute versucht simultan mit der Zahnentfernung mittels Socket- oder Ridge-Preservation-Techniken und Socketseal-OP den Hart- und Weichgewebedefekt direkt über die Alveole minimalinvasiv zu regenerieren. Eine entscheidende Rolle dabei spielt der primäre Wundverschluss, der mit Hilfe unterschiedlicher Weichgewebs-transplantate ohne Verschiebung der mukogingivalen Grenze erfolgen kann. Zudem führen einige dieser Techniken zu einer Verdickung und Stabilisierung der bukkalen Weichgewebe und zu einer Umwandlung eines dünnen in einen dicken parodontalen Gingivatypus. (Dtsch Zahnärztl Z 2010, 65: 294–303)

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